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Bleibt es ruhig? Die Dresdner Fans freuen sich auf ein heißes Duell gegen Hansa Rostock © getty

Am Sonntag gibt es mit dem Duell Dresden gegen Rostock ein Spiel mit Krawall-Potenzial. Die Angst vor Ausschreitungen ist groß.

München - Die Polizei hat personell aufgestockt, der DFB schickt seine Ermittler: Der Spielplan beschert der Zweiten Liga am Wochenende gleich mal ein Spiel mit erhöhtem Krawall-Potenzial.

Vor dem Duell zwischen Dynamo Dresden und Hansa Rostock (So., ab 15.15 Uhr im LIVE-TICKER) haben sich die Verantwortlichen auf Ausschreitungen eingestellt (DATENCENTER: Zweiltliga-Spielplan 2011/12).

Die Partie wurde vom DFB als Risikospiel eingestuft, bei dem entsprechende Maßnahmen umgesetzt werden. Der DFB schickt einen Ermittler, der die Entwicklung vor Ort bewertet.

"Die Vereine haben ihre Hausaufgaben gemacht"

Anschließend erhalten die Vereine eine Beurteilung. Im Vorfeld wurden Gespräche mit den Klubs über mögliche Gefahrenherde geführt. Bislang sei die Zusammenarbeit gut. "Die Vereine haben ihre Hausaufgaben gemacht", sagte DFB-Sicherheitschef Helmut Spahn.

In Dresden ist die Polizei vor Dynamos Heimspiel-Premiere, die mit knapp 29.000 Zuschauern ausverkauft sein wird, gewarnt. Beim letzten Aufeinandertreffen der Klubs in der 3. Liga im vergangenen Oktober geriet die Lage kurz außer Kontrolle.

Ein Bus und ein PKW der rivalisierenden Fanlager stießen aus unerklärten Gründen zusammen. Insgesamt gab es 19 Festnahmen.

Die Rivalität beider Anhänger-Gruppen hat Tradition.

Die Rivalität beider Anhänger-Gruppen hat Tradition. "Wir sind vorbereitet", sagte ein Sprecher der Polizei in Dresden. Die Beamten gingen gründlich vor.

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In 40 Fällen wurden sogenannte Gefährderansprachen vorgenommen. Dabei wurden Fans, die in der Vergangenheit polizeilich aufgefallen waren, im persönlichen Gespräch vorsorglich gewarnt.

Dresdner Stadion beschädigt

Trotzdem kam es bereits in der Nacht vor dem Spiel zu Beschädigungen am Dresdner Stadion. Unbekannte bewarfen den Schriftzug des Namenssponsors mit Teerbeuteln und zerstörten Fensterscheiben an der Fassade.

Stadionmanager Hans-Jörg Otto sprach von einem "erheblichen Sachschaden."

Anreise ohne Ticket sinnlos

Mehrere hundert Beamte sind rund ums Spiel im Einsatz, aus Rostock wurde Verstärkung angefordert. "Wir raten von einer Anreise ohne Ticketnachweis für das Spiel ab."

Schon bei Vorkontrollen werden wir Gästefans ohne gültigen Ticketnachweis nicht ins nähere Stadionumfeld lassen", sagte Dresdens Polizeidirektor Bernd Pätzold.

Insgeheim besteht bei allen Beteiligten die Hoffnungen, dass es ähnlich zugeht wie am ersten Spieltag. Zum Auftakt hatte es mit der Partie Energie Cottbus gegen Dynamo Dresden (2:1) ebenfalls ein Risikospiel gegeben, doch es blieb ruhig.

"Wir wünschen uns, dass die gesamte Saison so verläuft wie der erste Spieltag", sagte Reiner Wendt, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei.

SPORT1 hat die Fakten zu den Sonntagsspielen:

Dynamo Dresden - Hansa Rostock:

Dynamo hat von 28 Heimspielen gegen Rostock 17 gewonnen (sieben Unentschieden, vier Niederlagen).

Hansa konnte zuletzt von sechs Zweitliga-Begegnungen nur eine gewinnen. (In der Regionalliga: 2:2 und 0:1)

Alemannia Aachen - Eintracht Braunschweig:

Aachen hat von bislang 21 Pflicht-Duellen gegen Braunschweig elf gewonnen (zwei Unentschieden, acht Niederlagen).

Die seit acht Pflichtspielen unbesiegten Braunschweiger sind nach dem 3:1-Auftakterfolg gegen München der erste Tabellenführer der Saison.

SC Paderborn 07 - Fortuna Düsseldorf:

Paderborn feierte mit dem 2:1-Sieg in Rostock seinen ersten Zweitliga-Auftaktsieg in der Vereinsgeschichte.

Düsseldorf ist bereits seit acht Zweitliga-Partien ungeschlagen. (3:0 und 0:0)

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