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Der erste Bundesliga-Aufstieg des 1907 gegründeten FCA ist zum Greifen nah © getty

Nach dem Sieg beim KSC stehen die Augsburger vor dem größten Erfolg der Klubgeschichte. Das Tor zur Bundesliga steht weit offen.

Karlsruhe - In der Vorsaison scheiterten sie noch in der Relegation, in diesem Jahr wird der FC Augsburg den direkten Aufstieg kaum noch verhindern können.

Nach dem 1:0-Sieg beim Karlsruher SC (Spielbericht) am Montag trennen den Tabellenzweiten bereits sechs Punkte vom VfL Bochum auf Platz drei.

Die Tür zur Bundesliga steht weit offen, "jetzt müssen wir nur noch durchgehen", sagte Mannschaftskapitän Uwe Möhrle. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

"Die Mannschaft hat gekämpft und einen wichtigen Schritt zu unserem großen Ziel gemacht. Ich bin optimistisch, dass wir uns das nicht mehr nehmen lassen", erklärte Tobias Werner, der in einer kampfbetonten, aber ereignisarmen Partie das Tor des Tages erzielte.

Möhrle: "Zwei Siege bis zum Aufstieg"

Auch Möhrle geht nun fest davon aus, im kommenden Jahr erstklassig zu spielen: "Die Rechnung wird immer einfacher. Wir brauchen noch zwei Siege, dann sind wir in der ersten Liga."

Es wäre der größte Erfolg der Vereinsgeschichte und würde wohl ganz Augsburg in den Ausnahmezustand versetzen. Einen Vorgeschmack gab es in Karlsruhe, wo rund 1000 Anhänger den FCA unterstützten und ihren Traum auf einem Transparent zur Schau stellten:

"Eine Stadt - ein Verein - ein Ziel: 1. Bundesliga." Spätestens am letzten Spieltag soll es soweit sein, das Gastspiel beim designierten Erstligisten Hertha BSC könnte zur großen Aufstiegssause werden.

Passende Ergebnisse

Auch in den verbleibenden Spielen wollen sich die Augsburger vorwiegend mit passenden Ergebnissen zufrieden geben, schwache Spiele, wie bereits in Karlsruhe, werden einkalkuliert.

"Wir müssen gar nicht mehr den Hurra-Fußball spielen, wir müssen nicht mehr die schönsten Spielzüge der zweiten Liga spielen, wir müssen nur noch effektiv spielen", sagte Angreifer Michael Thurk. Wenn die nächsten Spiele auch alle 1:0 ausgingen, hätte man das Ziel erreicht.

Luhukay beeindruckt

Eine Einschätzung, die auch Torhüter Simon Jentzsch teilt. "Es geht es nicht darum, schöne Spiele zu machen, sondern die Punkte einzufahren." Schönheit oder nicht, Trainer Jos Lukuhay ist vom derzeitigen Auftreten seiner Spieler sehr beeindruckt.

"Es ist eine Qualität der Mannschaft, dass Sie in der Defensive sicher auftritt und es dann vesteht, auch die Chancen in der Offensive zu nutzen", sagte der Niederländer und ergänzte: "Jetzt wollen wir in Aachen nachlegen."

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