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Beim letzten Duell gab es keinen Sieger zwischen Lautern und Mainz © imago

Der Wintertitel interessiert weder Lauterns Sasic noch Freiburgs Dutt. Bei Sport1.de erklären die Trainer ihre Ziele für das Finale.

Von Michael Schulz

München - Der Aufeinandertreffen vom 1. FC Kaiserslautern und dem SC Freiburg am Montag (ab 20 Uhr LIVE) im Fritz-Walter-Stadion ist mehr als der Abschluss der Hinrunde in der Zweiten Liga.

Für beide Mannschaften geht es noch um die Herbstmeisterschaft, weil Spitzenreiter FSV Mainz (31 Punkte) mit einer 1:2-Niederlage am Sonntag beim Aufsteiger RW Oberhausen eine Vorentscheidung verpasste.

"Die Liga ist ausgeglichen und es ist nicht das erste Mal, das Oberhausen gegen eine routinierte Mannschaft gewonnen hat", sagte Robin Dutt im Gespräch mit Sport1.de:

"Wir hatten auch Schwierigkeiten gegen Oberhausen, haben aber 2:1 gewonnen."

Der Freiburger Coach schaute sich die Partie gemeinsam mit seinem Kader an, anschließend ging es mit dem Mannschaftsbus nach Kaiserslautern.

Lautern ohne Schadenfreude

Die Lauterer Spieler hingegen waren zumeist noch daheim, denn erst am Sonntagabend bat Milan Sasic zur letzten Einheit vor dem Hinrundenfinale.

Auch der FCK-Trainer zeigte bei Sport1.de keine Schadenfreude für den Mainzer Ausrutscher.

"Wir haben auch 1:2 in Oberhausen verloren, das ist keine Überraschung", erklärte der Kroate: "Es ist alles drin in dieser Liga."

Dutt ist Sieg wichtiger

Mit einem Sieg können beide Klubs nun noch an der Mannschaft von Coach Jörn Andersen vorbeiziehen. Während den Gästen aus dem Breisgau (30 Zähler) ein 1:0 reicht, müssen die "Roten Teufel" (28) mit 4:0 gewinnen, um als Tabellenführer in die Winterpause zu gehen.

"Der Titel würde uns gar nichts bedeuten", sagte Dutt: "Es ist wichtiger in Kaiserslautern drei Punkte zu holen, weil zählt, was am Saisonende auf dem Konto ist."

Negative Bilanz gegen Freiburg

Auch für Sasic ist die Herbstmeisterschaft "bedeutungslos". "Aus meiner Sicht, ist es viel wichtiger, dass wir nach der Hinrunde 31 Punkte haben", erklärte er: "Wir wollen unsere Fans im letzten Heimspiel mit einer guten Leistung zufrieden nach Hause schicken."

Sein Team ist seit 12 Spielen (10 Siege) auf dem Betzenberg unbesiegt, aber in der Zweiten Liga haben die Lauterer noch nie gegen Freiburg gewonnen. Das 0:0 in der vergangenen Saison war der erste FCK-Zähler nach drei Niederlagen.

"Das war ein gutes Spiel und wir können die negative Bilanz gegen die Freiburger ändern, indem wir diesmal gewinnen", erklärte Salic. Sein Rezept: "Wir dürfen sie nicht ins Spiel kommen lassen, sondern müssen unsere eigene Linie finden, sonst bekommen wir große Probleme."

Dutt sieht Parallelen

Diese möchte sein Gegenüber Dutt ihm natürlich mit seiner Mannschaft bereiten. "Für jeden Trainer ist Motivation wichtig und dazu gehört die Statistik, denn manchmal liegt es an Kleinigkeiten, die ein Spiel entscheiden", erklärte der Freiburger Trainer.

Unterschätzen wird der 40-Jährige, der bis auf erkrankten Ali Günes aus dem Vollen schöpfen kann, den derzeitigen Vierten aber nicht.

"Auf dem Betzenberg herrscht eine emotionale Atmosphäre", sagte Dutt: "Da müssen wir dagegenhalten, aber nicht unsere spielerische Linie verlieren."

Er zieht sogar Parallelen zu Lautern: "Beide Teams spielen mit viel Einsatzwillen und Leidenschaft, haben die jüngsten Mannschaften in der Liga."

Vertikale statt diagonale Anspiele

Der zehn Jahre ältere Sasic kämpft noch um den angeschlagenen Kapitän Axel Bellinghausen ("Die Chancen stehen aber schlecht"), wird aber im Wesentlichen der Elf aus dem 0:0 in Duisburg vertrauen.

Er lobt beim "Aufstiegsfavoriten das Kurzpass-Spiel und den offensiven Kombinationsfußball mit wenigen Ballkontakten".

Sasic sieht aber zu Dutts Analyse einen Unterschied zwischen den Kontrahenten: "Ich lege viel mehr Wert auf die direkten Pässe in die Spitze, das heißt vertikale statt diagonale Anspiele."

Nach vorne soll es auch am Montagabend gehen - auf den 1. Platz.

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