Fürths Mission: Zurück an die Spitze
Von Annette Bachert
München - Es kann eigentlich nur ein Ziel geben, wenn Greuther Fürth am Samstag bei Energie Cottbus (Sa., ab 12.45 Uhr im LIVE-TICKER) den Rasen betritt:
Den Platz an der Sonne zurückholen. Am Freitag zog Fortuna Düsseldorf mit dem Sieg über Hansa Rostock ( Bericht) vorerst an den "Kleeblättern" vorbei.
"Wir fahren dorthin, um etwas mitzunehmen", erklärt Büskens. Eben genau so, wie es in den letzten zehn Begegnungen, sprich seit Saisonbeginn, funktioniert hat.
Für wen es derzeit nicht so gut läuft, ist Fürth-Stürmer Olivier Occean. Der Kanadier hat seit dem 4. Spieltag nicht mehr getroffen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).
Das soll sich für den Offensiv-Akteur, der in den ersten vier Partien fünf Treffer erzielte, nun ändern. "Ein Treffer in Cottbus und dann in den Geburtstag reinfeiern - das wäre perfekt", sagte Occean, der am Sonntag 30 Jahre alt wird, dem "kicker".
"Energie muss gewinnen"
Doch leicht wird es gegen das Team von Claus-Dieter Wollitz nicht. "Energie muss gewinnen, wenn sie wieder oben anklopfen wollen. Wir müssen einiges an Willenskraft aufbringen", glaubt Büskens.
Nicht zur Verfügung stehen dem Fürth-Trainer Asen Karaslavov wegen einer hartnäckigen Wadenverletzung sowie Stephan Fürstner und Sebastian Tyrala, die an Knieverletzungen laborieren.
Verletzte bei Cottbus
Auch beim Wollitz-Team fehlen einige Spieler. Neben den Langzeitverletzten Markus Brzenska und Dennis Sörensen fällt nun auch Alexander Bittroff aus.
Zudem muss der Coach auf Martin Fenin verzichten. Der 24-Jährige teilte im Laufe der Woche mit, an Depressionen zu leiden und begab sich in stationäre Behandlung ( Bericht). "Es geht ihm es den Umständen entsprechend", meinte Wollitz bei SPORT1.
Nach fünf sieglosen Spielen in Serie gewannen die Cottbuser zuletzt bei FSV Frankfurt.
Gegen Fürth will Wollitz "dort anknüpfen. Wir brauchen Vertrauen zu uns selbst. Das Team braucht Überzeugung und Mut. Dann können wir nicht nur bestehen, sondern auch gewinnen."
Braunschweig empfängt Dresden
In der zweiten Samstags-Partie gastiert Dynamo Dresden im Aufsteiger-Duell bei Eintracht Braunschweig.
Nach dem 1:1 gegen Schlusslicht Aachen sieht Dynamo-Coach Ralf Loose sein Team aber auf dem richtigen Weg und fordert vor allem die Ersatzbank.
"Lange Zeit musste ich kritisieren, dass unser Spiel nach Einwechslungen keinen Schub erhält. Aber jetzt ist der Konkurrenzkampf da", schwärmt Loose. Bis auf Zlatko Dedic kann Loose gegen die Eintracht aus dem Vollen schöpfen.
Lieberknecht fordert "eine Reaktion"
Weniger positiv sind die Worte von Braunschweig-Coach Torsten Lieberknecht, der nach dem 0:1 bei Paderborn angefressen war.
"Gegen Dresden muss eine Reaktion folgen", fordert Lieberknecht.
Verzichten muss Lieberknecht auf Marjan Petkovic (Meniskus-OP), Jan Washausen und Emre Turan (Sprunggelenksverletzungen). Ob Damir Vrancic (Kniebeschwerden) spielen wird, ist noch fraglich.
Dennoch blickt Lieberknecht zuversichtlich auf die kommende Aufgabe: "Die Jungs, die fit sind, werden alles für einen Heimsieg tun."
SPORT1 fasst die Fakten zum 12. Spieltag zusammen:
• Energie Cottbus - Greuther Fürth
Nach zuvor fünf sieglosen Partien feierte Cottbus mit dem 1:0 beim FSV Frankfurt den fünften Saisonerfolg. Von acht Heimspielen gegen Fürth gewannen die Lausitzer fünf (ein Unentschieden, zwei Niederlagen).
Die seit elf Pflichtspielen ungeschlagenen Fürther mussten sich zuletzt auswärts zweimal mit einem Unentschieden begnügen.
Letzte Saison: 2:0 und 1:3
• Eintracht Braunschweig - Dynamo Dresden
(beide Sa., ab 12.45 Uhr im LIVE-TICKER):
Nach zuvor sieben Spielen ohne Niederlage kassierte Braunschweig zuletzt ein 0:1 in Paderborn.
Dresden holte aus den vergangenen beiden Spielen vier Zähler. Von ihren bislang sechs Begegnungen in Braunschweig gewannen die Sachsen nur zwei (vier Niederlagen).
Letzte Saison: 2:1 und 1:1 (in der Dritten Liga)
• Eintracht Frankfurt - MSV Duisburg
Die in dieser Saison noch ungeschlagenen Frankfurter, die mit 28 Toren den besten Angriff der Liga stellen, gewannen zuletzt vier Spiele in Folge.
Duisburg hat in seinen bislang fünf Auswärtsspielen nur einen Zähler eingefahren. Von 33 Begegnungen in Frankfurt gewannen die Zebras nur fünf (sieben Unentschieden, 21 Niederlagen).
• FC St. Pauli - FSV Frankfurt
St. Pauli hat seine vergangenen beiden Heimspiele verloren und dabei jeweils drei Gegentreffer kassiert.
Frankfurt gewann zwar zwei seiner jüngsten drei Auswärtsauftritte, bei St. Pauli war der FSV allerdings noch nie erfolgreich (drei Spiele, ein Unentschieden, zwei Niederlagen)
• Erzgebirge Aue - Union Berlin
Aue, das in dieser Spielzeit bereits viermal ohne Gegentor blieb, hat von seinen vergangenen vier Heimspielen nur das letzte gewonnen (1:0 gegen Rostock).
Union ist auswärts seit acht Auftritten sieglos. Den letzten Auswärts-Dreier feierten die Eisernen am 3. April beim 2:0 in Oberhausen.
Letzte Saison: 0:0 und 1:1
• Alemannia Aachen - FC Ingolstadt
(alle So., ab 13.15 Uhr im LIVE-TICKER):
Schlusslicht Aachen, das noch auf seinen ersten Saisonsieg wartet, hat seine beiden bislang ausgetragenen Heimspiele gegen Ingolstadt gewonnen.
Ingolstadt kassierte zuletzt drei Niederlagen und musste dabei jeweils mindestens drei Gegentore hinnehmen.
Letzte Saison: 2:1 und 1:2
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