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"Bamba" Anderson (r.) wechselte von Borussia Mönchengladbach zu Eintracht Fankfurt © getty

Zweitligist Frankfurt kann daheim offenbar nicht mehr gewinnen. Im Spitzenspiel spielte der Absteiger gegen Düsseldorf nur 1:1.

Frankfurt/Main - Die Eintracht kämpft auch in der Zweiten Liga mit ihrem Heimkomplex, die Fortuna hat auswärts einfach kein Glück.

Das packende 1:1 (Bericht) zwischen den Aufstiegsaspiranten Eintracht Frankfurt und Fortuna Düsseldorf stellte im Nachhinein nur die Zuschauer zufrieden.

"Wir sind alle ein bisschen enttäuscht", sagte Frankfurts Vorstandsboss Heribert Bruchhagen, der vor dem Spiel eigentlich den Sprung an die Tabellenspitze ins Visier genommen hatte.

Doch in der heimischen WM-Arena kann der deutsche Meister von 1959 offenbar nicht mehr gewinnen.

Saisonübergreifend wartet der Klub seit fünf Heimspielen auf einen Dreier.

"Ich weiß nicht, warum wir aufhören Fußball zu spielen. Ich hätte mir gewünscht, dass wir unser Spiel besser durchkriegen, aber es ist für uns offenbar nicht so einfach", sagte ein sichtlich genervter Eintracht-Coach Armin Veh nach der Partie.

Noch zu Beginn lief das Spiel für die Hessen ganz nach Plan. Schon nach drei Minuten hatte U-21-Nationalspieler Sebastian Jung die Frankfurter nach einem Patzer von Fortuna-Keeper Michael Ratajczak in Führung gebracht.

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Gekas vergibt Riesenchance

Als dann sieben Minuten später Theofanis Gekas nur knapp am Düsseldorfer Schlussmann scheiterte, schien der Sieg der Eintracht schon greifbar. Doch je länger die Partie lief, desto stärker wurden die Gäste - die Frankfurter verlegten sich dagegen auf das reine Verwalten des Ergebnisses.

Dabei verbreiten die Gäste aus Düsseldorf, entgegen ihren souveränen Auftritten in der heimischen Arena, auswärts wenig Schrecken. Seit dem 9. April (2:1 in Oberhausen) warten die Rot-Weißen weiter auf einen Erfolg in der Fremde.

Auch im Lager der Gäste war man mit der Punkteteilung nicht zufrieden.

Veh: "War mehr drin"

"Vor dem Spiel wären wir mit einem Punkt zufrieden gewesen. Nach der Partie muss ich sagen: Es war eindeutig mehr drin. In der zweiten Halbzeit haben wir der Eintracht das Fürchten beigebracht", sagte Fortunas Geschäftsführer Sport Wolf Werner.

In dieser Drangphase fiel dann auch der verdiente Ausgleichstreffer, als Maximilian Beister ein tolles Zuspiel von Adam Bodzek zum verdienten 1:1 (54.) verwerten konnte.

Da der Fortuna dann noch ein klarer Foulelfmeter gegen Thomas Bröker verweigert wurde, wäre ein Sieg der Gäste nicht unverdient gewesen.

Doch mit einem starken Schlussphase verdiente sich die Eintracht das Remis, dass beide Mannschaften in Kontakt zum Spitzenreiter FC St. Pauli hält. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Hochspannung für die Fans

So waren am Ende nur die 42.000 Zuschauer wirklich zufrieden. Zwar wurde weder der Frankfurter Heimkomplex noch die Düsseldorfer Auswärtsschwäche besiegt, doch den Fans wurde eine hochspannende Partie geboten.

"Wir haben ein gutklassiges, sehr umkämpftes Spiel gesehen. Es gab viele Großchancen auf beiden Seiten und viele umkämpfte Szenen, auch einige strittige Situationen", sagte Fortuna-Trainer Norbert Meier.

Heimkomplex gegen Auswärtsschwäche führte zumindest am Montagabend zu einem großen Spektakel.

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