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Markus Daun wechselte vor dieser Saison vom MSV Duisburg an den Tivoli © getty

Mit breiter Brust reist Aachen zum FCK. Koblenz will gegen Ahlen die Abstiegszone verlassen, Osnabrück empfängt Nürnberg.

Von Tobias Schneider

Kaiserslautern - Seit dem fünften Spieltag hat es sich das Trio aus Kaiserslautern, Mainz und Freiburg an der Tabellenspitze bequem gemacht.

Die wiedererstarkte Alemannia will das Top-Trio sprengen und mit einem Sieg zum Auftakt des 15. Spieltags in Kaiserslautern (Fr., ab 17.45 Uhr LIVE ) zumindest vorübergehend auf Tabellenplatz zwei klettern.

"Bislang ist Kaiserslautern die beste Heimmannschaft und wir die Zweitbeste. Das wollen wir ändern", gibt sich Aachen-Coach Jürgen Seeberger betont selbstbewusst.

Starker Lauf

Das neue Selbstbewusstsein der Alemannia kommt nicht von ungefähr. Zehn Punkte holte Aachen aus den vergangenen vier Partien.

"Wir haben uns eine tolle Ausgangsposition erarbeitet. Es ist unser Ziel, frei aufzuspielen und zu gewinnen", so Seeberger.

Die zwei Gesichter des FCK

Vor heimischer Kulisse eine Macht, auswärts ein gern gesehener Punktelieferant. Der 1. FC Kaiserslautern präsentiert sich mit zwei Gesichtern: Auf dem Betzenberg entführten nur die "Löwen" beim 0:0 einen Zähler, alle anderen Spiele entschied der FCK zu seinen Gunsten (Ergebnisse und Tabelle) .

Auf fremdem Platz setzte Lautern die letzten vier Spiele aber allesamt in den Sand. Der Druck wächst also, unbedingt zuhause gewinnen zu müssen.

Außerdem: Aachen reist nach zuletzt drei Auswärtsspielen ohne Niederlage mit breiter Brust in die Pfalz. "Das wird ein Spiel auf Augenhöhe", so Aachen-Keeper Thorsten Stuckmann.

Robles einsatzbereit

Trotz einer noch nicht vollständig auskurierten Gesichtsprellung hat sich Keeper Luis Robles für das Spiel gegen Aachen einsatzbereit gemeldet.

FCK-Coach Milan Sasic, der ansonsten auf den 18-jährigen Kevin Trapp hätte zurückgreifen müssen, freut sich: "Luis ist ein harter Busche."

Unklar ist auf Seiten der Pfälzer noch, ob Aimen Demai zum Schlagerspiel rechtzeitig fit wird. Eine hartnäckige Zehenentzündung macht dem defensiven Mittelfeldspieler zu schaffen, der bereits in Augsburg pausieren musste.

TuS Koblenz - Rot Weiss Ahlen

Ahlen ist und bleibt die Überraschungsmannschaft dieser Spielzeit. Der Verein mit dem kleinsten Etat in der Zweiten Liga könnte sogar den Sprung auf die Aufstiegsränge schaffen - wenn die Partie bei der TuS Koblenz gewonnen wird.

Das Erfolgsrezept des Aufsteigers scheint simpel: "Wir denken nicht weit nach vorn sondern konzentrieren uns nur auf das nächste Spiel", sagte Ahlen.Coach Christian Wück im "kicker".

Doch nicht nur Ahlen (Teamseite) befindet sich im Aufwind.

Auch Koblenz hat durch das 1:1 beim SC Freiburg neues Selbstvertrauen getankt, befindet sich mit elf Punkten aber noch immer auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Dabei wäre für die TuS im Breisgau mehr drin gewesen, erst in der Schlussminute markierte Freiburg den Ausgleich.

TuS-Coach Uwe Rapolder bewertet das Remis dennoch positiv: "In Freiburg führt man nicht so einfach 1:0. Dass wir dann einen Meter vor der Toilette doch noch in die Hose gemacht haben, ist ärgerlich."

Großes gibt Rapolder auf den Underdog aus Ahlen: "Sie haben gute Einzelspieler, leben von ihrer Schnelligkeit und sind extrem konterstark. Wir müssen höllisch aufpassen."

Allerdings drückt die enorme Verletztenliste aufs Gemüt: Mit Djokaj, Parmak, Kuqi, Daham, Vata, Gambino und Sukalo fallen sieben Offensivkräfte aus.

Auf Ahlener Seite schmerzt insbesondere die Verletzung von Innenverteidiger Marinko Miletic (Spielerporträt) , der sich einen Kreuzbandriss zugezogen hat und frühestens zur Rückrunde wieder spielen kann.

VfL Osnabrück - 1. FC Nürnberg

Nach dem Derbysieg gegen Fürth haben sich die Wogen in Nürnberg etwas geglättet, gegen Osnabrück soll nun der dritte Sieg in Serie eingefahren werden, um den Rückstand auf die obere Tabellenregion weiter zu verringern.

Dabei wird Club-Coach Michael Oenning erneut auf die Jugend-Variante vertrauen. Marek Mintal und Jose Goncalves kehren zwar nach ihrer Sperre wieder in den Kader zurück, müssen aber wohl mit der Ersatzbank vorlieb nehmen.

Die Youngsters Maroh, Bieler, Perchthold, Judt und Frantz dürfen sich berechtigte Hoffnungen auf einen Einsatz von Beginn an machen, gestandenen Spielern wie Charisteas, Engelhardt oder Mnari ist vorerst ein Platz auf der Ersatzbank reserviert.

Trotz der Frischzellen-Kur ist sich Oenning bewusst: "Nur mit jungen Spielern geht es nicht."

Mit sechs Spielen in Folge ohne Sieg reitet Osnabrück derzeit zwar nicht gerade auf einer Welle des Erfolgs, Manager Lothar Gans zeigt sich dennoch optimistisch: "Das Team ist intakt, es kommt auch nach Rückständen wieder und kann am Ende immer zulegen."

Fehlen werden Paul Thomik, Rene Trehkopf und Tom Geißler.

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