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Stefan Kuntz ist seit April Vorstandsvorsitzender beim 1. FC Kaiserslautern © getty

Aufbruchsstimmung statt Skandale: Trotz finanzieller Sorgen herrscht auf der Mitgliederversammlung des FCK eitel Sonnenschein.

Kaiserslautern - Ungewohnte Harmonie auf dem Betzenberg:

Während die Mitgliederversammlungen von Zweitligist 1. FC Kaiserlautern in den vergangenen Jahren von der Aufarbeitung verschiedener Skandale sowie finanziellen und sportlichen Sorgen geprägt war, herrschte am Mittwochabend sogar Aufbruchstimmung.

Auslöser dieses Stimmungswechsels war Vorstandsboss Stefan Kuntz, der von den Klubmitgliedern wie ein Heilsbringer gefeiert wurde.

Die knapp 1000 anwesenden Mitglieder bejubelten den früheren Publikumsliebling nach seiner Rede mit Dauerapplaus.

"FCK zu alter Stärke zurückführen"

Kuntz, der den Tabellenzweiten gemeinsam mit Trainer Milan Sasic vor dem Absturz in die 3. Liga bewahrt hatte, versprach den Mitgliedern zuvor, dass "wir den FCK wieder zu alter Stärke im deutschen Fußball zurückführen wollen - aber dazu brauchen wir Zeit."

Als Eckpfeiler seiner Arbeit nannte der Klubchef "Offenheit, Transparenz, Respekt und Anstand".

Testspiel gegen Bayern

Beifall erhielt Kuntz zudem für seine Ankündigung, wonach das Stadion auf dem Betzenberg in naher Zukunft seinen Namen nicht zugunsten eines Sponsoren verlieren werde.

"Dem Namen Fritz Walter wird weiterhin Ehre erwiesen werden, zudem stehen die Interessenten momentan auch nicht gerade Schlange", sagte der Europameister von 1996, der für die Mitglieder noch ein weiteres verfrühtes Weihnachtsgeschenk parat hatte.

Am 19. Januar 2009 trifft der FCK in einem Testspiel auf Rekordmeister Bayern München.

Änderungen am Aufsichtsrat

Trotz der Aufbruchstimmung konnte Kuntz den Mitgliedern die schlechte finanzielle Bilanz der vergangenen Saison, die der Klub bereits am Montag vorgelegt hatte, nicht vorenthalten.

Die chronisch klammen Pfälzer machten im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Verlust in Höhe von 1,8 Millionen Euro. Das Klub-Vermögen verringerte sich damit von 2,5 Millionen Euro auf nur noch 740.000 Euro.

Für die laufende Saison rechnet der Verein mit einer ausgeglichenen Bilanz.

Neuer Aufsichtsrat

Kontrolliert wird die Klubführung um Kuntz zukünftig von einem neu zusammengestellten Aufsichstrat:

Die bisherigen Aufsichtsräte Dieter Rombach und Ottmar Frenger wurden wiedergewählt, Martin Sester, Gerhard Theis und Gerhard Steinbach sind neu im Gremium.

Zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden wurde am Donnerstagabend auf der konstituierenden Sitzung Dieter Rombach gewählt. Der bisherige Vorsitzende Dieter Buchholz hatte sich, wie angekündigt, nicht mehr zur Wahl gestellt.

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