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"Pele" Wollitz darf endlich den ersten Auswärtssieg bejubeln © imago

Beim Nachbarn Rot Weiss Ahlen beenden die Niedersachsen ihre Durststrecke von sieben Spielen ohne Erfolg und motzen die Auswärtsbilanz auf.

Ahlen - Der VfL Osnabrück hat seine Serie von zuletzt sieben Spielen ohne Sieg gestoppt und in der Zweiten Liga bei Aufsteiger Rot Weiss Ahlen 2:1 (0:1) gewonnen.

Durch Tore von Nico Frommer (55.) und Marvin Braun (80.) drehten die Niedersachsen die Partie, in der sie schon früh 0:1 durch einen Treffer von Lars Toborg (18.) zurückgelegen hatten.

Ahlen verlor den Anschluss an die Tabellenspitze.

Vor 7538 Zuschauern kam die Partie in der ersten Halbzeit nicht in Schwung. Beide Teams begannen zwar ambitioniert, brachten im Strafraum aber kaum Nennenswertes zustande.

Die einzige echte Chance nutzte Rot-Weiss-Stürmer Toborg mit seinem elften Saisontor nach Vorarbeit von Marco Reus. Am schwachen Spiel änderte das bis zur Pause nichts.

In der zweiten Hälfte besser

Erst in den zweiten 45 Minuten wurde es besser, beide Mannschaften kamen zu Gelegenheiten. Erst scheiterte Reus an Osnabrücks Torhüter Stefan Wessels (52.), dann erzielte Frommer nach einem De-Wit-Freistoß per Kopf den Ausgleich. Pierre de Wit verpasste gleich danach das 1:2, als er nicht an Ahlens Keeper Manuel Lenz (58.) vorbeikam.

Danach wurde es ein Duell auf Augenhöhe, in dem Braun mit einem abgeklärten Abschluss Osnabrücks ersten Auswärtssieg der Saison sicherte (80.).

Döring ins Krankenhaus

Ahlens Nils Döring musste mit Verdacht auf Wadenbeinbruch ausgewechselt und ins Krankenhaus gebracht werden. "Bis zu dem 1:2 haben wir hier ordentlich gespielt", machte Toborg seiner Mannschaft keinen größeren Vorwurf.

"Ich hoffe, dass der Sieg Signalwirkung hat", meinte auf der anderen Seite Trainer Claus-Dieter Wollitz. "Wir kriegen wieder aus dem nichts ein 0:1, weil einige nicht aufgepasst haben. Und dann läufst du dagegen an. Wir haben uns nicht verrückt machen lassen, obwohl ich in der Halbzeit laut geworden bin."

Wollitz weckt seine Spieler

Man merke eben, wenn man ein Spiel "in der Hand habe". "Dann bekommst du eine Selbstzufriedenheit, obwohl du zurückliegst. Da habe ich die Jungs mal richtig wach gemacht", schilderte Wollitz.

"Das Ausgleichstor kam zum richtigen Moment. Am Ende hatten wir endlich mal das Quäntchen Glück, dass die zweimal allein aufs Tor zugehen und Stefan Wessels zweimal hält. Dieses Glück brauchst du. Und die Mannschaft hat es sich auch verdient."

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