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Der neue St.-Pauli-Trainer Andre Schubert (M.) gibt seinen Spielern Anweisungen © getty

Der neue Trainer Andre Schubert kündigt offensiven Fußball an, will aber noch nicht vom direkten Wiederaufstieg sprechen.

Hamburg - Mit neuem Trainer und neuem Optimismus, aber auch einer gewissen Unsicherheit ist Bundesliga-Absteiger FC St. Pauli in die kurze Vorbereitung für die neue Saison der Zweiten Liga gestartet.

"Wir wissen jetzt natürlich noch nicht, wie die Liga aussieht", sagte Trainer Andre Schubert auf einer Pressekonferenz am Dienstag.

"Klar ist, dass ein Verein wie Frankfurt fast zum Aufstieg verpflichtet ist. Soweit sind wir noch nicht, aber ich denke, dass wir in der Lage sind, oben mitzuspielen."

Statt eines konkreten Tabellenplatzes gab der Neuzugang vom SC Paderborn eine offensive Spielweise als Saisonziel aus.

"Dazu brauche ich aber noch zwei oder drei Offensivspieler. Die sind nicht so leicht zu bekommen, aber wir arbeiten dran", sagte Schubert.

Ob er dabei auf zusätzliche Einnahmen aus Spielerverkäufen rechnen kann, steht noch nicht fest.

Zambranos Zukunft offen

Hinter der Zukunft von Charles Takyi und Carlos Zambrano steht laut Sportchef Helmut Schulte noch ein Fragezeichen.

Allen voran zur Personalie Zambrano gab sich Trainer Schubert nüchtern.

"Er hat andere Ziele. Das müssen wir akzeptieren. Aber es muss auch eine Nachfrage da sein. Noch ist er bei der Nationalmannschaft und danach muss er sich erstmal wieder bei uns vorstellen", sagte Schubert.

Ein Wechsel des peruanischen Verteidigers zu 1899 Hoffenheim in der vergangenen Woche war überraschend geplatzt.

"Ordentlicher Eindruck" beim Laktattest

Ohne Zambrano, aber mit den bisherigen vier Neuzugängen hatte das Team am Dienstagmorgen in einem Laktattest einen "ordentlichen Eindruck" hinterlassen.

Bisher hat sich St. Pauli mit Torwart Philipp Tschauner von 1860 München und den beiden Abwehrspieler Sebastian Schachten (Borussia Mönchengladbach) und Lasse Sobiech (Borussia Dortmund) sowie Mittelfeldmann Patrick Funk (VfB Stuttgart) vor allem in der Defensive verstärkt.

"Wir haben versucht, das Haus von unten nach oben aufzubauen. Eine gute Verteidigung ist ein gutes Fundament. Nun versuchen wir, in die oberste Etage vorzustoßen", sagte Sportdirektor Helmut Schulte und spielte auf weiter mögliche Verpflichtungen in der Offensive an.

Doch zunächst einmal gilt es, die neuen Spieler in den Kader zu integrieren.

Blickpunkt auf Physis und Taktik

"In der Vorbereitung liegt der Schwerpunkt neben den physischen Aspekten aber vor allem auf der Taktik. Da haben wir nur wenig Zeit", betonte Schubert.

Zudem müsse sich in der Mannschaft eine neue Hierarchie bilden.

"Ich halte telefonische Einzelgespräche vor dem Start der Vorbereitung für wenig sinnvoll. Das muss sich alles ergeben", sagte Schubert.

Das erste Testspiel bestreiten die Kiezkicker am Samstag gegen den Verbandsligisten TV Grundhof.

Am Montag reist das Team ins Trainingslager nach Schneverdingen.

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