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Der Mainzer Bance (l., mit Pappas) ist seit mehr als 600 Minuten ohne Tor © getty

Der "Karnevalsverein" wird in Oberhausen kurz vor Schluss ausgekontert. Freiburg kann nun im Montagsspiel vorbeiziehen.

Oberhausen - Rot-Weiß Oberhausen hat dem FSV Mainz 05 den Gewinn der Herbstmeisterschaft in der Zweiten Liga vorerst vermasselt.

Der Spitzenreiter, der zuvor viermal in Folge auswärts gewonnen hatte, unterlag zum Abschluss der Hinrunde 1:2 (1:1) beim Aufsteiger.

Die Mainzer können am Montag vom SC Freiburg, der beim 1. FC Kaiserslautern antreten muss, überholt werden.

Tim Kruse (23.) brachte RWO in Führung, Srdjan Baljak (45.) erzielte zunächst den Ausgleich. Julian Lüttmann (85.) markierte das Siegtor für die Kleeblätter.

Andersen angefressen

"Wir schlagen uns selbst und machen einige Fehler von Woche zu Woche", erklärte der enttäuschte Mainzer Coach Andersen: "So wie wir beim 1:2 in den Konter gelaufenen sind, das will ich künftig nicht mehr sehen. Das habe ich der Mannschaft auch in der Kabine gesagt"

Mehr Grund zur Freude hatte sein einstiger Assistent zu gemeinsamen RWO-Zeiten. "Das war ein wichtiger Sieg, denn einige konnten nicht mehr viel laufen", sagte Jürgen Luginger.

2:1-Schütze Lüttmann sprach von einem "verdienten goldenen Abschluss eines sensationellen Jahres".

Mainz mit schwachem Start

Vor 6294 Zuschauern im Niederrheinstadion zeigten die Mainzer in der ersten Hälfte eine schwache Leistung. Während die Platzherren engagiert auftraten, agierten die Rheinhessen behäbig.

Neben dem Freistoß-Treffer von Kruse, bei dem FSV-Torwart Dimo Wache eine unglückliche Figur machte, hatten die Oberhausener weitere gute Möglichkeiten. Angreifer Mike Terranova vergab allerdings die beiden besten Chancen (21., 30.).

Baljak mit sechstem Saisontor

Die Gastgeber wurden für ihren fahrlässigen Umgang mit den Möglichkeiten durch den mehr als schmeichelhaften Ausgleich der Mainzer Sekunden vor dem Ende des ersten Durchgangs bestraft.

Der Serbe Baljak traf zum sechsten Mal in dieser Saison für den FSV, dessen Trainer Jörn Andersen in der Spielzeit 2003/04 Oberhausen betreute.

Nach dem Seitenwechsel konnten sich die Gäste erheblich steigern.

Mainz bekommt klares Tor nicht

Felix Borja (50.), Markus Feulner (56.) und Aristide Bance (57.) konnten die sich bietenden Chancen aber nicht nutzen.

In der 65. Minute erzielte der FSV zwar einen Treffer, doch Schiedsrichter Robert Kempter erkannte das "Wembley-Tor" des Belgiers Peter van der Heyden nicht an, obwohl der Ball von der Latte hinter die Torlinie gesprungen war.

Der Unparteiische bekam den Frust von Andersen zu spüren. "Der Ball war klar hinter der Linie, das habe ich aus 50 Metern gesehen", sagte er: "Aber die Schiedsrichter machen gegen uns unheimlich große Fehler."

Im Anschluss vergaben die Mainzer noch zahlreiche gute Möglichkeiten.

Beste Spieler auf Seiten der Oberhausener waren Kruse und Benjamin Reichert. Bei den Gästen konnten vor allem Borja und Bance überzeugen.

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