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Raphael Schäfer wurde in Kedzierzyn-Kozle in Polen geboren © getty

Keeper Raphael Schäfer spricht mit Sport1.de über die Zweite Liga, das Potenzial vom Klub und wie der Aufstieg gelingen soll.

Von Mathias Frohnapfel

München - Als großer Aufstiegs-Favorit ging der 1. FC Nürnberg in die Zweitliga-Saison.

Doch zunächst ging es für den Bundesliga-Absteiger weiter abwärts. Und auch der Trainerwechsel von Thomas von Heesen zu Michael Oenning bedeutete nicht gleich die Wende.

Doch dann platzte der Knoten und der Club verbesserte sich dank einer kleinen Serie zum Ende der Hinrunde immerhin noch auf Platz acht.

Daher bläst Rückkehrer Raphael Schäfer bei nur noch fünf Punkten Rückstand auf die Aufstiegsplätze zum Angriff nach der Winterpause.

Sport1.de sprach mit dem Torhüter über seine Rückkehr vom VfB Stuttgart ins Frankenland, die Härten der Zweiten Liga und die Aussichten in der Rückrunde.

Sport1.de: Herr Schäfer, wie bewerten Sie die Hinrunde im Rückblick?

Raphael Schäfer: Am Anfang gab es viele Tiefen, die mit Sicherheit schwer waren für die Mannschaft. Doch wir haben uns unten rausgerarbeitet und uns peu a peu entwickelt - auch mit den jungen Leuten. Ich denke, da kann man zufrieden sein.

Sport1.de: Wie haben Sie Ihre Rückkehr zum Club und das erste halbe Jahr in Nürnberg erlebt?

Schäfer: Turbulent wie die ganze Mannschaft. Wichtig ist der Erfolg, der sich dann auch einstellen sollte. Wir sind jetzt auf einem guten Weg.

Sport1.de: In der Zweiten Liga zählt oft mehr das Kämpferische und die Zweikämpfe als das Spielerische. Ist das auch Ihre Erfahrung?

Schäfer: Nein, man muss sich durchbeißen. Die Zweikämpfe sind wichtig, aber die Mannschaften, die am Ende oben stehen, steigen auf, weil sie es nach dem Kämpfen spielerisch lösen. Es ist keine Klopper-Liga, sondern eine Liga, in der man auch Fußball spielen muss.

Sport1.de: Wie steht es um die Aufstiegschancen des FCN? Die Mannschaft verlor in den letzten zehn Spielen ja nur einmal.

Schäfer: Wir sind definitiv da, wir müssen uns vor niemanden verstecken. Wir haben zuletzt gute Spiele abgeliefert und viele Punkte geholt. Wir gehen deshalb sehr optimistisch in die Rückrunde.(Tabelle)

Sport1.de: Sie haben eine sehr gute Abwehr mit nur 17 Gegentreffern. Wo muss die Mannschaft noch zulegen, Stichwort Kaltschnäuzigkeit?

Schäfer: Es ist einfach so, dass wir junge Leute haben, die in den wichtigen Situationen auch ab und zu mal einen kleinen Fehler machen. Das steht ihnen zu. Es ist aber so, dass eine Entwicklung da sein muss in der Mannschaft. Am Ende ist es entscheidend, unter den ersten Drei zu sein.

Sport1.de: Wie geht es Ihnen persönlich in der Zweiten Liga?

Schäfer: Mir geht es gut, ich bin in Nürnberg, kann Fußball spielen, damit bin ich schon zufrieden.

Sport1.de: Sie hatten ein schweres Jahr beim VfB Stuttgart...

Schäfer: Ja, stimmt. Aber jetzt bin ich beim Club, Fußball macht mir wieder Spaß. Alles andere ist Vergangenheit.

Sport1.de: Haben Sie noch Kontakte zum VfB?

Schäfer: Ja, ich habe mit Mario Gomez und Ludovic Magnin noch zwei sehr gute Freunde dort.

Sport1.de: Sind Sie im Groll aus Stuttgart gegangen?

Schäfer: Man ist eben auseinander gegangen. Darüber wurde genug geschrieben, das ist jetzt vorbei. Es gab kein böses Wort von mir, das wird es auch nicht geben. Ich habe eine Menge gelernt. Es sollte einfach nicht sein.

Sport1.de: Wie gut tut es Ihnen, nun wieder permanent gefordert zu sein und mit der guten Abwehr auch positive Erlebnisse zu sammeln?

Schäfer: In erster Linie macht es Spaß, dass mit einem fair umgegangen wird. Das ist das Wichtigste.

Sport1.de: Sehen Sie sich nun beim Club als ein Leader, der den jungen Teamkollegen helfen kann?

Schäfer: Definitiv. Deswegen wurde ich ja auch hergeholt, um die Aufgabe auszuüben, die ich ja auch schon vorher inne hatte.

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