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Keeper Lukas Kruse (l.) spielte von 2001 bis 2008 beim SCP und kehrte 2010 zurück © dpa Picture Alliance

Trotz zahlreicher Chancen und Einbahnstraßen-Fußball gelingt der Eintracht gegen Paderborn kein Tor. Die Heimfluch bleibt bestehen.

Frankfurt - Rückschlag für Bundesliga-Absteiger Eintracht Frankfurt:

Das Team von Trainer Armin Veh kam am sechsten Spieltag der Zweiten Bundesliga gegen den SC Paderborn trotz drückender Überlegenheit nicht über ein enttäuschendes 0:0 hinaus und wartet damit bereits seit dem 19. März (2:1 gegen St. Pauli) auf einen Heimsieg (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Die weiter ungeschlagenen Hessen liegen mit zwölf Punkten derzeit nur auf dem fünften Tabellenplatz.

Veh kritisiert Rasen

Für Frankfurts Trainer Armin Veh war nicht nur die mangelnde Verwertung der Chancen, sondern vor allem auch der schlechte Platz verantwortlich für den erneut verpassten Heimsieg.

"Wir haben hier ein WM-Stadion, aber der Rasen ist Kreisklasse", sagte Veh.

Der Coach will nach dem dritten Unentschieden im eigenen Stadion noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv werden: "Wir brauchen noch einen langen Stürmer. Wir sind in der Offensive einfach nicht kopfballstark genug."

Fahrlässige Chancenverwertung

Vor 34.200 Zuschauern in der Frankfurter Commerzbank-Arena waren die Gastgeber eine Woche nach dem 4:0-Derby-Erfolg gegen den FSV bereits im ersten Abschnitt die deutlich aktivere Elf, die Chancen wurden aber fahrlässig vergeben.

Zunächst verzog Torjäger Theofanis Gekas nach Doppelpass mit Alexander Meier freistehend aus halbrechter Position (12.).

Drei Minuten später flankte Benjamin Köhler auf Sebastian Rode, doch den Volleyschuss aus kurzer Distanz parierte Paderborns Schlussmann Lukas Kruse mit Bravour. Wiederum nur eine Minute später scheiterte Meier an Kruse 35464(DIASHOW: Zweitliga-Torschützenkönige).

"Das wird ein langer und steiniger Weg zum Aufstieg", sagte Meier.

"Hatte ein gutes Gefühl"

Die aufopferungsvoll kämpfenden Ostwestfalen verspürten über weite Strecken der Partie überhaupt keinen Drang nach vorne, die Frankfurter erspielten sich derweil auch im zweiten Durchgang zahlreiche Möglichkeiten.

"Wir haben gleich gut angefangen und die Flügel weitgehend dicht gehalten. Deshalb hatte ich relativ schnell ein gutes Gefühl", meinte Paderborns Coach Roger Schmidt.

Köhler und Meier scheitern

Zunächst scheiterten Köhler (51.) und Meier (52.), dann verpasste Constant Djakpa per Freistoß (66.) und Gekas per Kopf (67.) die Führung. Auf der anderen Seite klärte Oka Nikolov in höchster Not einen Schuss von Nick Proschwitz (64.).

"Wir sind zufrieden mit dem Ergebnis, auch wenn wir nicht viele Chancen hatten", freute sich Proschwitz über den Punktgewinn.

Beste Spieler bei der Eintracht waren der in den wenigen Szenen hellwache Nikolov und Mittelfeldspieler Köhler. Beim SC Paderborn gefielen Schlussmann Kruse und Markus Krösche.

"Ich glaube, dass wir am Anfang viel Respekt hatten. Mit der Zeit haben wir für mehr Entlastung gesorgt und verdient einen Punkt mitgenommen", so der zufriedene Verteidiger der Gäste.

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