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Union Berlin gelang in der Saison 2008/2009 die Rückkehr in die Zweite Liga © imago

In der kommenden Saison spielen in der Zweiten Liga so viele Ex-DDR-Klubs wie seit 2003 nicht mehr. Die Rivalität ist groß.

Berlin - Die Zweite Liga erlebt einen Aufschwung Ost:

Mit Energie Cottbus, Erzgebirge Aue, Union Berlin sowie den beiden Aufsteigern Dynamo Dresden und Hansa Rostock streiten in der neuen Saison fünf Klubs aus der früheren DDR um den Titel des besten Ostteams.

Für Rainer Milkoreit, dem Präsidenten des Nordostdeutschen Fußball-Verbandes (NOFV), gehören Cottbus und Aue zu den ersten Anwärtern aus dem Osten, die für eine vordere Platzierung in Frage kommen.

Milkoreit räumte aber auch Aufsteiger Dynamo Dresden gute Chancen ein. "Sie haben in der letzten Saison nie aufgesteckt. Der Klub hat eine riesige Tradition und Anhängerschaft", sagte Milkoreit und fügte an: "Eigentlich müsste der Verein in der Bundesliga spielen."

"Wollen es machen, auch wenn man sich dafür nichts kaufen kann"

Cottbus Trainer Claus Dieter Wollitz, um den sich weiterhin Gerüchte um einen Abschied zu Eintracht Frankfurt ranken (Bericht: Hübner da - Wollitz im Anflug?), kündigt bereits an, dieses inoffiziellen Titel im Auge zu haben.

"Wir hatten in den vergangenen Jahren meist die Nase vorn. Wir wollen es machen und den internen Vergleich gewinnen, auch wenn man sich dafür nichts kaufen kann", sagte der 45-Jährige.

Der Cottbuser Coach weiß allerdings auch, wie schwer es ist, die Vorherrschaft in den neuen Bundesländern zu erobern.

Aue Ostmeister 2011

Sein Team blieb in der abgelaufenen Saison auf Platz sechs noch einen Rang hinter dem Überraschungsteam von Erzgebirge Aue. "Aue hat eine starke Saison gespielt. Das muss man neidlos anerkennen. Schließlich waren sie sogar Herbstmeister", sagte Wollitz voller Respekt.

[kaltura id="0_5ey8ieqf" class="full_size" title="Party in schwarz gelb"]

Die Dresdener selbst gaben sich nach ihrem Aufstiegscoup am Dienstag beim 3:1-Sieg im zweiten Relegationsspiel gegen den Zweitliga-Vertreter VfL Osnabrück (Bericht) wohltuend kleinlaut.

"Dürfen nicht gleich anfangen zu spinnen"

"Der Klassenerhalt muss das Ziel sein. Wir dürfen nicht gleich wieder anfangen zu spinnen", sagte Aufsichtsratsmitglied Thomas Dathe der "Sächsischen Zeitung" und wies damit alle Ansprüche auf den Osttitel zurück.

Der achtmalige DDR-Meister gab sich beim Feiern im Anschluss an den Sieg in Osnabrück jedoch nicht bescheiden. Nach dem umjubelten Empfang am Mittwoch auf dem Altmarkt mit 20.000 Fans machten die Spieler am Dresdener Puro Beach die Nacht zum Tage. 409436(DIASHOW: So feiert Dresden)

Für den Großteil der Mannschaft ging es am frühen Morgen von der Disko direkt zum Flughafen. Von dort aus flog die Mannschaft nach Mallorca, wo die Party bis Samstag fortgesetzt wird.

Wollitz sieht Dynamo als Bereicherung

"Ein verdienter Aufsteiger", sagte Wollitz über die Dresdener, die seinen Ex-Verein VfL Osnabrück ausgeschaltet hatten. "Sie haben in beiden Spielen einen guten Eindruck hinterlassen", meinte der Cottbuser Coach.

Der Ex-Profi sprach von einer Bereicherung der Liga und wünschte dem Klub, "dass er die Probleme mit den Ausschreitungen in den Griff bekommt".

Bei Union Berlin gratulierte man dem Erzrivalen aus Dresden ebenfalls artig. "Der Aufstieg von Dynamo freut mich. Da haben wir Spiele mit Geschichte und viel Spaß", sagte Unions Präsident Dirk Zingler der "Bild"-Zeitung.

Union-Boss sieht seinen Verein vorne

Mit Blick auf die Vorherrschaft im Osten gab der Union-Boss jedoch eine unmissverständliche Zielsetzung aus. "Ich erwarte, dass Union die beste Rolle in dem Fünfer-Ostvergleich spielt."

Doch auch Hansa Rostock, 2008 noch in der Bundesliga, hat als Aufsteiger große Ambitionen. Zumindest wenn es darum geht, im Kampf der ehemalige DDR-Rivalen die Nase vorne zu haben.

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