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Nick Proschwitz kam vor der Saison vom FC Luzern nach Paderborn © imago

Der Neuzugang beschert Paderborn einen Auftakt nach Maß. Rostock verspielt eine Führung. Vollmanns Kniff bleibt wirkungslos.

München/Rostock - Aufsteiger Hansa Rostock hat sich mit einer Niederlage in der Zweiten Liga zurückgemeldet.

Die Mannschaft von Trainer Peter Vollmann verlor am Sonntag mit 1:2 (1:1) gegen den SC Paderborn und verspielte dabei eine Führung (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Zwar erzielte Tino Semmer (19.) vor 19.000 Zuschauern in der DKB-Arena schnell das 1:0 für Hansa, doch Daniel Brückner (21.) und Nick Proschwitz (81.) drehten das Spiel noch zugunsten der Ostwestfalen.

Überaschung durch Vollmann

Nach einem Jahr in der 3. Liga verfehlte Rostock den ersten Zweitligasieg seit dem 23. April 2010, als die Nordlichter beim späteren Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern gewannen.

"Unsere Fehlerquote war einfach zu hoch. Wir haben zu nervös und zu hektisch agiert. Paderborn hat in der Schlussphase eine Chance gehabt und die genutzt. Wir unsere nicht. Wir müssen uns deutlich steigern", sagte Vollmann.

Etwas überraschend setzte er im Hansa-Tor auf Youngster Kevin Müller. Der 20-Jährige erhielt den Vorzug vor dem bisherigen Stammkeeper Jörg Hahnel.

Schmidt mit erfolgreichem Debüt

Neben Müller feierte auch Paderborns Coach Roger Schmidt sein Zweitligadebüt.

Der 44 Jahre alte Coach sah seine Elf in der Anfangsphase zwar durch mehrere Standardsituationen im Vorteil, doch Neuzugang Semmer brachte die Rostocker nach einer Flanke von Tobias Jänicke in Führung.

Die Antwort folgte rasch, als Brückner mit einem satten Schuss aus acht Metern nur zwei Minuten später für den Ausgleich sorgte.

SCP steht gut

Eine gute Defensivleistung des SCP verhinderte bis zur Pause weitere Tormöglichkeiten für Hansa.

Auch der frühere Bundesliga-Torschützenkönig Marek Mintal, der vom 1. FC Nürnberg gekommen war, tauchte bei den nervösen Gastgebern ab und strahlte keine Gefahr aus (35464DIASHOW: Zweitliga-Torschützenkönige).

Paderborn hatte das "Phantom" gut im Griff, verpasste durch Unkonzentriertheiten in der Offensive aber selbst, einen Treffer nachzulegen. So wurde Neuzugang Proschwitz zum Matchwinner.

Kaum Chancen

Nach dem Seitenwechsel wurde die Begegnung durch den schleppenden Spielaufbau und fehlende Dynamik zunehmend unansehnlicher.

Gefährliche Situationen vor dem Tor blieben bis zum Siegtreffer Mangelware. So musste Rostocks Coach ein ernüchterndes Fazit ziehen: "Wir sind in der Realität der zweiten Liga angekommen."

Bester Akteur der Rostocker war neben Semmer Abwehrspieler Robert Müller. In der Paderborner Elf verdienten sich Brückner und Florian Mohr gute Noten.

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