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Alexander Klitzpera (l.) wechselte vor dieser Saison aus Aachen zum FSV Frankfurt © imago

Das Schlusslicht empfängt zum Abschluss des 15. Spieltags Mainz 05 und will gegen den Spitzenreiter ein Ausrufezeichen setzen.

Von Tobias Schneider

München - Die Vorzeichen vor dem Derby zwischen dem FSV Frankfurt und Mainz 05 (Mo., ab 20 Uhr LIVE ) könnten kaum unterschiedlicher sein.

Während der Aufsteiger aus der Mainmetropole die "Rote Laterne" in Händen hält, thront Mainz an der Spitze der Tabelle.

19 Punkte trennen die beiden Rivalen (Tabelle), von einem Selbstläufer will Mainz-Coach Jörn Andersen aber nicht reden, ganz im Gegenteil:

"Alle denken, dass der FSV ein leichter Gegner ist, nur weil sie am Tabellenende stehen. Dem ist aber nicht so", warnt der Norweger.

Er hat den FSV vier Mal in der Commerzbank-Arena beobachtet hat:

"Sie haben jedes Mal gut mitgespielt, am Ende aber ganz unglücklich verloren oder Unentschieden gespielt."

Geheimwaffe Standards

Besonders das Abwehrbollwerk hat Andersen als die Stärke der Frankfurter ausgemacht: "Die Defensive hat in vielen Spielen einfach richtig gut gestanden."

Um die tiefgestaffelte FSV-Abwehr zu knacken, baut Andersen insbesondere auf Standards und hat diese im Training schon reichlich üben lassen.

"Der FSV hat viele Gegentore bei Standardsituationen bekommen, und derzeit sind wir bei Standards die Ligabesten. Das könnte eine Waffe sein."

"Müssen Ausrufezeichen setzen"

Das Kernproblem des FSV ist nach wie vor die Harmlosigkeit in der Offensive.

Zwölf Tore markierten die Mannen von Coach Tomas Oral in dieser Spielzeit erst - Ligaminusrekord.

"Wir müssen mal ein Ausrufezeichen setzen und mutiger nach vorne spielen", fordert Kapitän Angelo Barletta (Spielerporträt) in der "Frankfurter Rundschau".

Auch Oral hat erkannt, dass es zu wenig ist, in jedem Match auf 0:0 zu spielen: "Wichtig ist, dass wir diszipliniert spielen und Spielfreude zeigen. Wir versuchen, unser Spiel aufzuziehen und wollen nicht nur hinten drin stehen."

Mainzer Fanlawine rollt an

Auf einen Heimbonus können die Frankfurter, die in der riesigen Commerzbank-Arena spielen, kaum hoffen.

Zu den Heimspielen des FSV verlieren sich ohnehin nur wenig eigene Anhänger, aus Mainz kündigt sich obendrein eine regelrechte Fanlawine an.

6000 Karten haben die Mainzer bereits abgesetzt, das Ende des Andrangs ist damit aber noch nicht erreicht.

"Wir wissen, dass sich viele Anhänger auch direkt in Frankfurt mit Karten eingedeckt haben. Es werden deutlich mehr als 6000 Fans sein", mutmaßt der Mainzer Pressesprecher Tobias Sparwasser.

Beide Teams in Bestbesetzung

Personell können beide Trainer nahezu aus dem Vollen schöpfen. Andersen hat sogar die Qual der Wahl, wen er im Sturm von Beginn an aufbieten wird.

Dem eigentlich gesetzten, momentan aber formschwachen Stürmer Aristide Bance (Spielerporträt) droht sogar die Bank.

Denn: Dragan Bogavac empfahl sich während der Woche mit zwei Toren im Test gegen Saarbrücken, Felix Borja ließ am vergangenen Spieltag mit einem Doppelpack gegen St. Pauli aufhorchen. "Arbeitsbiene" Srdjan Baljak scheint ohnehin gesetzt.

Auch für Oral ergeben sich in der Offensive wieder neue Möglichkeiten: Sead Mehic sowie die Mokthari-Brüder Youssef und Oualid stehen nach überstandener Grippe wieder im Aufgebot und sollen die lahmende Offensive des FSV beleben.

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