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Uwe Hünemeier (r.) absolvierte einst fünf Bundesligaspiele für Borussia Dortmund © getty

Cottbus will mit einem Sieg im Erzgebirge auf Rang zwei springen. Die Energie-Filiale in Sachsen hat noch eine Rechnung offen.

Von Eric Böhm

München - Derbys im Osten der Republik garantieren fast immer hitzige Duelle und eine außergewöhnliche Atmosphäre.

Der Abschluss des 6. Spieltages zwischen Erzgebirge Aue und Energie Cottbus (Mo., ab 20 Uhr im LIVE-TICKER und LIVE im TV auf SPORT1) wird da wohl kaum eine Ausnahme machen.

Denn die mit Spannung erwartete Partie im Lößnitztal findet nicht nur unter Flutlicht statt, sondern lässt auch leidenschaft- lichen Einsatz erwarten.

"Ein Ostderby ist immer gut. Cottbus ist Favorit. Wir müssen Kampf und Einsatzwille in die Waagschale werfen", gibt Aues Innenverteidiger Thomas Paulus die Richtung vor (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Wollitz warnt vor Überheblichkeit

Während die Sachsen auf ihren zweiten Sieg hoffen, könnte Energie mit einem Sieg nach Punkten zu Spitzenreiter Greuther Fürth aufschließen.

Trainer Claus-Dieter Wollitz warnt sein Team jedoch eindringlich davor jetzt abzuheben: "Wer nach fünf Spieltagen nicht begriffen hat worum und wie es geht, dem ist auch nicht mehr zu helfen."

Zu frisch ist die Erinnerung an die deftige 0:5-Heimklatsche gegen 1860 München. Die zwei folgenden 2:0-Erfolge haben den Lausitzern jedoch Stabilität und Selbstvertrauen zurückgegeben.

Aue als Lieblingsgegner

Auch Aue kassierte zuletzt eine Abreibung von den "Löwen". Im heimischen Erzgebirgsstadion präsentieren sich die "Veilchen" aber regelmäßig völlig anders.

Das weiß auch Wollitz, der gehörigen Respekt hat: "Aue hat eine eingespielte Mannschaft, ist kompakt und laufstark."

Für den impulsiven Coach sind die Erzgebirgler so etwas wie ein Lieblingsgegner. Er gewann all seine vier Aufeinandertreffen als Trainer mit einem Torverhältnis von 11:2.

"Haben eine Rechnung offen"

In der letzten Saison behielt Cottbus mit 6:0 und 2:1 klar die Oberhand.

Bei dem Auswärtserfolg der Cottbuser im Frühjahr sorgte nicht nur das Spiel für eine explosive Stimmung - wegen des massiven Einsatzes von Rauchbomben durch die Gäste-Fans stand die Partie vor dem Abbruch.

Die Auer sind sich in jedem Fall bewusst, dass sie sportlich etwas gutzumachen haben.

"Wir haben mit Cottbus aus dem letzten Jahr noch eine Rechnung offen. Die Hütte wird voll sein, etwas Schöneres kann es gar nicht geben", betont Paulus. (GAMES: Der SPORT1-Tippkönig)

Nach dem respektablen Unentschieden in Braunschweig (Bericht) wollen die Gastgeber nachlegen und ihre erschreckende Offensiv-Bilanz ausbauen - bisher gelang nur ein einziger Treffer vor heimischer Kulisse.

Drei Ex-Cottbuser in Aue

Für den langjährigen Cottbuser Martin Männel ist es ein besonderes Spiel. Trotzdem will der Elfmeter-Held der letzten Woche die positive Entwicklung fortsetzen.

"Wir wollen dreifach punkten. Da ist der Gegner egal. Wir müssen an das Braunschweig-Spiel anknüpfen und Gas geben", fordert der Torhüter.

Männel ist einer von drei ehemaligen Lausitzern im Kader. Jan Hochscheidt und Marc Hensel wechselten 2008 gemeinsam mit ihm nach Aue.

Kern kehrt zurück

Beide Teams können auf die erfolgreiche Startformation des letzten Spieltages zurückgreifen. Energie muss jedoch auf Alexander Ludwig verzichten. Der Ex-Löwe blieb wegen einer Grippe in Cottbus.

Die leicht angeschlagenen Ivica Banovic, Thorsten Kirschbaum und Dennis Sörensen sind ebenso fit wie Torjäger Dimitar Rangelov.

Die Gastgeber können auf den genesenen Enrico Kern (Sprunggelenk) zurückgreifen. Ob der Stürmer von Beginn an aufläuft ist aber fraglich.

"Wir sind uns selbst schuldig, den Bock umzustoßen. Vier Spiele ohne Sieg sind eine lange Zeit. Es ist auch gegen einen so starken Gegner eine machbare Aufgabe", stimmt Aues Trainer Rico Schmitt seine Mannschaft entsprechend ein.

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