vergrößernverkleinern
Rostocker Co-Produktion zum Dresdner Ausgleich: Wiemann (l.) und Torwart Müller (r.) © imago

Dresden und Rostock trennen sich im Duell der ehemaligen DDR-Meister unentschieden. Ein Dynamo-Spieler vergibt zwei Großchancen.

Dresden - Den Fehlstart gerade noch einmal abgewendet, doch das Warten auf den ersten Sieg in der 2. Liga seit Mai 2006 geht für Aufsteiger Dynamo Dresden weiter:

Im Risikospiel gegen Mit-Aufsteiger Hansa Rostock kam Dynamo dank eines Eigentores von Hansa-Schlussmann Kevin Müller zu einem gerechten 1:1 (0:0) (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Im Duell der früheren DDR-Meister hatte Rostocks Björn Ziegenbein die Gäste mit einem direkt verwandelten Freistoß aus 18 Metern in Führung gebracht (54.).

Trainer ärgern sich über Fehler

"Wir sind durch klare Fehler in Rückstand geraten. Glücklicherweise haben wir das Füßchen des Gegners gebraucht", sagte Dresdens Trainer Ralf Loose. "Wir mussten viel Energie aufwenden um zurückzukommen, jetzt müssen wir schnell aus unseren Fehlern lernen", betonte der ehemalige Nationaltrainer Liechtensteins.

"Wir können mit dem Unentschieden leben. Ich ärgere mich aber, weil wir hätten gewinnen können, wenn wir unsere Chancen besser genutzt hätten", sagte Rostocks Coach Peter Vollmann.

"Es ärgert mich zwar für Hansa, aber trotzdem muss man die Fairness haben zu sagen, dass der Ausgleich verdient war", ergänzte Vollmann: "Beide Mannschaften haben eine riesen Moral gezeigt und nie aufgegeben."

Bengalos im Hansa-Block

Das vom DFB als Risikospiel eingestufte Aufeinandertreffen der beiden Auftaktverlierer begann mit dem Zünden von Böllern und dem Abfeuern von Rauchbomben im Gästeblock. Danach blieb es aber ruhig auf den Rängen, auf dem Rasen ging es hingegen zur Sache.

In einer intensiven und ausgeglichenen Partie war Dresden in der ersten Halbzeit wesentlich gefährlicher als die Gäste aus Rostock, nutzte aber beste Chancen nicht.

Heller lässt Großchancen aus

Allein Dynamo-Mittelfeldspieler Marcel Heller vergab vor der Pause mehrmals die mögliche Führung für die Hausherren.

In der 12. Minute tanzte der 25-Jährige zunächst Hansa-Schlussmann Müller aus, scheiterte aber aus fünf Metern an Innenverteidiger Pavel Kostal.

Elf Minuten später vergab Heller dann gleich eine Doppelchance, als er den Ball erst an Pfosten setzte und den Nachschuss dann kläglich am leeren Tor vorbeischob.

"Wenn wir in Führung gegangen wären, hätten wir wohl gewonnen", meinte Heller. "Ich war bei meiner Doppelchance überrascht, weil ich dachte, der erst Ball würde reingehen. Ich bin von mir selbst enttäuscht."

Mintal vergibt

Rostocks beste Chance im ersten Durchgang vergab Ex-Bundesliga-Torschützenkönig Marek Mintal.

Der ehemalige Nürnberger vernaschte Romain Bregerie im Strafraum mit einem gefühlvollen Lupfer, den Volley des Slowaken wehrte aber Dynamo-Schlussmann Dennis Eilhoff mit dem Fuß ab (33.).

Eilhoff sieht alt aus

Nach der Pause blieb die Partie vor 29.189 Zuschauern in Dresden hitzig und umkämpft. Beim Freistoß-Treffer von Ziegenbein, der den Ball ins Torwart-Eck setzte, machte Eilhoff keine gute Figur (35464DIASHOW: Zweitliga-Torschützenkönige).

Nach dem Treffer provozierte der Torschütze die Hausherren, Bregerie schubste Ziegenbein, über den Schiedsrichter Felix Zwayer stolperte.

Billard-Treffer durch Billard-Tor

Für das Gerangel sahen sowohl Bregerie als auch Ziegenbein Gelb. Das Unentschieden rettete Dresdens Pavel Fort mit einem Billard-Tor.

Nach dem Schuss des Dynamo-Stürmers sprang der Ball von Rostocks Michael Wiemann an Müllers Bein und von da ins Tor.

"Durch so ein Gegentor den Ausgleich zu kassieren, ist schon sehr, sehr ärgerlich", sagte Müller: "Wir haben in der zweiten Halbzeit ein gutes Spiel gemacht."

Zum Forum - jetzt mitdiskutierenZurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel