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Erwin Hoffer (hinten) kam vor der Saison vom 1. FC Kaiserslautern nach Frankfurt © getty

Nach dem 1:1 Absteiger-Duell kritisiert Frankfurts Trainer seine Abwehr. St. Paulis Coach hadert mit dem Schiedsrichter.

Frankfurt/Main - Zwei Spiele, vier Punkte: Während der FC St. Pauli mit dieser positiven Bilanz sehr gut leben kann, schrillen beim selbst ernannten Zweitliga-Titelfavoriten Eintracht Frankfurt wegen der löchrigen Defensive bereits die Alarmglocken.

"So kann es nicht weitergehen. Solange wir keinen neuen Innenverteidiger verpflichtet haben, werden wir Probleme haben. Es muss in dieser Woche etwas passieren", sagte Veh nach dem 1:1 (0:1) zwischen den Hessen und den Hamburgern im Spitzenspiel am Montagabend (Spielbericht).

Dass auch die Eintracht nach zwei Spieltagen bereits vier Zähler aufweist, ist nach den Spielverläufen bei der SpVgg Greuther Fürth (3:2) und gegen St. Pauli allerdings alleine Alexander Meier zu verdanken. (35464DIASHOW: Zweitliga-Torschützenkönige).

Abwehr wie ein Hühnerhaufen

Der torgefährliche Mittelfeldspieler drehte die Begegnung in Fürth nach einem 0:2-Rückstand mit zwei Treffern, auch gegen St. Pauli schoss er die Frankfurter mit seinem Tor (78.) nach der Führung von Fin Bartels (38.) zurück in die Partie. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Während die Offensive zumindest ansatzweise Zweitliga-Niveau verspricht, präsentiert sich die Abwehr derzeit noch wie ein Hühnerhaufen.

"Insgesamt sehr ernüchternd"

Doch das ist aufgrund des personellen Aderlasses auch kein Wunder. Die Abgänge Maik Franz (Hertha BSC Berlin), Patrick Ochs, Marco Russ (beide VfL Wolfsburg) und Chris (ohne Verein) wurden bislang nur durch die Neuzugänge Stefan Bell und Gordon Schildenfeld ersetzt.

Während Bell für Veh offenbar noch keine Alternative darstellt, steht Schildenfeld auf dem Platz noch neben sich.

"Das war insgesamt sehr ernüchternd", betonte auch Frankfurts Vorstandsboss Heribert Bruchhagen.

Veh bleibt geduldig

Das will Trainer Veh dem äußerst steif wirkenden Ein-Millionen-Euro-Zugang vom österreichischen Meister Sturm Graz aber noch nicht anlasten.

"Er ist jetzt zwei Wochen bei uns. Eine Woche hat er sich mit Marco Russ eingespielt, der ist aber schon wieder weg. Gegen St. Pauli hatte er Ricardo Clark, der sicher kein Innenverteidiger ist, an seiner Seite. Da kann man nicht erwarten, dass die Abstimmung schon greift", sagte Veh.

Allerdings sah Veh nicht nur Probleme in der Abwehr, auch die Mittelfeldspieler Pirmin Schwegler und Matthias Lehmann blieben weit unter Form.

Caio gibt Rätsel auf

Ein Rätsel bleibt auch weiterhin Caio.

Der Brasilianer kam unter den ehemaligen Eintracht-Trainern Friedhelm Funkel, Michael Skibbe und Christoph Daum nie über die Rolle des Ersatzspielers hinaus, unter Veh zeigte sich der offensive Mittelfeldspieler zuletzt aber formverbessert.

Gegen St. Pauli war Caio jedoch ein Totalausfall. "Ich habe schon nach 20 Minuten darüber nachgedacht, ihn auszuwechseln. Er hatte keine Bindung zum Spiel", sagte Veh.

Schubert unzufrieden

Trotz des Punktgewinns bei der Eintracht war auch St. Paulis Trainer Andre Schubert nicht zufrieden mit dem Ergebnis.

Schließlich hatte bis zum 1:1 wenig darauf hingedeutet, dass die Gäste die Führung nicht über die Zeit bringen könnten.

Doch dann verletzte sich Deniz Naki am Oberschenkel. Naki wurde außerhalb des Platzes behandelt, Schubert wollte vor einem eigenen Abschlag wechseln.

"Das war nicht gut vom Schiedsrichter"

Doch Referee Thorsten Kinhöfer ermahnte Keeper Philipp Tschauner gestenreich und unter Androhung einer Gelben Karte, den Abschlag schnell auszuführen. St. Pauli musste daraufhin in Unterzahl den Ausgleich hinnehmen.

"Das war nicht gut vom Schiedsrichter. Ich habe keine Erklärung dafür, warum wir unseren Wechsel nicht ausführen durften", sagte Schubert.

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