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Max Kruse (l.) ist mit bislang acht Saisontreffer St. Paulis bester Schütze © getty

Vor dem Fürth-Spiel lobt Pauli-Coach Schubert die Offensivabteilungen. Mike Büskens schwärmt indes vom Millerntor.

Von Raphael Weber

München - Das Feld scheint bereitet für ein Offensiv-Feuerwerk.

Vor dem Spitzenspiel der Zweiten Liga zwischen dem Vierplatzierten FC St. Pauli und der Nummer 3 Greuther Fürth (Sa., ab 12.45 Uhr im LIVE-TICKER) stehen statistisch die Zeichen auf Sturm: In den bisherigen Duellen gab es durchschnittlich mehr als vier Tore pro Partie.

Und die Offensive des Gegners ist es auch, die Pauli-Trainer Andre Schubert vorab warnen lässt.

"Vorne drin haben sie in Olivier Occean und Christopher Nöthe zwei herausragende Stürmer", sagte der Trainer im "Hamburger Abendblatt" und ergänzte: "In Sercan Sararer und Stephan Schröck verfügen sie über zwei offensivstarke Außen, die schnell über die Flügel spielen"

Schubert mit Tor-Garantie

Doch auch die Stärken seines Teams sieht Schubert ganz klar in der Abteilung Attacke: "Wir sind die beste Mannschaft, was die Häufigkeit von zwei oder mehr geschossenen Toren pro Partie angeht."

Dies gelang bislang in zehn der 13 Liga-Spiele.

"Wir garantieren dafür, regelmäßig Tore zu erzielen", erklärt der Pauli-Coach selbstbewusst. Mit Max Kruse, bisher acht Saisontreffer, wissen die Hamburger den zweitbesten Torjäger der Zweiten Liga in ihren Reihen.

Gegen Fürth wird Schubert wieder auf Kapitän Fabian Boll zurückgreifen können. Er ist nach einem Muskelfaserriss im Adduktorenbereich wieder einsatzfähig.

Marius Ebbers ist laut dem Coach dagegen "noch nicht hundertprozentig fit." Seinen Platz wird wohl erneut Deniz Naki einnehmen.

Büskens schwärmt

Schuberts Fürther Kollege kommt beim Gedanken an St. Pauli ins Schwärmen: "Für jeden Sportler ist das ein Highlight dort am Millerntor. St. Pauli hat diesen besonderen Charme, da wird Fußball gelebt", erklärte Mike Büskens mit Blikc auf die Partie.

Nicht nur stimmungstechnisch, sondern auch sportlich dürfen sich alle Beteiligten auf ein echtes Spitzenspiel freuen. Mit dem FC St.Pauli empfängt der Viertplatziere die um eine Position besser gestellten Fürther.

Deren Trainer will beim Besuch am Millerntor nicht nur die Atmosphäre genießen, sondern stellt klar: "Wir fahren dort hin, um etwas mitzunehmen und um eine neue Serie zu starten."

Niederlage soll vergessen sein

Die empfindliche 1:3-Niederlage gegen Eintracht Braunschweig (Nachbericht) erklärt Büskens für abgehakt und gibt sich demonstrativ selbstbewusst: "Unsere Mannschaft hat im ersten Drittel der Saison unter Beweis gestellt, dass sie da vorne reingehört."

Im Kampf um die Aufstiegsplätze hat sich auch St. Pauli festgebissen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Beide Kontrahenten stellen in der laufenden Saison Vereinsbestmarken auf: Sowohl Fürth (29 Punkte) als auch die St. Pauli (28) hatten nach 13 Spieltagen noch nie so viele Zähler auf dem Konto.

SPORT1 fasst die Fakten zum 14. Spieltag zusammen:

FC St. Pauli - SpVgg Greuther Fürth

St. Pauli hat drei seiner jüngsten vier Begegnungen gewonnen (eine Niederlage).

Das Team mit dem viertbesten Angriff der Liga blieb in dieser Saison erst einmal ohne eigenen Treffer.

Fürth musste sich nach zuvor elf Partien ohne Niederlage zuletzt mit 1:3 gegen Braunschweig geschlagen geben.

Von bislang neun Auftritten auf St. Pauli konnten die Fürther sechs gewinnen (zwei Unentschieden, eine Niederlage).

1860 München - VfL Bochum

Nach zuvor fünf Spielen ohne Sieg feierten die Münchner zuletzt einen 3:0-Erfolg in Duisburg.

Bochum blieb zuletzt dreimal ungeschlagen (inklusive DFB-Pokal/zwei Siege, ein Unentschieden).

Von 15 Begegnungen in München gewannen die Bochumer acht (ein Unentschieden, sechs Niederlagen).

Vorsaison: 2:3 und 1:3

(Alle Partien: Samstag ab 12.45 Uhr im LIVE-TICKER).

Energie Cottbus - SC Paderborn

Cottbus konnte von seinen jüngsten acht Partien nur eine gewinnen. Von ihren Duellen mit Paderborn haben die Lausitzer nur die letzten beiden gewonnen.

Paderborn ist seit neun Liga-Partien ungeschlagen (sechs Siege, drei Unentschieden) und blieb dabei sechsmal ohne Gegentor.

Vorsaison: 3:1 und 5:0.

Alemannia Aachen - MSV Duisburg

In seinen bislang 13 Saisonspielen blieb Aachen neunmal ohne eigenen Treffer.

Von bislang 39 Pflichtspielen gegen Duisburg konnte Aachen 15 gewinnen (11 Unentschieden, 13 Niederlagen).

Der MSV kassierte beim Debüt von Interimstrainer Oliver Reck eine 0:3-Niederlage bei 1860 München - es war bereits die dritte Pflichtspiel-Pleite ohne eigenen Treffer (inklusive DFB-Pokal).

Vorsaison 2:2 und 2:3

FSV Frankfurt - FC Hansa Rostock

Der FSV kassierte zuletzt vier Pflichtspielniederlagen in Serie. Die Frankfurter warten im heimischen Volksbank Stadion bereits seit neun Auftritten auf einen "Dreier".

Rostock hat seine jüngsten vier Auswärtsspiele verloren. Die Hanseaten sind mit bislang sieben Unentschieden die "Remis-Könige" der Liga.

(Alle Partien: Sonnntag ab 13.15 Uhr im LIVE-TICKER)

Erzgebirge Aue - Eintracht Frankfurt

Die seit vier Pflichtspielen sieglosen Auer konnten bislang noch nie gegen Frankfurt punkten (zwei Spiele, zwei Niederlagen, 0:7 Tore).

Die Frankfurter mussten sich nach zuvor fünf Liga-Siegen die Serie zuletzt mit einem 1:1-Unentschieden in Ingolstadt zufrieden geben (Montag, ab 19.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER).

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