In seiner Kolumne sieht SPORT1-Kommentator Fabian Greve Absteiger St. Pauli im Aufwind - dank "bollossaler" Leistung.

Unter seinem neuen Dirigenten Andre Schubert hat der FC St. Pauli zum Zweitligauftakt für fröhliche Töne gesorgt und nach Spielende "Bollonäse" getanzt!

Endlich mal wieder muss ich sagen. Nur ein einziger Punkt aus den letzten zwölf Bundesligaspielen - katastrophal und zurecht mit dem Erstliga-Abstieg bestraft.

Jetzt gegen Ingolstadt hat sich das Kiez-Orchester wieder harmonisch präsentiert - Dur statt Moll - dank Fabian Boll.

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Der defensive Mittelfeldspieler ragte besonders heraus aus dem Ensemble. Sonst eher für das Grobe zuständig und bekannt, streichelte er den Ball wie Vivaldi seine Violine.

Wie einst Zinedine Zidane wickelte der Polizist von der Hamburger Wache 17 den Ball per Freistoß zum 1:0 um die gegnerische Mauer herum - chapeau, commissaire!

Wenig später schlenzte er den Ball dann auch noch technisch hochwertig von der Strafraumkante zum 2:0 in den Winkel. Sein ersts Doppelpack - einfach "bollossal".

Dass das Publikum im Anschluss bei jedem Freistoß, jeder Ecke und jedem Einwurf "Boll, Boll, Boll" skandierte ließ mich schmunzeln - dem Gefeierten war es nach der Partie eher unangenehm - erste Geige zu spielen ist nicht sein Ding.

Den Schlussakkord lieferte sein Trainer mit der Behauptung dass Boll den Ball nicht gewollt, sondern nur aus Verzweiflung aufs Tor geschossen hätte.

Auch solche Gags zeigen, dass das Stimmungsbarometer bei St. Pauli nach dem sang- und klanglosen Abstieg wieder steigt.

Gute Laune passt zu diesem Verein einfach auch besser als Tristesse.

Ich bin gespannt auf den nächsten Auftritt des Kunstschützen Fabian Boll am Montag um 20.15 Uhr (LIVE im TV auf SPORT1) im Spitzenspiel bei Eintracht Frankfurt.

Natürlich live auf SPORT1 - auch da ist garantiert Musik drin!

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