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Angreifer Marius Ebbers geht seit 2008 für den FC St. Pauli auf Torejagd © imago

Für das Spiel gegen Aachen fordert der Pauli-Torjäger Wiedergutmachung. Sich selbst sieht Ebbers in "einer eigenen Liga".

Von Hardy Heuer

München - Die Pokalpleite in Trier (Bericht) ist vergessen.

Nun steht am 3. Spieltag für den FC St. Pauli gegen Alemannia Aachen (ab 17.45 Uhr im LIVE-TICKER) Wiedergutmachung an.

"Wir haben in Trier ein Spiel hingelegt, das nicht gerade positiv war. Das wollen wir vor heimischem Publikum vergessen machen", erklärte Stürmer Marius Ebbers, der auf seinen ehemaligen Klub trifft, bei SPORT1.

Für den 33-Jährigen wird es eine besondere Partie, schließlich spielte er drei Jahre in Aachen und stieg 2006 mit dem Klub sogar in die Bundesliga auf.

"Die Mannschaft ist heiß"

Ebbers gilt als Aufstiegs-Experte, da er nicht nur mit Aachen, sondern auch mit dem 1. FC Köln (2005) und St. Pauli (2010) ins Oberhaus aufstieg.

Allerdings hielt es ihn da nicht lange, denn jedes Mal stieg er sofort wieder ab. "Für mich müsste man vielleicht eine eigene Liga erfinden, die anderthalbte", scherzte Ebbers.

Nun peilt er mit St. Pauli den direkten Wiederaufstieg an. Nach vier Punkten aus den ersten beiden Spielen steht der Kiez-Klub mit Platz drei gut da. Zudem trifft Ebbers gegen Aachen nach Belieben. Im Trikot des FC St. Pauli traf er vier Mal in vier Spielen gegen die Alemannia.

"Die Mannschaft ist heiß. Sie will an die Leistungen der ersten beiden Ligaspiele anknüpfen", meinte Teamkollege Florian Bruns gegenüber SPORT1.

Hyballa fordert Punkte

Die Hamburger gehen ohnehin als klarer Favorit in die Partie. Aachen steht nach zwei Auftaktpleiten auf dem letzten Tabellenplatz (GAMES: Der SPORT1-Tippkönig).

"Es wurmt uns einfach nur. Das Team will nicht nach drei Spieltagen auf dem letzten Tabellenplatz stehen, nicht nach fünf Spieltagen und auch nicht nach acht Spieltagen. Klar ist, dass wir jetzt punkten sollten. Wir brauchen einfach ein Erfolgserlebnis", forderte Aachen-Trainer Peter Hyballa.

Einen Vorteil gegenüber St. Pauli will Hyballa, der mit Aachen saisonübergreifend seit fünf Partien sieglos ist, bereits ausgemacht haben:

"Bei St. Pauli fällt auf, dass sie einen sehr frischen Fußball spielen. Sie stehen sehr breit und hoch auf dem Feld. Für uns ist das alles andere als schlecht, denn dadurch werden wir mit Sicherheit die Räume erhalten, die wir benötigen. Wir müssen sie dieses Mal einfach nur nutzen."

[kaltura id="0_twukn73k" class="full_size" title="Ebbers ist hei auf Ex Klub"]

Davor warnt auch Pauli-Trainer Andre Schubert: "Entscheidend ist, dass Aachen zwei von drei Partien gut gespielt, lediglich die vorhandenen Chancen nicht verwertet hat."

Diesmal kann St. Pauli auf große Unterstützung zählen. Nach der Stadionsperre am ersten Spieltag darf der Kiez-Klub wieder am Millerntor auflaufen.

"Vor dem tollen Publikum mit fast 25.000 Zuschauern wird das Team von der ersten Minute an brennen. Es wird auf jeden Fall laut und das besondere Flair des Millerntor-Stadions zu spüren sein", freut sich Schubert.

SPORT1 hat die Fakten zum dritten Spieltag (DATENCENTER: Zweiltliga-Spielplan 2011/12):

Fortuna Düsseldorf - FC Ingolstadt

Düsseldorf ist bereits seit zehn Pflichtspielen ungeschlagen (sieben Siege, drei Unentschieden). Die Fortunen haben ihre letzten fünf Heimspiele gewonnen, vier davon zu null. Ingolstadt wartet bereits seit sechs Zweitliga-Partien auf einen Dreier. (In der Vorsaison: 3:1 und 0:3)

Union Berlin - SC Paderborn

(beide ab 17.45 Uhr im LIVE-TICKER)

Union ist seit vier Pflichtspielen sieglos. Von bislang acht Duellen mit Paderborn konnten die Berliner nur zwei gewinnen. Paderborn ist in dieser Spielzeit noch ungeschlagen (inklusive Pokal/zwei Siege, ein Unentschieden). (0:2 und 0:2)

Greuther Fürth - Dynamo Dresden

Fürth hat nur eines seiner letzten drei Heimspiele gewonnen. Dresden, das beim 4:3 im Pokal gegen Leverkusen seinen ersten Saisonerfolg feierte, gewann

von den bislang vier Pflichtspielen gegen Fürth nur eines (ein Unentschieden, zwei Niederlagen).

Energie Cottbus - 1860 München

(beide Sa., ab 12.45 Uhr im LIVE-TICKER)

Cottbus, das beim 0:3 bei Holstein Kiel überraschend aus dem Pokal ausschied, hat seine letzten drei Zweitliga-Spiele gewonnen, kassierte aber in jedem seiner letzten zwölf Partien (inklusive Pokal) mindestens ein Gegentor. 1860 München hat vier seiner letzten fünf Auswärtsspiele verloren. (0:0 und 0:4)

Erzgebirge Aue - Karlsruher SC

Aue ist als einziges Team der Liga nach zwei Spieltagen noch ohne Gegentor. Der KSC, der auswärts seit sechs Spielen sieglos ist (zwei Unentschieden, vier Niederlagen), konnte noch nie in Aue gewinnen (drei Unentschieden, zwei Niederlagen). (1:1 und 1:1)

FSV Frankfurt - MSV Duisburg

Frankfurt wartet seit sechs Spielen auf einen Sieg. Von bislang neun Duellen mit Duisburg konnten die Frankfurter nur drei gewinnen (zwei Unentschieden, vier Niederlagen). Nach zuvor vier Pflichtspiel-Niederlagen in Serie feierte der MSV zuletzt im Pokal einen 2:0-Erfolg in Babelsberg. (0:4 und 3:1)

Eintracht Braunschweig - Eintracht Frankfurt

(alle So., ab 15.15 Uhr im LIVE-TICKER)

Der seit neun Liga-Auftritten ungeschlagene Aufsteiger aus Braunschweig startete mit zwei Siegen in die Saison. Die in dieser Spielzeit noch unbesiegten Frankfurter konnten von bislang 46 Duellen mit Braunschweig nur 17 gewinnen (10 Unentschieden, 19 Niederlagen).

Hansa Rostock - VfL Bochum

(Mo., ab 19.45 LIVE im TV auf SPORT1 und ab 20 Uhr im LIVE-TICKER)

Rostock ist in dieser Saison noch sieglos. Von den 23 Duellen gegen Bochum konnten die Hanseaten elf gewinnen (fünf Unentschieden, sieben Niederlagen). Die Bochumer verloren von ihren jüngsten sieben Pflichtspielen nur eines (fünf Siege, ein Unentschieden).

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