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Wolfgang Frank bestritt als Spieler 215 Bundesliga-Partien © getty

Der Ex-Coach des Lokalrivalen Mainz macht das Rennen bei den Hessen. Eine besondere Statistik macht ihn zum Wunschkandidaten.

München - Wolfgang Frank ist neuer Trainer des abstiegsbedrohten Fußball-Zweitligisten SV Wehen Wiesbaden. Das teilte der Klub am Freitag einen Tag nach der Trennung von Christian Hock mit.

Frank erhält einen Vertrag bis zum Saisonende, der sich im Falle des Klassenerhalts automatisch um ein Jahr verlängert.

"Ich freue mich sehr, dass ich hier sein kann. Ich mache den Job extrem gerne. Es ist ein großer Reiz, wieder im Bundesliga-Geschäft mitmischen zu können", sagte der neue Coach bei seiner Vorstellung in Wiesbaden.

"Christian war lange mein Spieler"

Der 57-Jährige, der bis zum Sommer beim Nord-Regionalligisten Wuppertaler SV beschäftigt war, ist Nachfolger des beurlaubten Christian Hock und wird am 29. Dezember das Auftakttraining zur Rückrunde übernehmen.

"Christian war lange mein Spieler. Ich weiß, wie er sich fühlt. Er hat hier eine Klassearbeit gemacht", sagte Frank. Dennoch sei er froh, wieder einen neuen Job zu haben.

"Das ist eine große Herausforderung für mich. Hier kann man einiges bewirken. Ich mache den Job, weil ich hier eine Riesenchance für die Zukunft sehe", betonte er.

Vier Jahre beim Lokalrivalen

Frank hatte 1994 mit dem damaligen Zweitligisten Rot-Weiß Essen das DFB-Pokalfinale erreicht und später mit dem FSV Mainz 05 nur knapp den Aufstieg in die erste Bundesliga verpasst.

Insgesamt saß er vier Jahre auf der Trainerbank des Wiesbadener Lokalrivalens.

Darüber hinaus coachte Frank unter anderem Austria Wien, Kickers Offenbach und führte die SpVgg Unterhaching in die zweite Liga.

"Der richtige Mann"

Auch Manager Uwe Stöver verwies bei der offiziellen Vorstellung des neuen Trainers am Freitag noch einmal die große Erfahrung Franks.

"Wir sind überzeugt, dass er in unserer Situation der richtige Mann ist. Ihn zeichnet aus, dass er noch nie mit einer Mannschaft am Ende der Saison abgestiegen ist. Er erfüllt unser Anforderungspotenzial zu 100 Prozent", sagte Stöver.

Mit anderen Trainern habe man nie gesprochen.

"Mit hohem Druck an die Sache"

Frank selbst sieht genügend Potenzial in der Mannschaft, den Klassenerhalt noch zu schaffen.

"Die Aufgabe wird nicht einfach und ein harter Kampf. Aber ich bin sicher, dass wir gemeinsam dieses Ziel erreichen. Ich werde mir ein Bild von der Mannschaft machen und Gespräche führen. Dann werde ich mit großem Druck an die Sache rangehen. 35 oder 36 Punkte könnten am Ende reichen", sagte Frank.

"Kein Handlungsbedarf"

Im Trainerstab werde sich nichts verändern. "Ich sehe da keinen Handlungsbedarf", so der frühere Bundesligaspieler.

Wehen steht nach der Hinrunde mit nur 14 Punkten aus 17 Spielen auf dem vorletzten Platz.

Neben der sportlichen Talfahrt war auch die notwendige Ausbildung von Hock zum Fußballlehrer ein Trennungsgrund, da der 38-Jährige somit häufig selbst nicht das Training leiten konnte. (Lehrgang wird Hock zum Verhängnis )

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