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Mit Huckepack zum Erfolg: Christian Lell trägt den Torschützen Lasogga © imago

77.116 Fans bilden eine außergewöhnliche Kulisse. Lasogga und Kobiashvili erhöhen den Partypegel, Augsburgs Sankoh sieht Rot.

Berlin - Trainer Markus Babbel bekam eine kräftige Sektdusche, Christian Lell und Pierre-Michel Lasogga stürmten mit der "Meisterfelge" direkt in die Fankurve.

Vor der Rekordkulisse von 77.116 Zuschauern hat sich Hertha BSC Berlin mit einem Sieg in Richtung Bundesliga verabschiedet und nach dem Abpfiff ausgelassen die Meisterschaft gefeiert.

"Es ist ein wunderbares Gefühl, wenn man ein Jahr für ein Ziel arbeitet und es dann schafft. Die Meisterschaft und der Aufstieg sind traumhaft", sagte Berlins Abwehrspieler Christian Lell.

Die Mannschaft von Trainer Markus Babbel gewann am letzten Spieltag mit 2:1 (1:0) gegen Mitaufsteiger FC Augsburg (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Lasogga mit Saisontor Nummer 13

Pierre-Michel Lasogga mit seinem 13. Saisontreffer (44.) und Lewan Kobiaschwili (74., Foulelfmeter) trafen für Berlin.

Stephan Hain hatte zwischenzeitlich für Augsburg ausgeglichen (60.). FCA-Spieler Gibril Sankoh sah die Rote Karte (73.).

Beste Stimmung war beim letzten Heimspiel der Hertha garantiert. Zusammen mit 7000 Gäste-Fans aus Schwaben stellten rund 70.000 Berliner im ausverkauften Olympiastadion einen neuen Zuschauerrekord für die eingleisige Zweite Liga auf.

Eigens für den Saisonabschluss hatten die Berliner eine Zusatztribüne errichtet - auch diese war bis auf den letzten Platz gefüllt.

Beide Mannschaften ließen es von Beginn an ruhig angehen, Strafraumszenen blieben Mangelware.

Entspannter Kick

Die beiden besten Teams der Liga wollten sich gegenseitig nicht wehtun, trotzdem traf Lasogga kurz vor der Pause nach einer Ecke zum 1:0.

Nach dem Seitenwechsel ging es genau wie vor der Berliner Führung weiter - mit entspanntem Sommerfußball.

Zwar gab Hertha den Ton an und spielte im Stil eines Spitzenreiters, trotzdem war der Ausgleich durch Hain nach schöner Vorarbeit von Lukas Sinkiewicz nicht unverdient.

Nach einer Notbremse von Sankoh gegen Rob Friend verwandelte Kobiaschwili den fälligen Elfmeter.

Dardai verabschiedet

Bereits vor der Begegnung wurde Pal Dardai als einziger Hertha-Spieler offiziell verabschiedet.

Der 35 Jahre alte Ungar war seit 1997 für die Berliner aktiv und bekam zum Abschied von Trainer Markus Babbel sogar einen Platz in der Startelf.

Mit 286 Einsätzen ist Dardai, der nach 42 Minuten unter tosendem Beifall ausgewechselt wurde, Bundesliga-Rekordspieler der "Alten Dame".

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