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Michael Thurk wurde letzte Saison mit 23 Treffern Torschützenkönig in der Zweiten Liga © getty

Augsburg kann in Karlsruhe einen weiteren Schritt Richtung Oberhaus machen. Ein Torjäger muss allerdings erneut zuschauen.

Von Jakob Gajdzik

München - Augsburg will die Vorentscheidung.

Nach der Niederlage des Verfolgers aus Bochum kann die Luhukay-Elf mit einem Sieg im Montags-Spiel beim Karlsruher SC (ab 19.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER) den Vorsprung auf den Relegationsplatz drei ausbauen.

Bei einem Sieg würde der FCA dem VfL auf sechs Punkte davonziehen und könnte langsam aber sicher die Planungen für die Bundesliga vorantreiben. (DATENCENTER: Zweite Liga)

Thurk im Abseits

Einer ist in diesen Wochen ins Abseits geraten, der eigentlich sonst eine Hauptrolle bei den Augsburgern spielt.

Die Rede ist von Michael Thurk.

Der zweitbeste Scorer des Tabellenzweiten (acht Tore, acht Assists) hat seine Sprunggelenksverletzung eigentlich wieder auskuriert, findet sich aber dennoch in den letzten zwei Wochen auf der Tribüne statt auf dem Rasen wieder.

Sturm-Trio überzeugt

Eine klare Begründung gibt es für seine Ausbootung nicht, jedoch auch keinen Grund, Thurk wieder zu bringen.

Auch ohne den ins Abseits geratenen Stürmer bringen es die anderen drei Angreifer Nando Rafael (13), Stehphan Hain und Thorsten Oehrl (jeweils sieben) auf zusammen 27 Treffer.

Mit 52 Toren hat Augsburg insgesamt nach Hertha (63) und Cottbus (57) den drittbesten Angriff.

Vor dem Spiel in Karlsruhe gibt es ebenfalls keine Anzeichen, dass sich an Thurks vorläufigem Tribünen-Dasein etwas ändert.

Thurk selbst sagte im "kicker" lediglich: "Ich werde mich auf alle Fälle im Training anbieten."

"Wollen von der Bochumer Niederlage profitieren"

Sein Trainer Jos Luhukay schweigt zum Thema und ließ wissen: "Ich trainiere die Mannschaft und muss die Entscheidungen treffen."

Mit Blick auf das nächste Spiel erklärte er: "Wir wollen beim KSC punkten, um von der Niederlage des VfL Bochum zu profitieren und unsere Ausgangssituation weiter zu verbessern."

Luhukay will die gute Ausgangssituation nutzen, betont aber auch in der "Augsburger Allgemeinen", dass "noch nichts entschieden" sei.

Dass mit den Badenern eine Mannschaft aus dem Tabellenkeller wartet, wertet der 47-Jährige nicht als Vorteil.

Eher im Gegenteil: "Es weht beim KSC in den letzten Wochen ein frischer Wind und das Team kann sich nach der Niederlage von Osnabrück in Berlin von der Abstiegszone etwas absetzen".

Von daher erwartet Luhukay eine "interessante Aufgabe" und betonte, auch mit einem Punkt zufrieden zu sein.

FCA seit neun Spielen ungeschlagen

Die Chancen der seit neun Spielen unbesiegten Augsburger auf einen Sieg stehen jedoch gut.

Der Tabellenzweite ist bereits seit 431 Minuten ohne Gegentor und stellt mit insgesamt nur 21 Gegentreffern die beste Abwehr der Liga. Ganz im Gegensatz zum KSC, der mit 63 kassierten Toren die Schießbude der Liga ist.

Neben den bereits länger verletzten Leitner (Ellenbogen) und Ndjeng (Trainingsrückstand) muss Luhukay bei den Badenern auch auf Brinkmann (Fünfte Gelbe) und Verhaegh (Sprunggelenksprobleme) verzichten.

Karlsruhe kann sich absetzen

Karlsruhe befindet sich jedoch in einer ähnlichen Situation wie der FCA. (Auch um 12 und 13 Uhr die News im TV auf SPORT1)

Nach den Niederlagen von Osnabrück und Oberhausen würde man mit einem Sieg für ein Fünf-Punkte-Polster zum 16. Tabellenplatz sorgen und sich etwas aus der gefährlichen Zone distanzieren.

Trainer Rainer Scharinger kam nicht umher die "geballte Offensivkraft" des Gegners zu loben.

Scharinger setzt auf "beste Teamplayer"

Gegen den Favoriten will Scharinger "die besten Teamplayer" auflaufen lassen und seine Chance durch das Kollektiv suchen.

Seine Elf umbauen muss der 44-Jährige dennoch. Iashvili sah in der letzten Partie die zehnte gelbe Karte und muss pausieren.

Dafür kehren mit Gaetan Krebs, Sebastian Langkamp und Lukas Rupp gleich drei zuletzt verletzte Spieler wieder in den Kader zurück

Neuer Trainer im Wildpark noch ungeschlagen

Auch wenn der KSC von den letzten sechs Spielen nur eine für sich entscheiden konnte, macht den Gastgebern dennoch eine Statistik Hoffnung.

Unter Scharinger ist der Tabellen-15. im heimischen Wildpark noch unbesiegt (ein Sieg, ein Unentscheiden).

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