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Frankfurt hat genau wie Düsseldorf in dieser Saison noch nicht verloren © dpa Picture Alliance

Frankfurt kämpft vor ausverkauftem Haus mit Düsseldorf um die Tabellenführung, und gegen den Heim-Komplex. Fortuna hofft auf Meier.

Frankfurt/Main - Ein Hauch von Erstklassigkeit wird am Montag durch die WM-Arena im Frankfurter Stadtwald wehen.

93 Tage nach dem vierten Abstieg aus der Bundesliga darf Eintracht Frankfurt im Spitzenduell gegen Fortuna Düsseldorf (ab 19.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und ab 20 Uhr im LIVE-TICKER) wieder ein wenig die Luft der großen weiten Fußball-Welt atmen.

"Es ist angerichtet", sagte Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner voller Vorfreude auf das Duell um die Tabellenspitze im Unterhaus.

Knapp 45.000 Zuschauer werden zu dem Flutlichtduell der punktgleichen Traditionsklubs (beide 7 Zähler) erwartet. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Meier hat Respekt

In die Favoritenrolle will aber so recht keines der bis dato ungeschlagenen Teams schlüpfen.

Die Eintracht verweist auf ihren nicht zu leugnenden Heim-Komplex - und die Fortuna verkauft sich trotz des guten Starts mit zwei Siegen und einem Unentschieden als Underdog.

"Frankfurt", sagt Düsseldorfs Trainer Norbert Meier, "ist eine Erstligatruppe. Die hatten schon zu Saisonbeginn die richtigen Kaliber vor der Brust. Aber sie haben die Punkte."

"Das Maß aller Dinge"

Besonders der formidable Auftritt der Hessen am vergangenen Sonntag beim starken Aufsteiger Eintracht Braunschweig (3:0) hat Meier nachhaltig beeindruckt.

Zusammen mit dem VfL Bochum, dem FC St. Pauli und der SpVgg Greuter Fürth sind die Frankfurter in den Augen von Meier nicht nur der Topfavorit auf den Aufstieg, sondern auch "das Maß aller Dinge" in der Liga.

Die Eintracht allerdings kämpft mit einer Heimschwäche - und macht daraus keinen Hehl.

Frankfurter Heim-Komplex

"In diesem Stadion werden wir an viele negative Einflüsse erinnert. Das spielt im Unterbewusstsein eine Rolle", verriet Kapitän Pirmin Schwegler.

Der Schweizer, dessen Einsatz wegen einer Entzündung im Rücken fraglich ist, hat dagegen nur ein Patentrezept: "Das kriegen wir nur mit Siegen wieder weg."

Der letzte Erfolg der Hessen vor eigenem Publikum liegt knapp fünf Monate zurück.

Veh: "Der Gewinner wird sich festsetzen"

Am 19. März 2011 gewann der deutsche Meister von 1959 mit 2:1 gegen St. Pauli - es war für Frankfurt der einzige Rückrunden-Heimsieg der abgelaufenen Bundesliga-Runde.

Trainer Armin Veh möchte die Bedeutung der Partie aufgrund der noch jungen Saison nicht überbewerten.

"Ich habe mit dem Begriff Spitzenspiel zu diesem Zeitpunkt so meine Schwierigkeiten. Aber fest steht auch, dass der Gewinner sich für eine ganze Zeit oben festsetzen wird", erklärte der 50-jährige Veh, der sich mit einer eigenwilligen Marotte in Frankfurt bereits Gehör verschafft hat.

Vehs neue Marotte

Der gebürtige Augsburger pfeift beim Training durch die Zähne. Am Anfang dachten seine Spieler, dass da einer im nahen Stadtwald seinen Hund beim Gassigehen zurechtweisen würde.

Mittlerweile wissen die Profis, wie der Hase läuft. Wenn Veh beim Übungsspielchen pfeift, "bedeutet es Stopp oder Scheiße", erklärte Mittelfeldspieler Matthias Lehmann.

Pfeift Veh im Spiel, wird aber wohl keiner seiner Akteure plötzlich stehen bleiben.

Düsseldorf hofft auf seinen Torjäger

Falls Schwegler ausfallen sollte, würde voraussichtlich Sebastian Rode auf die Sechserposition rücken.

Der zuletzt als Vorbereiter glänzende "Joker" Karim Matmour könnte dann die Position von Rode im rechten Mittelfeld übernehmen.

Die Gastgeber setzten auf ihren "neuen" Torjäger Alexander Meier. Dieser hat in drei Spielen bereits fünf Treffer erzielt.

Die Fortuna bangt noch um den Einsatz von Keeper Michael Ratajczak, der wegen einer Viruserkrankung bis Ende der vergangenen Woche krank geschrieben war.

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