vergrößernverkleinern
Auch Büskens verpasst mit den "unaufsteigbaren" Fürthern als Vierter den Aufstieg © getty

Wieder reicht es für Fürth nicht zum Aufstieg. Beister gleicht Müllers Führung aus. Büskens vergießt die ersten Tränen.

Fürth - Die "unaufsteigbare" SpVgg Greuther Fürth ist ihrem Ruf zum wiederholten Male gerecht geworden.

Die Franken verfehlten am letzten Spieltag erneut die Chance, diesmal zumindest in den Relegationsspielen um den Aufstieg zu kämpfen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Das "Kleeblatt" spielte seine beste Saison seit seiner Rückkehr in den Profifußball 1997, zu mehr als Platz vier reichte es nach einem 1:1 (0:0) gegen Fortuna Düsseldorf aber nicht, zumal gleichzeitig ohnehin der VfL Bochum gegen den MSV Duisburg gewann (3:1).

Der optimistisch gestimmte Trainer Mike Büskens, der erst kürzlich seinen Vertrag um ein Jahr verlängert hatte, weinte nach dem Schlusspfiff Tränen der Enttäuschung - er und die Mannschaft wurden vom Anhang aber trotzdem fast wie ein Aufsteiger gefeiert.

Der Aufstieg bleibt das Ziel

"Wir haben alles in die Waagschale geworfen", sagte Büskens, "aber Bochum hat dem Druck standgehalten und jetzt den Platz, den wir haben wollten. Es herrscht eine große Leere, wir haben viel investiert. Jetzt müssen wir uns neu aufstellen."

"Die Enttäuschung ist riesengroß. 61 Punkte haben oft zum Aufstieg gereicht", sagte Abwehrspieler Thomas Kleine.

Diesmal reichten 61 Punkte nicht, Rechtsverteidiger Bernd Nehrig ergänzte trotzig: "Der Aufstieg muss auch im nächsten Jahr unser Ziel sein, das Potenzial dazu haben wir."

Ein Unentschieden des MSV in Bochum hätten den Fürthern aufgrund der besseren Tordifferenz zum Sprung auf den Relegationsplatz gereicht - hätten sie denn gewonnen.

Beister gleicht aus

Doch während der Rivale im Fernduell früh in Führung ging, taten sich die Gastgeber vor der Saison-Rekordkulisse von 14.530 Zuschauern im Ronhof schwer.

Nicolai Müller erfüllte dann zunächst die Pflicht der Fürther mit einem Abstauber (49.), Maximilian Beister machte aber nur kurz darauf die Hoffnungen der Gastgeber wieder zunichte (61.).

"Wir sind an der Reihe", hatte "Kleeblatt"-Manager Rachid Azzouzi vor dem letzten Saisonspiel prophezeit - und in der Tat schienen die Fürther reif für den Aufstieg.

Nachwirkungen der "Löwen"-Pleite?

"Wir waren noch nicht so weit", sagte SpVgg-Präsident Helmut Hack - dabei schienen die Fürther endlich mal reif für den Aufstieg.

Siebenmal waren sie in den vorangegangenen zehn Jahren Fünfter geworden, einmal Sechster.

In sieben dieser Spielzeiten besaßen sie am letzten Spieltag zumindest theoretisch noch die Chance, in die Bundesliga aufzusteigen - zumeist aber hatte die SpVgg die "Versetzung" schon zwei bis drei Runden zuvor verstolpert.

Nur Kleinigkeiten haben gefehlt

Diesmal wirkte ein 0:3 am 31. Spieltag bei 1860 München nach.

Allerdings wollte Präsident Hack das erneute Scheitern nicht an einem Spiel festmachen. "Wir haben überall Punkte liegen lassen", sagte er - blickte jedoch optimistisch in die Zukunft.

"Die Mannschaft wird ihren Weg gehen. Wir müssen jetzt nicht traurig sein. Es war eine super Saison, es haben nur Kleinigkeiten gefehlt."

Aufstieg weiter das Ziel

Der zum Rechtsverteidiger umgeschulkte Bernd Nehrig versicherte schon bald nach dem Schlusspfiff trotzig: "Der Aufstieg muss auch im nächsten Jahr unser Ziel sein, das Potenzial dazu haben wir."

Fortuna Düsseldorf beendet die Saison nach einem katastrophalen Start mit sechs Liga-Niederlagen immerhin noch auf Rang sieben.

"Wir können stolz auf das sein, was wir geleistet haben", sagte Torschütze Beister.

Zum Forum - jetzt mitdiskutierenZurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel