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Sportchef Jens Todt trat beim VfL Bochum die Nachfolge von Thomas Ernst an © imago

Bochums neuer Sportchef Jens Todt spricht über sportliche Ziele, Aufstiegsfavoriten und das Spiel gegen Düsseldorf.

Von Bernd Hiller

München - Die einen werden als Geheimfavorit gehandelt, die anderen sprechen selbstbewusst von der Bundesliga.

Am Montagabend (Hattrick LIVE ab 19 Uhr im TV auf SPORT1 und ab 20 UHR im LIVE-TICKER) stehen sich mit Fortuna Düsseldorf und dem VfL Bochum zwei Mitfavoriten auf den Aufstieg gegenüber.

Für Fortuna-Coach Norbert Meier ist ein Platz unter den ersten Drei allerdings nicht das erklärte Saisonziel.

"Das sind Träume und Wünsche! Die soll man haben. Aber wir sind völlig entspannt, es gibt andere Vereine, die sich eher als wir an die Brust heften, unter die ersten Drei kommen zu müssen. Zum Fußball gehören nun einmal so viele Unwägbarkeiten", sagte der Trainer der Düsseldorfer. (GAMES: Der SPORT1-Tippkönig)

Todt als Ernst-Nachfolger

Anders sieht es bei den Bochumern aus, die nach dem knapp verpassten Aufstieg in der vergangenen Spielzeit unbedingt die Rückkehr ins Oberhaus schaffen wollen.

Während das Gerüst der Mannschaft von Friedhelm Funkel nahezu identisch blieb, gab es in sportlichen Leitung eine nachhaltige Veränderung. (DATENCENTER: Zweiltliga-Spielplan 2011/12)

Ex-Nationalspieler Jens Todt trat die Nachfolge von Thomas Ernst an und ist seit Juni neuer Sportchef beim VfL.

Im Interview mit SPORT1 spricht Todt über die sportlichen Ziele, die Favoritenrolle und das Spiel gegen Düsseldorf.

SPORT1: Wie sieht Ihr persönliches Fazit nach eineinhalb Monaten aus?

Jens Todt: Ich fühle mich hier sehr gut aufgenommen. Vom ersten Tag an lief es ganz wunderbar. Ich fühle mich hier sehr wohl.

SPORT1: Wie fällt das sportliche Fazit aus?

Todt: Wir sind sehr gut durch die Vorbereitung gekommen und hatten eigentlich nur positive Erlebnisse. Die Mannschaft ist stabil, spiel- und laufstark und hält auf dem Platz zusammen. Wir gehen sehr optimistisch in die Saison.

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SPORT1: Was sind Ihre Ziele mit dem VfL?

Todt: Kurzfristig ist ganz klar der Aufstieg das Ziel. Insgesamt wollen wir wieder frecher werden und mittelfristig die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dauerhaft Erstligist zu bleiben.

SPORT1: Wird es noch Veränderungen im Kader geben?

Todt: Wir planen nichts Großes mehr. Da wir mit 30 Spielern bereits über einen relativ großen Kader verfügen, ist es aber möglich, dass es noch in beide Richtungen Veränderungen gibt.

SPORT1: Wie ist die Form der Mannschaft zum Liga-Auftakt?

Todt: Wir hatten zwar eine sehr kurze Pause, aber die Mannschaft ist physisch in einem richtig guten Zustand. Sie wirkt eingespielt. Der beschriebene Zusammenhalt in der Mannschaft ist, über die ganze Saison gesehen, ein ganz wichtiges Element, um unser Ziel zu erreichen.

SPORT1: Wie wichtig ist der Start?

Todt: Für die Stimmung ist er wichtig. Wir wollen die positive Grundstimmung der letzten Saisonspiele mitnehmen. Da ist es natürlich hilfreich, zu Beginn zu Punkten. Auf der anderen Seite werden in den ersten drei Saisonspielen auch nur neun Punkte vergeben.

SPORT1: Wo sehen Sie den VfL?

Todt: Eintracht Frankfurt ist klarer Favorit, das hat man am Freitag auch gesehen. Wir gehören zu dem Verfolgerfeld, das aus fünf Teams besteht. Wir sehen uns aber nicht als Favorit.

SPORT1: Ist das Spiel gegen Düsseldorf schon eine richtungweisende Partie?

Todt: Wir würden das nicht so hoch hängen. Es ist wichtig, um in die Saison kommen - für die Stimmung und für das Gefühl. Richtungweisend ist das erste Saisonspiel allerdings nicht.

SPORT1: Was erwarten Sie von der Partie in Düsseldorf?

Todt: Es ist ein ganz wunderbarer Auftakt für uns. Wir freuen uns, dass wir gleich so einen starken Gegner haben. Wir erwarten eine tolle Stimmung und zwei gut eingespielte Mannschaften auf Augenhöhe.

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