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Mit Volldampf Richtung Aufstieg: Torschütze Peter Niemeyer (r.) und Patrick Ebert © getty

Nach dem 2:0-Sieg in Bochum wollen die Berliner den Aufstieg schnell fix machen. Manager Preetz ist sich bereits sicher.

Bochum - Als Peter Niemeyer die Hertha-Party mit seinem Lupfer zum 1:0 eröffnete, rannte er zu Physiotherapeut Reinhard Mörz und schnappte sich dessen Pudelmütze.

Ein Jubel mit der Glücksmütze, die Mörz so lange tragen werde, bis der Aufstieg perfekt sei, klärte Niemeyer später auf.

Und da es langsam zu warm für Pudelmützen wird, "wollen wir fix aufsteigen", sagte der Mittelfeldspieler.

Seinem Tor in der 24. Minute ließ Raffael drei Minuten vor dem Abpfiff noch den Treffer zum 2:0-Endstand beim VfL Bochum folgen (Spielbericht). Sieben Punkte Vorsprung hat die Hertha nun auf Bochum auf Relegationsplatz drei, elf gar auf einen Nichtaufstiegsplatz.

Berlin kann für die Bundesliga planen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

"Der Aufstieg ist seit dem ersten Spieltag unser Ziel. Jetzt müssen wir diese Chance nutzen und den Sack einfach zu machen", sagte Trainer Markus Babbel.

"Wir haben den Vorsprung auf einen unmittelbaren Konkurrenten ausgebaut. Jetzt schielen wir schon mit einem Auge auf die Bundesliga", jubelte Manager Michael Preetz.

Zweifel, dass die Hertha auf der Zielgeraden noch patzt, hat er nicht mehr: "Ich bin mir sicher, dass wir durchkommen werden."

Bestes Rückrundenteam

Seit acht Spielen ist die Hertha unbesiegt, stellt mit 29 Punkten die beste Rückrundenmannschaft. Nach dem Sieg in Bochum ist mit einem Einbruch nicht mehr zu rechnen.

"Pure Erleichterung" spüre er, sagte Niemeyer: "Wir haben die Big Points gemacht. Wir konnten die Konkurrenz nicht nur auf Distanz halten, wir haben den Vorsprung sogar noch ausgebaut."

Beim VfL dagegen muss weiter gezittert werden. Vier Punkte beträgt der Vorsprung auf den Vierten Greuther Fürth.

Drei Ausfälle beim VfL

"Ich habe immer wieder gesagt, dass wir nach hinten gucken müssen. Wir müssen schauen, dass uns Fürth nicht noch den dritten Platz streitig macht. Das hat nach wie vor Bestand", warnte Trainer Friedhelm Funkel.

Bitter für ihn und sein Team auch die Gelb-Rote Karte für Matthias Ostrzolek (86.) und die fünfte Gelbe Karte für Mahir Saglik.

Beide werden am Freitag in Ingolstadt fehlen. Zudem droht Mimoun Azaouagh länger auszufallen.

Nach einem Foul von Levan Kobiashvili musste der Mittelfeldspieler mit Verdacht auf Bänderriss ausgewechselt werden.

"Robocop" Niemeyer

Funkel wollte seinem Team jedoch keinen Vorwurf machen. "Die Mannschaft hat alles versucht, konnte sich aber nicht gegen Hertha durchsetzen."

Das lag auch an Niemeyer, dem Mützenmann. Dabei hatte es zunächst nicht danach ausgesehen, dass der ehemalige Bremer mitwirken könne.

"Ich hatte in der Nacht vor dem Spiel einen steifen Nacken, hätte nie gedacht, dass Mörz das noch hinkriegt", sagte Niemeyer über den Physiotherapeuten.

Der Besitzer der nun berühmten Pudelmütze war selbst überrascht: "Peter hat sich vor dem Spiel noch bewegt wie Robocop."

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