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Mike Büskens steht seit 2009 an der Seitenlinie bei Greuther Fürth © getty

Die Niederlage gegen Braunschweig wollen die "Kleeblätter" schnell vergessen. Über den eigenen Aufstiegsfluch wird geflachst.

München/Fürth - Der x-te Anlauf auf den Bundesliga-Aufstieg wird in Fürth nur die "Unaufsteigbar-Tour" genannt - es ist der ironische Slogan eines Klubs, der immer wieder mit großer Hoffnung auf die Zielgerade eingebogen, doch am Ende leer ausgegangen ist.

Irgendwie will die SpVgg endlich ins Oberhaus, um (fast) jeden Preis.

Daher weckt das 1:3 (0:1) gegen Eintracht Braunschweig (Bericht) böse Erinnerungen.

"Wir kennen das mit Fürth, was passiert am Ende?", witzelte am Dienstag Manager Martin Bader vom alten Rivalen 1. FC Nürnberg im Interview mit den "Nürnberger Nachrichten": "Sie steigen auf - oder eben nicht." Das Fürther Schicksal.

Sechs Mal am letzten Spieltag den Aufstieg vergeigt

Bereits sechs Mal hatten die "Kleeblätter" am letzten Spieltag die Chance, einen Aufstiegsplatz zu erobern. Nie klappte es. Jetzt soll der Fluch gebrochen werden.

Offensiv wie nie sprach der dreimalige Meister vor Saisonbeginn vom Aufstieg, der beste Saisonstart seit 1997 gab der Mannschaft von Trainer Mike Büskens recht - bis zum Montagabend.

Kein Grund zur Sorge

"Wir sind auf einen Gegner getroffen, der unsere Fehler gnadenlos bestraft hat", analysierte Büskens nach dem schlechtesten Heimspiel der Saison trocken: "Braunschweig hat verdient gewonnen."

Grund zur Sorge verspürte am Ronhof aber niemand.

"Wir mussten davon ausgehen, dass wir irgendwann verlieren", sagte Büskens lapidar, und Manager Rachid Azzouzi ergänzte: "Man darf straucheln, man kann mal hinfallen, aber man muss wieder aufstehen."

Ausrutscher oder Beginn einer Talfahrt?

Viel passiert ist also nicht. Oder doch?

Nur zwei Punkte beträgt Fürths Rückstand auf den neuen Tabellenführer Fortuna Düsseldorf - aber war die Niederlage gegen Braunschweig nur ein Ausrutscher, oder markierte sie vielleicht doch den Beginn des Einbruchs?

Vieles spricht für einen Ausrutscher, Fürth scheint in dieser Saison stabiler als je zuvor.

Wohin die Reise für die "Unaufsteigbaren" geht, dürfte sich in den nächsten drei Auswärtsspielen entscheiden.

Am Wochenende gastiert der Tabellendritte (29 Punkte) zunächst beim Bundesliga-Absteiger FC St. Pauli (4. Platz, 28 Zähler), nach der Länderspielpause in Düsseldorf, bevor Mitte Dezember das Duell beim Topfavoriten Eintracht Frankfurt auf dem Programm steht (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Kapitän Kleine zuversichtlich

Geht es nach Kapitän Thomas Kleine, wird Fürth bereits in Düsseldorf wieder als Spitzenreiter antreten.

"In der zweiten Hälfte war Braunschweig in den entscheidenden Szenen einen Tick besser. Wir haben nicht das gespielt, was wir uns vorgenommen haben", sagte der frühere Erstliga-Profi:

"Jetzt wollen wir uns die Tabellenführung auf St. Pauli zurückholen."

"Unaufsteigbar-Tour" kann verlängert werden

Das soll nur der erste Schritt sein, um die "Unaufsteigbar-Tour" am 6. Mai 2012 zu einem erfolgreichen Ende zu bringen.

Zur Not wird das Projekt einfach verlängert - wie auch schon vor dieser Saison.

"Wegen des großen Erfolgs", wie es in einem Video auf der Internetplattform "YouTube" heißt.

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