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Jörn Andersen trat bei Mainz 05 im Sommer die Nachfolge von Jürgen Klopp an © getty

Zur Mainzer Herbstmeisterschaft fehlt nur noch ein Sieg, ausgerechnet jetzt kommt der Angsgegner. Die Fakten zu den Freitagsspielen.

Von Katrin Freiburghaus

München - Mainz führt die Zweitliga-Tabelle mit vier Punkten Vorsprung an, Greuther Fürth steht derzeit nur auf Platz sieben.

Die Favoritenrolle ist beim Duell der beiden Teams am Freitag (ab 17.45 Uhr LIVE) trotzdem nicht klar vergeben, denn Fürth ist so etwas wie der Mainzer Angstgegner.

Seit September 2000 haben die Mainzer keinen Sieg mehr gegen Fürth eingefahren, in der Zweiten Liga verlor Fürth nur vier von 20 Aufeinandertreffen mit den Mainzern.

Ein würde sich diesmal allerdings lohnen: Bei einem Dreier wären die Mainzer sicher Herbstmeister.

Besiegt Andersen den Fluch?

"Wir reden uns einfach ein, dass Kloppo Schuld ist", sagte FSV-Manager Christian Heidel dem "kicker".

Dass die Anwesenheit des ehemaligen Mainzer Trainers Jürgen Klopp tatsächlich mit dem Fürth-Fluch zusammenhängt, darf zwar bezweifelt werden. Doch Glaube versetzt ja angeblich Berge.

Zumal die Mainzer aus dem bisherigen Saisonverlauf genügend Mut schöpfen dürften. 32 Tore sind ebenso Ligaspitze wie neun Siege bei nur zwei Niederlagen. Einzig die Heimbilanz von zuletzt drei Spielen ohne Sieg stört die Statistik.

Geliebte Außenseiterrolle

Fürths Trainer Benno Möhlmann sieht sein Team angesichts dieser Zahlen klar in der Außenseiterrolle: "Die Mainzer haben eindrucksvoll gezeigt, dass sie derzeit die beste Mannschaft der Liga sind."

Möhlmann ist diese Ausgangslage nur allzu recht. "Aus dieser Rolle heraus haben wir schon gute Leistungen gezeigt. Es besteht kein Anlass, uns nichts zuzutrauen."

Verzichten muss Möhlmann dabei auf die verletzten Marino Biliskov und Ivo Ilicevic sowie den Gelb-Rot-gesperrten Charles Takyi verzichten. Andersen muss den Gelb-gesperrten Markus Feulner ersetzen.

Sport1.de hat die Fakten zu den anderen Freitagsspielen:

Aachen - 1860 München

Zumindest ein Aufstiegsplatz wäre für Alemannia Aachen bei einem Sieg gegen die Münchner "Löwen" drin. Nur zwei Punkte trennen die Mannschaft von Jürgen Seeberger derzeit von den Plätzen zwei und drei.

Zudem zeigten die Alemannen mit fünf Spielen in Folge ohne Niederlage zuletzt aufsteigende Form.

Seeberger warnt

Das kann man von den Münchner "Löwen" nach dem 3:3 gegen Wehen, als das Team eine 3:0-Führung verspielte, nicht unbedingt behaupten (Spielbericht).

"Ein 3:0 Zuhause aus der Hand zu geben, tut weh", warnte Seeberger, der Rückschlag mache die Gäste "vielleicht noch gieriger, 1860 bringt als Talentschuppen junge, gute Spieler mit." Sein eigenes Team habe sich allerdings in den vergangenen Wochen stabilisiert.

"Vorne nichts zu suchen"

1860 trennen sechs Punkte von der Aufstiegszone, glaubt man Trainer Marco Kurz, hat seine Mannschaft dort momentan aber ohnehin nichts verloren.

"Wer so ein Spiel aus der Hand gibt, hat dort vorne nichts zu suchen. Da ist eine Qualität erforderlich, die wir heute nicht gezeigt haben", sagte Kurz bei Sport1.de(zum Interview). In Aachen muss er auf den Gelb-gesperrten Sven Bender verzichten.

Positiv stimmen dürfte Kurz zumindest die Tatsache, dass sein Team auswärts antreten darf: In der Fremde holten die Münchner aus den letzten vier Spielen immerhin zehn Punkte.

Ingolstadt - FSV Frankfurt

Konstanz der unangenehmen Art beklagt man bei Aufsteiger FSV Frankfurt. Das Tabellen-Schlusslicht ist seit zehn Spielen sieglos und würde das rettende Ufer bei einer weiteren Pleite endgültig aus dem Blick verlieren (die Tabelle).

Teamchef Tomas Oral flüchtet sich angesichts von fünf Zählern Rückstand auf Platz 15 in Durchhalteparolen: "Wir verlieren nicht die Nerven."

Er muss allerdings vier Akteure ersetzen. Daniel Schumann (Angina), Dennis Hillebrand (Sehnenriss), Radek Spilacek (Grippe) und Angelo Barletta (Gelb-Sperre) stehen gegen Mitaufsteiger Ingolstadt nicht zur Verfügung.

Keine Zeit mehr

Für Ingolstadts Vratislav Lokvenc ist die Hinrunde wegen Problemen mit der Achillessehne beendet, die Rückkehr von Steffen Wohlfarth ist dagegen wahrscheinlich.

Auch Ingolstadts Bilanz der vergangenen Wochen fällt mit null Punkten und keinem Tor aus den letzten drei Partien eher gruselig aus. "Aber irgendwann reißen auch solche Serien wieder", ist sich der Sportliche Leiter Harald Gärtner sicher.

Bei nur drei Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone sollten sie sich nicht allzu viel Zeit damit lassen.

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