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Dieter Eilts wartet noch auf seine ersten Punkte als Trainer in Rostock © imago

Nürnberg will den Aufschwung im Duell der Bundesligaabsteiger fortsetzen. Hansa Rostock wartet weiter auf den Befreiungsschlag.

Von Kristof Reitemeyer

München - Von den Namen her ein Topspiel, ist die Partie zwischen den beiden Bundesligaabsteigern Hansa Rostock und dem 1.FC Nürnberg (ab 20 Uhr ) eher ein Duell der Enttäuschten.

In Rostock steht Trainer Dieter Eilts bereits vor seinem vierten Spiel in der Kritik. Mit dem vermeintlichen Hoffnungsträger ist Ernüchterung an der Ostsee eingekehrt:

Hansa Rostock steckt im Abstiegskampf der Zweiten Liga.

Auch beim 1.FC Nürnberg sieht es alles andere als rosig aus. Der Wiederaufstieg ist unverändert das erklärte Ziel, allerdings laufen die Franken mit Tabellenplatz zehn und lediglich fünf Saisonsiegen den eigenen Ansprüchen weit hinterher.

Für beide Teams steht die Marschroute fest: Nur drei Punkte helfen weiter.

"Denke positiv"

Rostock ist seit sieben Spielen ohne Sieg und sogar seit 284 Spielminuten ohne Tor (Ergebnisse und Tabelle).

Auch der Trainerwechsel brachte nicht die gewünschte Wende. Eilts' Bilanz bei Hansa liest sich verheerend: Drei Spiele, drei Niederlagen und 0:9 Tore.

Vor dem Europameister hat bislang nur Andreas Zachhuber als Trainer in Rostock seine ersten drei Pflichtspiele verloren.

Überraschend optimistisch wirkt da der Ausblick des ehemaligen U-21-Nationaltrainers. "Bange machen gilt nicht. Ich denke positiv", erklärte der Trainer vor dem Spiel. "Wir wollen von Spiel zu Spiel besser werden."

Stammspieler vor Rückkehr

Er will im Training wieder erste "Erfolgserlebnisse schaffen" und den Spielern "positive Erinnerungen" bringen, um ihr Selbstvertrauen aufzubauen.

Hoffnung schöpft man in Rostock aus der überstandenen Verletzungskrise. Mit Gledson, Kai Bülow, und Mario Fillinger kehren gleich drei Stammspieler ins Team zurück.

Weiterhin verzichten müssen die Hanseaten auf den Langzeitverletzten Tobias Rathgeb (Sprunggelenk) und auf Kevin Schindler (Knöchel).

"Wollen Ausgangssituation schaffen"

Die letzte Begegnung der beiden Teams, damals noch in der ersten Liga, gewann der 1. FC Nürnberg mit 2:1. Auch diesmal wollen die Franken zu Hause punkten und damit die Aufholjagd auf die Aufstiegsplätze fortsetzen.

In den jüngsten drei Ligaspielen holte Nürnberg sieben Punkte und erlebt zurzeit einen leichten Aufwind. Auch Trainer Michael Oenning hat den direkten Wiederaufstieg noch nicht aus den Augen verloren.

"Wir wollen uns jetzt mit den beiden Spielen gegen Hansa Rostock und bei 1860 München eine bestmögliche Ausgangsposition für die Rückrunde schaffen", sagt der Grimme-Preisträger. Platz drei sei dann weiter ein realistisches Ziel (Der Spielplan).

Nürnberg kann Anschluss wahren

Bei einem Heimsieg gegen Rostock winkt immerhin Platz sieben in der Tabelle. Und mit 24 Punkten wäre der Anschluss nach oben wäre halbwegs wiederhergestellt.

Trotz der Ausfälle von Kapitän Andreas Wolf (Kreuzbandriss), Alexandar Mitreski (Bandscheibenvorfall) und Matthew Spiranovic (Syndesmosebandriss) hat der Club den Sieg fest im Visier.

Seit sieben Spielen sind die Nürnberger ungeschlagen und wollen ihre Serie weiter ausbauen (Alle Zweitliga-News).

"Wir sind heiß darauf, die drei Punkte zu holen", so Oenning.

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