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Hansa Rostock feierte gegen Wehen Wiesbaden den vierten Saisonsieg © getty

Hansa Rostock stehen über den Winter einige Änderungen im Kader bevor. Zudem soll Eilts das Team enger "zusammenschweißen".

Rostock - Dem Befreiungsschlag folgt das große Aussortieren:

Statt besinnliche Weihnachten zu erleben, muss gut ein halbes Dutzend Spieler von Hansa Rostock um seine Zukunft an der Ostsee bangen.

Aus für Cetkovic und Langen

Als Erste bekamen Djordjije Cetkovic und Dexter Langen mitgeteilt, dass sie sich sofort einen neuen Verein suchen können.

Das Gesicht der Mannschaft soll sich bis zum Rückrundenstart erheblich verändern, damit der Neustart nicht wieder in die Hose geht.

An den Plänen der Vereinsführung, den Kader auszudünnen, ändert auch der 1:0-Erfolg am Sonntag im Kellerduell gegen den SV Wehen Wiesbaden nichts.

"17 Punkte sind einfach zu wenig"

Das erste Tor im vierten Spiel unter dem neuen Trainer Dieter Eilts brachte zwar das Ende der Serie von zuletzt acht Partien ohne Sieg, doch ob die Trendwende damit geschafft ist, wird erst die Rückrunde zeigen.

"Wir müssen fleißiger punkten als zuletzt. 17 Punkte aus 17 Spielen sind einfach zu wenig", bilanzierte Mannschaftskapitän Martin Retov nüchtern.

Bis zu vier Namen sollen folgen

Voraussichtlich sechs Spieler werden Rostock verlassen müssen. Am Montag nannte Trainer Eilts die ersten Namen:

"Wir haben heute mit Dexter Langen und Djordjije Cetkovic gesprochen und ihnen mitgeteilt, dass wir ab sofort nicht mehr mit ihnen planen."

Weitere Gespräche folgen

Vorstandschef Dirk Grabow sagte bereits am Tag zuvor: "Es werden sicher mehr sein als ein oder zwei, eher vier bis sechs. Wir werden in den nächsten Tagen mit den Betroffenen sprechen."

Zugleich kündigte er an, nach Verstärkungen zu suchen: "Wir schauen, wen wir noch holen können. Der Trainer wird seine Kontakte nutzen."

Retov fordert Veränderungen

Veränderungen forderte auch Kapitän Retov: "Wir sind 28 im Kader, das sind viel zu viele. Es dürfen höchstens 24 oder 25 sein. Alle wissen, dass der Kader korrigiert werden muss. Einige müssen gehen, Neue kommen." Er selbst habe schon mit einem dänischen Kollegen über einen Wechsel nach Rostock gesprochen (Spielbericht: Ersehntes Erfolgserlebnis für Eilts).

Womöglich ist der Mann mit dem "bekannten Namen", wie Retov sagt, schon beim Start in die Rückrunden-Vorbereitung am 5. Januar dabei.

Lob von Eilts

Der Sieg gegen Wehen Wiesbaden war unterdessen für den nach vier Niederlagen bereits unter Druck geratenen Trainer Dieter Eilts imens wichtig: "Ich muss meiner Elf ein Riesenkompliment machen. Wir haben so aggressiv und engagiert gespielt, wie ich es erwarte.

In dieser schwierigen Situation ist es erforderlich, dass man um jeden Ball kämpft - das hat die Mannschaft getan."

Team "zusammenschweißen"

Bundesliga-Absteiger FC Hansa, der mit dem Ziel direkter Wiederaufstieg in die Saison gestartet war, überwintert nun auf einem Nicht-Abstiegsplatz und hat drei Zähler Vorsprung vor der TuS Koblenz auf dem Relegationsrang (Datencenter: Ergebnisse und Tabelle).

"Wenn man unser Potenzial sieht, ist es zu wenig, wenn wir in der Rückrunde nur um den Klassenerhalt spielen", meinte Enrico Kern. Vorstandschef Grabow ist sich sicher: "Der Trainer wird sich etwas einfallen lassen, um das Team für die Rückrunde enger zusammenzuschweißen."

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