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Der Brasilianer Caio spielt seit 2008 bei Eintracht Frankfurt © imago

Beim Trainingsauftakt von Absteiger Frankfurt blamieren sich der Torjäger und der Brasilianer. Veh bittet die Fans um Geduld.

Frankfurt/Main - Theofanis Gekas keuchte, Caio plagten Wadenkrämpfe:

Beim Trainingsauftakt von Bundesliga-Absteiger Eintracht Frankfurt kamen die Spieler mächtig ins Schwitzen.

Der neue Trainer Armin Veh führte im Gegensatz zu seinem Vor-Vorgänger Michael Skibbe den Laktattest wieder ein und brachte damit die Kiebitze einmal mehr zum Schmunzeln.

Denn insbesondere der Brasilianer Caio, den die Eintracht verkaufen möchte, wurde dabei einmal mehr zur Lachnummer.

Wie schon in den Jahren unter Skibbe und zuvor unter Friedhelm Funkel musste Caio die anstrengenden Intervallläufe vorzeitig abbrechen.

Neu war, dass auch dem Griechen Gekas frühzeitig die Puste ausging.

Veh lässt Milde walten

Doch Veh ließ am Pfingstwochenende noch Milde walten. "Wir müssen die Tests erst auswerten, danach kann ich sagen, ob ich zufrieden bin oder nicht", sagte der 50-Jährige.

"Wenn jemand früher aussteigt, heißt das nicht, dass er schlechte Werte haben muss."

Dennoch muss Veh in den vier Wochen bis zum Saisonstart in der 2. Liga noch einige Defizite aufarbeiten. Und er muss gemeinsam mit Manager Bruno Hübner den Kader verstärken.

Der neue Keeper Thomas Kessler und Mittelfeldspieler Matthias Lehmann führten sich in den ersten Einheiten mit dem Deutschen Meister von 1959 schon gut ein, weitere Neuzugänge sollen schon in den kommenden Tagen folgen.

Hoffer und Peszko im Gespräch

Im Gespräch sind FCK-Angreifer Erwin Hoffer, der Kölner Slawomir Peszko, der Mainzer Stefan Bell sowie der kongolesische Abwehrspieler Joel Sami vom französischen Erstligisten AS Nancy.

Nach den Ausschreitungen zum Ende der vergangenen Saison blieben die rund 600 Fans beim Trainingsauftakt im altehrwürdigen Riederwald am Wochenende friedlich.

Viel zu sehen bekamen sie außer den beiden Neuzugängen Kessler und Lehmann allerdings noch nicht. Trainer Veh standen bei der ersten Einheit nur 17 Spieler zur Verfügung.

[kaltura id="0_k7mzqy7v" class="full_size" title="H bner stellt sich vor"]

Sextett fehlt

Der Schweizer Pirmin Schwegler und der Tscheche Martin Fenin haben wegen ihrer Einsätze für ihre Nationalmannschaften noch ein paar Tage Sonderurlaub, Georgios Tzavellas und Sonny Kittel kurieren noch Verletzungen aus.

Zudem stehen die ausgeliehenen Nikola Petkovic und Habib Bellaid erst nach dem 30. Juni wieder im Frankfurter Kader.

Coach bittet um Geduld

Veh bat die Eintracht-Fans nach dem ersten Training zunächst einmal um Geduld (BERICHT: Veh reizt der Aufstieg).

"Es wird für uns am Anfang nicht so einfach durch den frühen Start", sagte Veh, der in Frankfurt einen Einjahresvertrag unterschrieb und mit den Hessen unbedingt direkt wieder in die Bundesliga zurückkehren möchte.

"Wir dürfen nicht zu ungeduldig werden. Unser Ziel ist es, am ersten Spieltag so fit zu sein, dass wir unsere auch Spiele gewinnen."

Gekas soll bleiben, Amanatidis gehen

Deshalb soll auch der letztjährige Top-Torjäger Gekas trotz einer schwachen Rückrunde gehalten werden.

Allerdings kann Gekas noch für eine festgeschriebene Ablösesumme von einer Million Euro gehen, was den Frankfurtern auch noch einige Sorgen bereitet.

"Ich bin mit dem Berater in Gesprächen. Wir haben das ein oder andere Denkmodell", sagte Eintracht-Manager Hübner.

"Wir müssen schauen, welche Angebote für den Spieler auf dem Tisch liegen und ob man ihn dann adäquat ersetzen kann."

Ex-Kapitän Ioannis Amanatidis wird die Eintracht dagegen definitiv verlassen.

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