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Der Bosnier Branimir Bajic spielt seit 2010 beim MSV Duisburg in der Abwehr © getty

Ein Hammertor durch Bajic bringt den MSV gegen Dresden auf die Siegerstraße und beendet eine Negativserie. Dresden fehlt der Mut.

Duisburg - Der MSV Duisburg hat im sechsten Anlauf den erlösenden ersten Saisonsieg in der Zweiten Bundesliga gefeiert.

Die Zebras setzten sich gegen Aufsteiger Dynamo Dresden 3:0 (1:0) durch (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Branimir Bajic (44.) und Emil Jula (79.) sicherten den Erfolg, durch den sich der langjährige Bundesligist ins untere Tabellenmittelfeld vorarbeitete.

Zudem traf Cheikh Gueye (90.) ins eigene Netz. Dresden bleibt dagegen mit vier Punkten und einem Zähler Rückstand auf den MSV nur knapp vor den Abstiegsplätzen.

Sasic erleichtert

"Die Jungs hatten auch in den vergangenen Spielen alles versucht. Heute war es jedoch spielerisch und kämpferisch eine sehr gute Leistung", sagte MSV-Trainer Milan Sasic, sichtlich erleichtert.

Der frühere Duisburger Filip Trojan ärgerte sich dagegen über die erneute Auswärtspleite: "Zur Halbzeit muss es 1:0 für uns stehen. Das ist beschissen!"

Trojan mit zwei Chancen

Vor 12.657 Zuschauern erwischten die Gastgeber den besseren Start und hatten nach zehn Minuten die erste Möglichkeit: Der frühere Kölner Bundesligaspieler Daniel Brosinski verpasste die Führung nur um Zentimeter.

In der Folge war jedoch die Verunsicherung in Reihen der Duisburger deutlich zu spüren. Filip Trojan hatte gleich zweimal die Chance, Dresden gegen seinen Ex-Klub in Führung zu bringen; zuerst scheiterte er an MSV-Torwart Florian Fromlowitz (29.), dann an der Latte (38.).

Hammer von Bajic

Als Duisburg das Spiel vollends aus den Händen zu gleiten schien, offenbarte Dynamo wieder einmal seine Schwäche bei Standardsituationen. Bajic nutzte den Freiraum nach einer Ecke und traf mit einem sehenswerten Volleyschuss zum 1:0 (35464DIASHOW: Zweitliga-Torschützenkönige).

Nach dem Seitenwechsel erwischte Dresden zunächst den besseren Start. Der frühere Duisburger Florian Heller hatte nach einem Stellungsfehler in der Abwehr den Ausgleich auf dem Fuß, verzog jedoch freistehend (48.).

Pechvogel Gueye

Waleri Domowtschiski hatte nur vier Minuten später die große Möglichkeit, auf 2:0 zu erhöhen, scheiterte jedoch freistehend. Neuzugang Jula machte nach Flanke des emsigen Brosinski dann alles klar, ehe der sonst sichere Gueye das Eigentor erzielte.

Herausragende Akteure beim MSV waren Jürgen Gjasula und Bajic, bei Dresden überzeugten der quirlige Trojan und Gueye.

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