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Pierre-Michel Lasogga erzielte in dieser Saison zwölf Treffer für die Hertha © getty

Die Hertha kann den Aufstieg in Duisburg perfekt machen. Die Pechsträhne des MSV spielt dem Spitzenreiter in die Hände.

Von Olaf Mehlhose

München - Im Tennis wäre die Situation gleichbedeutend mit einem Matchball.

Im Spiel gegen den MSV Duisburg (Mo., ab 19.45 Uhr im LIVE-TICKER) reicht Hertha BSC Berlin ein Remis, um die direkte Rückkehr ins Oberhaus perfekt zu machen. (DATENCENTER: Zweite Liga)

Mit dem Hinweis, dass die Hertha" rechnerisch noch nicht durch" sei, mahnte Kapitän Andre Mijatovic seine Mannschaftskollegen aber zur Konzentration.

Die letzten Zweifel sollen nun gegen die "Zebras" beseitigt werden.

(Auch um 12 und 13 Uhr die News im TV auf SPORT1)

Respekt vor Duisburg

"Wir wollen gewinnen, damit dann alles klar ist", stellte Coach Markus Babbel vor dem Spiel beim Pokalfinalisten klar: "Wir müssen eine Top-Leistung abrufen, damit wir den Sack zumachen können."

Zusätzliche Motivation sollte den Spielern die Erinnerung an die empfindliche 0:2-Heimpleite aus dem Hinspiel geben.

Doch nicht nur deshalb ist der Respekt vor dem Tabellenneunten groß.

"Duisburg hat enorme Qualität, sie haben das Pokalfinale erreicht und uns im Hinspiel nicht mit Glück geschlagen, sondern weil sie die bessere Mannschaft waren", sagte Babbel.

"Ich war noch nie Zweitliga-Meister"

Neben dem Aufstieg hat der Trainer aber noch ein weiteres Ziel ins Auge gefasst.

"Ich war noch nie Zweitliga-Meister, das will ich unbedingt werden. Die Mannschaft hat über Monate so hart gearbeitet, es wäre fahrlässig, das auf den letzten Metern jetzt aus der Hand zu geben", erklärte der Hertha-Coach.

In Duisburg könnten die Berliner diesem Ziel einen entscheidenden Schritt näher kommen: Durch die Patzer der Konkurrenz bietet sich den Hauptstädtern die Gelegenheit, den Vorsprung auf sieben Punkte auszubauen.

Berlin im Kopf

Dabei spielt den Berlinern die aktuelle Lage beim MSV in die Hände: Duisburg befindet sich im Niemandsland der Tabelle - die volle Konzentration dürfte dem Pokalfinale gegen Schalke 04 gelten.

Hinzu kommt, dass das Team von Milan Sasic im personellen Breich arg gebeutelt ist. Neben den Langzeitverletzten Julian Koch und Ivica Grlic müssen die Duisburger seit ein paar Wochen auch Sturmtank Stefan Maierhofer ersetzen, der wegen eines Mittelfußbruchs ausfällt.

Und im Spiel gegen Energie Cottbus riss bei Kapitän Srdjan Baljak das Kreuzband.

MSV auf Talfahrt

Die Verletzungsmisere blieb nicht ohne Folgen: Vier der letzten sechs Spiele hat der MSV verloren.

Bei Hertha dagegen war unter der Woche einzig Peter Niemeyer angeschlagen, aber der Mittelfeld-Motor meldete sich rechtzeitig für das Spiel in Duisburg fit.

Doch allen Vorzeichen zum Trotz hat Coach Sasic die Hoffnung auf einen Coup gegen den Tabellenführer noch nicht aufgegeben.

"Herthas Aufstieg wird niemand verhindern", sagte der Coach. Aber: "Im eigenen Stadion ist es schöner als bei uns in Duisburg."

SPORT1 hat die Fakten zum 31. Spieltag der Zweiten Liga:

Hinspiel: 0:1

MONTAG:

(ab 19.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER)

MSV Duisburg - Hertha BSC:

Duisburg hat seine letzten beiden Heimspiele gewonnen, es waren allerdings die einzigen beiden Erfolge in den letzten neun Saisonpartien für die "Zebras".

Die seit neun Begegnungen unbesiegten Berliner gewannen sechs ihrer vergangenen sieben Auftritte (ein Unentschieden).

Hinspiel: 2:0

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