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Jörn Andersen (r.) war vor seiner Zeit in Mainz bei Kickers Offenbach tätig © getty

Der FSV Mainz 05 setzt sich in der Tabelle ab und lässt Parallelen zum letztjährigen Aufsteiger aus Hoffenheim erkennen.

Frankfurt/Main - Ruhige und sachliche Arbeit, offensiver und erfolgreicher Fußball: Spitzenreiter FSV Mainz 05 erinnert bei seinem Siegeszug durch die Zweite Liga an Erstliga-Primus 1899 Hoffenheim.

"Ich möchte offensiven und flexiblen Fußball spielen lassen. Wenn wir dann noch erfolgreich sind, ist es doppelt gut", meinte Trainer Jörn Andersen nach dem 4:1 (1:0) beim FSV Frankfurt.

Bei der Begegnung in Frankfurt orientierte sich Andersen auch taktisch am Erfolgsmodell Hoffenheim. Der Norweger ließ zu Beginn mit drei Stürmern sowie weiteren offensiven Mittelfeldspielern agieren. "Das Einzige, was mich etwas ärgert, ist, dass wir nicht noch höher gewonnen haben", meinte Andersen kritisch.

Es ist auch die Außendarstellung, die sich in Mainz im Vergleich zur Ära von Andersens Vorgänger Jürgen Klopp geändert hat. Andersen verzichtet auf jegliche "lockere Sprüche", konzentriert sich ganz auf seinen Job als Trainer.

Mainz bleibt auf dem Boden

Insofern war es nicht verwunderlich, dass die Verantwortlichen trotz vier Punkten Vorsprung auf den Tabellenzweiten 1. FC Kaiserslautern und dem ersten Etappenziel Wintermeisterschaft in greifbarer Nähe (zur Tabelle) von Euphorie nach wie vor nichts wissen wollten.

Andersen sprach lapidar von "einem guten Polster", und Manager Christian Heidel warnte: "Der Vorsprung kann auch ganz schnell wieder weg sein."

Klarer Sieg

Auch die Spieler glänzen lieber mit Taten auf dem Platz statt mit Worten. "Natürlich ist die Tabelle schön, aber das heißt noch lange nichts. Jetzt heißt es weiter Gas geben", sagte Torschütze Markus Feulner (72.), der wegen seiner fünften Gelben Karte im nächsten Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth jedoch gesperrt sein wird.

In Frankfurt traten die Mainzer wie eine Spitzenmannschaft der Zweiten Liga auf. Nach dem Eigentor von Frankfurts Dennis Hillebrand (3.), sorgten Srdjan Baljak (47.), Tim Hoogland (50.) und Feulner für klare Verhältnisse.

"So in dieser Liga nichts zu suchen"

Der Tabellenletzte Frankfurt war entsprechend bedient. Beim Aufsteiger schwindet bei nur neun Punkten sowie sechs Zählern Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz die Hoffnung auf den Klassenerhalt immer mehr.

"Das war noch nicht einmal drittligawürdig", erklärte Neuzugang Youssef Mokhtari (Spielerporträt), dem der Ehrentreffer zum 1:4-Endstand gelang (84.): "Wenn wir so spielen, haben wir in dieser Liga auch nichts zu suchen."

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