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Leonardo Bittencour hat bei Energie Cottbus noch einen Vertrag bis 2014 © getty

Mit Top-Leistungen hat der 17-Jährige die Spitzenteams auf sich aufmerksam gemacht. Doch vorerst will er bei Energie bleiben.

Cottbus/Aue - Sein Trainer nennt ihn ein Cottbuser "Jahrhundert-Talent", die Spitzenvereine der Bundesliga jagen ihn - doch Leonardo Bittencourt bleibt bodenständig.

Der 17 Jahre alte Mittelfeldspieler will seinen bis 2014 gültigen Vertrag beim Zweitligisten Energie Cottbus erfüllen.

Den Verlockungen des Oberhauses ist der U-18-Nationalspieler noch nicht erlegen.

"Warum soll ich wechseln? Ich fühle mich in Cottbus wohl", sagte der gebürtige Leipziger nach dem 0:0 bei Erzgebirge Aue am Montagabend. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Sowohl Meister Borussia Dortmund als auch Rekordmeister Bayern München und Bayer Leverkusen haben sich schon nach dem Deutsch-Brasilianer erkundigt, wie Trainer Claus-Dieter Wollitz bestätigte.

Für Energie "ein Jahrhundert-Talent"

"Man liest und sieht natürlich gern, was so über mich berichtet wird", sagte Bittencourt, der aus der Startformation der Lausitzer nicht mehr wegzudenken ist.

Alles andere als genervt ist Wollitz ("Für Cottbuser Verhältnisse ist Leo ein Jahrhundert-Talent") vom Hype um seinen momentan gefragtesten Akteur.

"Es ist doch super, wenn die Öffentlichkeit sich für junge Spieler interessiert, die noch in der Jugend auflaufen könnten. Weil sie mehr im Mittelpunkt stehen, spielen solche Jungs doch nicht automatisch schlechter", sagte der Trainer.

In Aue wurde der Sohn des früheren Cottbuser Profis Franklin Bittencourt zwar nach 64 Minuten ausgewechselt, mit seiner Leistung hatte das aber nichts zu tun.

Stammplatzgarantie bei Wollitz

"Es hatte taktische Gründe. Selbst wenn er schlecht spielen würde, würde ich ihn nicht rausnehmen", sagte Wollitz:

"Er wächst mit seinen Aufgaben, wir müssen ihn begleiten auf diesem Weg."

Der 1,71 m große und 60 Kilogramm leichte Fußball-Floh wurde mitseinem ersten Profitor am zweiten Spieltag in Duisburg (2:1) jüngster Zweitligatorschütze seit 27 Jahren.

Respekt der Teamkollegen

Nicht nur dadurch verdiente er sich den Respekt seiner Mitspieler.

"Er gibt immer Gas und hat es sich verdient", sagte Energie-Kapitän Marc-Andre Kruska.

Und Daniel Adlung ergänzte: "Leo ist klar im Kopf, sehr bodenständig und abgezockt. Er wird seinen Weg gehen. Jeder hat Spaß daran, ihm zuzusehen."

Rasante Entwicklung

Auch wenn er den Cottbusern die Treue schwört, ist bei seiner rasanten Entwicklung trotzdem offen, ob ihn nach der Saison nicht doch ein Spitzenklub aus seinem Vertrag kaufen wird.

Vielleicht gelingt der Sprung in die Bundesliga aber auch viel einfacher:

Trotz des 0:0 in Aue liegen die Lausitzer als Vierter im Rennen um den Aufstieg gut und haben nur zwei Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter SpVgg Greuther Fürth.

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