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Michael Büskens hat Mitte April bis 2012 bei Greuther Fürth verlängert © getty

Das Aufstiegsrennen ist um einen Teilnehmer ärmer - und auch Fürths Büskens schlägt trotz des Dreiers gegen Bielefeld Alarm.

München - Da waren es nur noch drei.

Nach dem Patzer von Erzgebirge Aue in Ingolstadt (Bericht) hat sich das Feld der Aufstiegsaspiranten in der Zweiten Liga weiter verkleinert.

Im FC Augsburg, dem VfL Bochum und der SpVgg Greuther Fürth kämpfen nun noch drei Klubs um die zwei verbleibenden Tickets für die Fahrt in Richtung Bundesliga. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Die schlechtesten Karten scheint dabei der Tabellenvierte aus Fürth zu haben.

Büskens kritisiert Team

"Das ist nicht das Auftreten, das ich von einer Mannschaft erwarte, die auf Platz vier steht", sagte Trainer Mike Büskens nach dem 1:0 gegen Absteiger Arminia Bielefeld am Samstag (Bericht).

Der 43-Jährige monierte vor allem die fehlende Kaltschnäuzigkeit seiner Mannschaft: "Uns fehlt die Effektivität. Wenn Aufwand und Ertrag stimmen würden, würden die anderen in der Tabelle zu uns aufschauen. Aber mit dem Sieg sind wir weiterhin dabei."

Die Franken bleiben mit zwei Punkten Rückstand auf Rang drei in Schlagdistanz zum VfL Bochum.

Bochum beendet Durststrecke

Bereits am Freitag hatten die Westfalen mit einem ungefährdeten 3:0 über Union Berlin vorgelegt und die Durststrecke nach zuletzt drei Spielen ohne Sieg beendet (Bericht).

"Wir haben zwar die letzten Spiele nicht so gut ausgesehen, aber wir haben so viel Qualität vorne, es war eigentlich klar, dass der Groschen irgendwann fällt", sagte VfL-Verteidiger Björn Kopplin und zeigte sich für die restlichen Partien optimistisch:

"Wir müssen die nächsten beiden Spiele einfach gewinnen, dann sind wir sicher in der Relegation. Ob noch mehr drin ist, werden wir dann sehen."

FCA hat es selbst in der Hand

Einen entscheidenden Schritt in Richtung Oberhaus kann der FC Augsburg machen. Mit einem Sieg bei Energie Cottbus (Mo, ab 19.45 Uhr im LIVE-TICKER) würde der Tabellenzweite sein Polster auf Rang drei auf fünf Punkte schrauben - der direkte Aufstieg in die Bundesliga wäre zum Greifen nah.

"Cottbus ist eine hohe Hürde, das wissen wir. Doch wir haben in dieser Saison immer wieder bewiesen, dass wir auch auswärts gewinnen können. So werden wir auch dieses Spiel angehen", sagte FCA-Manager Andreas Rettig und weiter:

"Wichtig ist allerdings, und das stimmt mich optimistisch: Egal wie es in Cottbus ausgeht, wir haben es immer noch selbst in der Hand. Von daher ist die Situation für uns doch sehr komfortabel. Ich möchte im Moment nicht mit Bochum und Fürth tauschen."

"Auf dem Teppich bleiben"

Auch an die Stelle von Erzgebirge Aue wird der 48-Jährige nur ungern treten wollen. Das Überraschungsteam der Liga hat sich nach dem 0:0 beim FC Ingolstadt wohl endgültig aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet.

Sechs Punkte trennen die Veilchen von Relegationsplatz drei. Trübsal bläst man bei den Sachsen dennoch nicht.

"Ich bin nicht enttäuscht. Wir haben jetzt 53 Punkte und ich denke, damit kann hier jeder in Aue sehr zufrieden sein", sagte Abwehrspieler Rene Klingbeil und ergänzte:

"Es ist eine herausragende Runde, die wir bisher gespielt haben. Hätte mir das vor der Saison einer gesagt, hätte ich das direkt unterschrieben. Von daher sollten wir alle auf dem Teppich bleiben."

Aue freut sich auf Hertha

Trotz des geplatzten Traums von Liga eins will der 30-Jährige die letzten beiden Partien ausgiebig genießen.

Besonders das Heimspiel gegen die als Aufsteiger bereits feststehende Berliner Hertha am kommenden Samstag soll zum Volksfest werden:

"Unser Stadion wird aus allen Nähten platzen. Da werden soviele kommen, dass man da nicht mehr atmen kann. Darauf freue ich mich."

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