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Angreifer Kevin Volland (r.) brachte die "Löwen" gegen Cottbus mit 2:0 in Führung © getty

1860 ist Gastgeber Cottbus in allen Belangen überlegen. Der Sieg ist auch in der Höhe verdient. Energie schwächt sich früh.

Cottbus - Eine Woche nach der Pokalblamage bei Regionalligist Holstein Kiel hat Energie Cottbus in der Zweiten Liga die nächste bittere Pleite hinnehmen müssen.

Das Team von Trainer Claus-Dieter Wollitz kassierte vor eigenem Publikum eine 0:5 (0:4)-Niederlage gegen 1860 München und verpasste dadurch den möglichen Sprung an die Tabellenspitze. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Die Löwen feierten unterdessen ihren zweiten Saisonsieg und verbesserten sich zunächst auf Rang fünf.

Stefan Aigner (1.), Kevin Volland (23.) und Daniel Halfar (31.) stellten schon im einseitigen ersten Durchgang frühzeitig die Weichen auf Sieg für die in allen Belangen stärkeren Gäste. (35464DIASHOW: Zweitliga-Torschützenkönige)

Eigentor von Hünemeier

1860 agierte bereits ab der 7. Minute in Überzahl.

Nach einer Notbremse gegen den starken Benjamin Lauth zeigte Schiedsrichter Markus Schmidt aus Stuttgart Konstantin Engel völlig zu Recht die Rote Karte.

Das Eigentor von Uwe Hünemeier in der 40. Minute zum 0:4 war bezeichnend für die desolate Vorstellung der Lausitzer. Nach der Pause legte Lauth (72.) noch einmal nach.

"Es war eine perfekte Woche. Ich bin rundum glücklich. Wir haben ein ganz wichtiges Spiel gewonnen. Und wie!", freute sich der Matchwinner, der neben seinem Tor noch drei Treffer vorbereitete.

Wollitz widerspricht Lepsch

Energie-Präsident Ulrich Lepsch machte zur Pause bei "Sky" fern von jeglicher Selbstkritik unverständlicherweise Referee Schmidt für den katastrophalen Auftritt seiner Mannschaft verantwortlich: "Das ist halt Markus Schmidt. Wir müssen einen Antrag stellen, dass er uns nicht mehr pfeift."

Sein Trainer Wollitz widersprach nach der höchsten Heimpleite der Cottbuser im Profifußball zum Glück seinem Chef: "Die Rote Karte war völlig korrekt. Und auch mit 10 Spielern kann man anders auftreten, das war sehr enttäuschend von uns."

Wollitz bemängelte zudem die mangelnde Selbstkritik seiner Profis.

Lauth überragend

Vor 11.220 Zuschauern feierte Ivica Banovic sein Debüt im Energie-Trikot.

Der zuletzt an den Ligarivalen MSV Duisburg ausgeliehene Mittelfeldspieler war unter der Woche vom SC Freiburg verpflichtet worden, konnte das Debakel aber nicht verhindern.

Zwar war Cottbus nach dem Seitenwechsel etwas besser, München konnte die drei Punkte aber insgesamt problemlos über die Zeit bringen.

Lediglich Dimitar Rangelow zeigte bei den Gastgebern Normalform. Bei den Münchnern überragten Aigner und Lauth.

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