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Düsseldorfs Adam Bodzek (l.) im Duell mit dem Frankfurter Sebastian Rode © dpa

Im Topspiel gegen Düsseldorf nutzt Frankfurt früh einen Ratajczak-Bock. Doch nach einem Tor von Beister hält Fortunas Keeper das Remis fest.

Frankfurt - Eintracht Frankfurt und Fortuna Düsseldorf haben im Topspiel der Zweiten Liga den Sprung an die Tabellenspitze verpasst.

Die beiden Traditionsklubs trennten sich vor 42.000 Zuschauern in einer packenden Partie 1:1 (1:0) und liegen mit je acht Punkten zwei Zähler hinter Tabellenführer St. Pauli (10).

"Das Unentschieden geht in Ordnung", sagte Eintracht-Trainer Armin Veh bei SPORT1. Ansonsten war Veh aber gar nicht zufrieden: "Wir hatten einen starken Gegner, aber uns hat die gewohnte Ballsicherheit gefehlt."

Vehs Gegenüber Norbert Meier konnte der Punkteteilung mehr abgewinnen: "Ich bin zufrieden, dass die Mannschaft gut dagegen gehalten hat. Sie hat nicht nur gekämpft, sondern phasenweise auch spielerisch überzeugt."

Sebastian Jung brachte die Eintracht bereits in der dritten Minute in Führung, Maximilian Beister erzielte nach der Pause (54.) den Ausgleich.

"So ein Tor ist mir selten gelungen, umso größer ist die Freude. Leider hat es nicht zum Sieg gereicht. Wir haben gut angefangen, dann aber den Faden verloren", sagte Jung.

"Das 1:1 geht für uns in Ordnung. Wir wollten was mitnehmen", sagte Beister.

Damit bleiben beide Teams ungeschlagen, Düsseldorf muss jedoch weiter auf den ersten Auswärtserfolg seit dem 9. April (2:1 in Oberhausen) warten. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Jung trifft per Kopf

Vor der erstligareifen Kulisse gelang der Eintracht ein Start nach Maß. Nach nicht einmal 180 Sekunden köpfte Jung die Führung, Fortuna-Schlussmann Michael Ratajczak hatte zuvor einen Flatterball von Benjamin Köhler nicht festhalten können.

Die Gäste, die wegen Verkehrsproblemen erst kurz vor Anpfiff im Stadion angekommen waren, verschliefen den Auftakt völlig und kassierten durch Theofanis Gekas (11.) beinahe einen weiteren Gegentreffer.

Eintracht zunächst besser

Frankfurt zeigte sich in einer temporeichen Begegnung zunächst als die abgeklärtere und zielstrebigere Mannschaft.

Auch nach der Führung war das Team von Trainer Armin Veh aktiver, leistete sich aber auch Unachtsamkeiten in der Abwehr. Sascha Rösler (19.) und

Andreas Lambertz (33.) konnten die Lücken allerdings nicht nutzen.

Beister macht den Ausgleich

Nach dem Seitenwechsel drängten die Gäste auf den Ausgleich und wurden in der 54. Minute belohnt: Nach Vorarbeit von Adam Bodzek traf Beister aus 16 Metern halbrechts ins Tor.

Glück hatten die Gastgeber, als der schwache Schiedsrichter Robert Hartmann der Fortuna wenig später einen klaren Elfmeter nach einem Foul vor Gordon Schildenfeld an Bodzek verweigerte (58.).

"Das war ein klarer Elfmeter", ärgerte sich Norbert Meier.

Auch auf der Gegenseite übersah er einen Ellbogenschlag von Assani Lukimya-Mulongoti im Strafraum gegen den eingewechselten Erwin Hoffer.

Veh kritisiert den Schiedsrichter hart

Die letzte große Chance des Spiels hatte Gekas, der mit einem 14-Meter-Schuss in der 84. Minute am glänzend reagierenden Ratajczak scheiterte.

Kurz vor Schluss sah Frankfurts Torjäger Alexander Meier noch die Gelb-Rote Karte (89.).

Das brachte Veh endgültig auf die Palme.

"Ich bin mit allem nicht zufrieden, was der Schiedsrichter gemacht hat", schimpfte Veh: "Das war nie im Leben eine Gelb-Rote Karte. Auch bei der Gelben Karte war es kein Foul. Der Schiedsrichter hat Alex Meier von Anfang an auf dem Kieker gehabt."

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