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Olivier Occean kam zur neuen Saison von Kickers Offenbach zur SpVgg Greuther Fürth © imago

Vorm Duell in Bochum würdigt Olivier Occean seinen Trainer - und nennt bei SPORT1 Gründe für Fürths Höhenflug.

Von Matthias Becker

München - Fünf Spiele, vier Siege - die Spielvereinigung Fürth ist glänzend in die Saison gestartet, grüßt von Rang zwei, nur einen Punkt hinter Spitzenreiter FC St. Pauli. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Der Höhenflug, bei dem zuletzt ein 3:0 (1:0)-Sieg über den FC Ingolstadt heraussprang (Bericht), ist auch verknüpft mit dem Namen Olivier Occean: Der Neuzugang von Kickers Offenbach glänzte bereits mehrfach als Vollstrecker und Vorbereiter.

Auch zuletzt gegen die Schanzer. "Ich laufe sehr viel und möchte immer den Ball haben", nennt der 29-Jährige im Interview mit SPORT1 sein recht simples klingendes Erfolgsgeheimnis.

Occean spricht zudem über Aufstiegsambitionen, Ablösesummen - und wie es ist, von einem international spielenden Klub in Norwegen in die Dritte Liga hierzulande zu wechseln.

"Ich bin ein Teamplayer"

SPORT1: Herr Occean, mit vier Treffern und zwei Vorlagen an den ersten fünf Spieltagen sind Sie stark in die Saison gestartet ? warum klappt es bei Fürth von Beginn an so gut für Sie?

Olivier Occean: Die gesamte Mannschaft hat bisher gut gespielt. Wir haben ein starkes Team und die taktischen Vorgaben des Trainers sind für die Mannschaft und auch für mich natürlich von Vorteil.

SPORT1: In Fürth lobt man Ihren Spielstil. Vom fehlenden Puzzleteil im Kader ist die Rede. Wie würden Sie selbst ihren Stil beschreiben? Was macht Sie so wertvoll?

Occean: Ich bin ein Teamplayer. Ich versuche immer, die für mich beste Position auf dem Feld zu finden und meine Mitspieler zu unterstützen. Ich laufe sehr viel und möchte immer den Ball haben.

SPORT1: Fürth verpflichtet normalerweise eher ablösefreie Spieler, für Sie hat man dagegen 200.000 Euro an Offenbach überwiesen. Eine besondere Auszeichnung oder ein besonderer Druck?

Occean: Wenn ich etwas jünger wäre, wäre das vielleicht ein Druck für mich. Aber die 200.000 Euro interessieren mich nicht. Ich denke nur an das nächste Spiel und was ich auf dem Platz machen werde.

SPORT1: Die SpVgg hat insgesamt einen blendenden Saisonstart erwischt. Warum klappt es mit dem ersehnten Aufstieg in dieser Saison?

Occean: Weil wir alle das gleiche Ziel vor Augen haben und jeden Tag motiviert trainieren. (35464DIASHOW: Zweitliga-Torschützenkönige).

SPORT1: Wie gefällt Ihnen die Zusammenarbeit mit Trainer Mike Büskens?

Occean: Mike Büskens ist ein guter Mensch und ein guter Trainer. Diese Kombination macht ihn aus, und es macht Spaß, mit so jemandem zusammenzuarbeiten.

SPORT1: Am Freitag geht es gegen den VfL Bochum (Fr., ab 17.45 Uhr im LIVE-TICKER). Eigentlich wurde der VfL als Mitkonkurrent gehandelt, schwächelt jetzt aber. Was für ein Spiel erwarten sie in Bochum?

Occean: Das wird ein hartes Spiel. Sie werden uns sicher attackieren, aber sie werden auch nervös sein. Wir müssen dort mit Selbstvertrauen auftreten und unser Spiel durchziehen.

SPORT1: Sie haben in Norwegen mit Lilleström bereits den Cup-Wettbewerb gewonnen und international gespielt. Warum haben Sie sich 2010 dennoch entschieden, in die Dritte Liga zu den Offenbacher Kickers zu wechseln?

Occean: Ich hatte in meinem letzten Jahr in Norwegen einige Angebote aus dem Ausland, unter anderem aus Asien und den USA. Aber ich wollte gerne in Europa bleiben, und Offenbach hat mir ein gutes Angebot gemacht.

SPORT1: Gibt Ihnen der "Aufstieg" nach Fürth ? zu einem Spitzenklub der Zweiten Liga ? Recht, dass es der richtige Schritt war, nach Deutschland zu wechseln?

Occean: Absolut, die Zweite Bundesliga ist eine etablierte Liga in Europa, und für mich ist es ein weiterer Schritt nach vorne.

SPORT1: In Ihrer Heimat Kanada ist Eishockey Volkssport Nummer eins. Haben Sie sich auf dem Eis eigentlich mal probiert ? oder war die Entscheidung für den Fußball immer klar?

Occean: Nein, ich habe schon immer Fußball gespielt. Früher habe ich als Hobby zusätzlich auch noch viel Basketball gespielt.

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