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Martin Männel kam 2007 aus Cottbus zum FC Erzgebirge Aue © getty

Der Torhüter sichert den Erzgebirglern mit seinem gehaltenen Strafstoß das Unentscheiden beim starken Aufsteiger in Braunschweig.

Braunschweig - Aufsteiger Eintracht Braunschweig behält in der Zweiten Liga Kontakt zu den Spitzenteams.

Gegen Erzgebirge Aue mussten sich die Niedersachsen allerdings mit einem 1:1 (1:1) zufrieden geben. Mit zehn Punkten schob sich der deutsche Meister von 1967 auf Platz vier nach vorne. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Bei den Gästen wurde Keeper Martin Männel zum Helden des Tages, der in der Schlussviertelstunde einen schwach geschossenen Elfmeter von Braunschweigs Stütrmer Dominick Kumbela parierte.

Kruppke trifft erneut

Dennis Kruppke (7.) brachte die Eintracht vor 19.400 Zuschauern in der aggressiv geführten Begegnung per Kopf nach Freistoßvorlage von Nico Zimmermann in Führung. Für Kruppke war es Saisontreffer Nummer drei.

Jan Hochscheidt (32.) erzielte den Ausgleich, hatte allerdings Glück, dass sein Schuss unhaltbar abgefälscht wurde. Es war erst Aues zweiter Saisontreffer.

"War ein Superspiel"

In der 75. Minute schlug die große Stunde von Männel. Vorausgegangen war eine Attacke von Oliver Schröder an Mirko Boland im Strafraum.

"Wir hätten gerne zwei Punkte mehr gehabt. Aber vor dem Tor hat es ein wenig gehakt", kommentierte Kapitän Kruppke.

Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht ergänzte: "Für meine junge Mannschaft war das ein Superspiel. Da müssen wir auch mal mit einem Unentschieden zufrieden sein."

Aue findet Rhythmus

Aue hatte große Probleme, ins Spiel zu finden. Die Offensivaktionen wurden überhastet vorgetragen, sodass die Braunschweiger Abwehr kaum einmal in Verlegenheit gebracht wurde.

Die Gastgeber überbrückten dagegen schnell das Mittelfeld und sorgten mit druckvollem Angriffsspiel für einige Verwirrung. Der FC Erzgebirge brauchte eine ganze Weile, um sich auf die Spielweise des Aufsteigers einzustellen.

Kumbela hat Pech

Etwas überraschend kam Aue zum Ausgleich. Kumbela hatte danach Pech mit einem Kopfball an den Pfosten (39.).

Allerdings verloren die Norddeutschen nach dem 1:1 etwas ihre spielerische Linie. (35464DIASHOW: Zweitliga-Torschützenkönige)

"Die Zuschauer haben heute ein hitziges und emotionales Spiel mit vielen bissigen Zweikämpfen auf beiden Seiten gesehen. Wichtig war, dass wir nach dem 0:1 stabil geblieben sind und nicht in einen der kreuzgefährlichen Konter gelaufen sind. In der zweiten Halbzeit haben wir zu viele Bälle verloren. Martin Männel hat den Punkt festgehalten", lobte Aues Coach Rico Schmitt.

Erzgebirge nach der Pause besser

In der zweiten Halbzeit spielte Aue etwas mutiger und konnte auch in der Offensive verstärkt Akzente setzen. Eintracht-Torwart Daniel Davari musste zweimal eingreifen (51./53.).

Schiedsrichter Christian Bandurski (Oberhausen) verweigerte den Braunschweigern einen klaren Foulelfmeter (56.), nachdem Thomas Paulus Kumbela attackiert hatte.

Die Bestnoten verdienten sich aufseiten der Gastgeber Kruppke und Kumbela. Bei Aue gefielen vor allem Rene Klingbeil und Männel.

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