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Jörn Andersen trainierte zwischen 2008 und 2009 Mainz 05 und schaffte den Aufstieg © imago

Der neue KSC-Trainer muss zum Einstand gegen die Überflieger aus Paderborn ran. FCI-Coach Tomas Oral debütiert beim Derby.

Von Olaf Mehlhose

München - Die Hoffnung trägt beim Karlsruher SC einen Namen: Jörn Andersen.

Der Norweger trat als Trainer die Nachfolge des glücklosen Rainer Scharingers an, der nach der 1:5-Niederlage in Dresden gefeuert worden war.

Andersen, der nach dem Aufstieg mit Mainz 05 und der darauffolgenden Entlassung, nach zweieinhalb Jahren seine Rückkehr in der Zweiten Liga feiert, soll die Badener nach dem zwischenzeitlichen Absturz auf Platz 17 wieder in höhere Tabellenregionen führen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Schwerer Gegner zum Start

Ob der Neue sofort den gewünschten Erfolg bringt, bleibt jedoch abzuwarten.

Bereits in seinem ersten Spiel wartet auf den 48-Jährigen eine große Herausforderung: Der frühere Bundesliga-Torschützenkönig muss mit seiner Mannschaft beim Team der Stunde antreten: dem SC Paderborn (ab 17.45 Uhr im LIVE-TICKER), der sechs seiner letzten sieben Spiele gewinnen konnte und seit zehn Liga-Partien ungeschlagen ist.

Entmutigen ließ sich Andersen von der schwierigen Aufgabe beim Tabellen-Fünften dennoch nicht.

"Unser klares Ziel ist es, aus Paderborn etwas mitzunehmen", gab der KSC-Coach die Marschrichtung für das Spiel in der Energieteam-Arena vor: "Wir wollen uns nicht verstecken."

Die guten Absichten in allen Ehren, ob aber forsches Auftreten allein ausreichen wird, um das Team von Roger Schmidt vor ernsthafte Probleme zu stellen, ist eine ganz andere Frage.

KSC ohne zwei Säulen

Zumal Karlsruhe mit Keeper Dirk Orlishausen, der noch immer an einer Schulterverletzung laboriert, und dem grippekranken Delron Buckley auf zwei etablierte Stammkräfte verzichten muss.

Für Orlishausen wird erneut der US-Amerikaner Luis Robles das Tor hüten wird, so viel steht bereits fest.

Bei der Besetzung der Buckley-Position ließ sich Andersen allerdings noch nicht in die Karten schauen. Sowohl Gaetan Krebs als auch Marco Terrazzino könnten die Rolle des Südafrikaners ausfüllen.

Wie auch immer die Startformation letzten Endes aussehen wird, für die Spieler besteht die besondere Herausforderung darin, den bislang kaum zu bezwingenden Abwehrriegel der Gastgeber zu knacken.

SC verspricht Offensivfußball

In 14 Spielen ließen Paderborns "Betonmischer" erst neun Gegentreffer zu: Liga-Spitze.

Und die Überraschungsmannschaft der bisherigen Saison will auch weiter für Furore sorgen, auch in der Tabelle: Schmidt betonte ausdrücklich, dass weder er noch sein Team gewillt seien, die derzeit hervorragende Ausgangsposition leichtfertig aufs Spiel zu setzen.

"Wir arbeiten mit allem, was wir haben, daran, dass die gute Situation so bleibt", sagte der SCP-Coach und kündigte für das Spiel gegen den KSC "richtig guten Offensivfußball" an 35464(DIASHOW: Zweitliga-Torschützenkönige).

Ruft dann auch noch die Abwehr der Paderborner ihre gewohnte Leistung ab, dürfte es für Karlsruhe schwer werden - trotz des neuen Hoffnungsträgers.

SPORT1 hat die restlichen Partien des 15. Spieltags im Überblick:

MSV Duisburg - Eintracht Braunschweig:

Duisburg hat von seinen jüngsten acht Partien nur eine gewonnen (zwei Unentschieden, fünf Niederlagen). Braunschweig verlor von seinen sechs Saison-Auswärtsspielen nur eines (drei Siege, zwei Unentschieden).

Von 25 Auftritten in Duisburg konnten die Braunschweiger nur drei gewinnen (zehn Unentschieden, 12 Niederlagen).

FC Ingolstadt - 1860 München: (alle Fr., ab 17.45 Uhr im LIVE-TICKER)

Bei Schlusslicht Ingolstadt, das fünf seiner jüngsten sechs Auftritte (ein Unentschieden) verlor, feiert Trainer Tomas Oral seine Premiere. Die Ingolstädter haben noch nie ein Pflichtspiel gegen den TSV gewonnen (drei Unentschieden, eine Niederlage).

1860 München hat vier seiner letzten fünf Auswärtsbegegnungen verloren. (1:1 und 1:1)

[kaltura id="0_o06kcjg0" class="full_size" title="Ingolstadts neue F hrung stellt sich vor"]

Union Berlin - Fortuna Düsseldorf:

Union blieb in seinen jüngsten zehn Spielen nur einmal ohne eigenen Treffer. Die seit 23 Pflichtpartien ungeschlagenen Düsseldorfer (inklusive DFB-Pokal) haben ihre jüngsten fünf Auftritte gewonnen.

In bislang 14 Duellen zwischen den "Eisernen" und den Fortunen hieß es bislang: achtmal gewann Berlin, sechsmal Düsseldorf. (1:0 und 0:3)

Hansa Rostock - FC St. Pauli: (beide Sa., ab 12.45 Uhr im LIVE-TICKER)

Rostock wartet seit drei Partien auf seinen zweiten Saisonsieg. Mit acht Unentschieden sind die Mecklenburger die Remis-Könige der Liga.

Von bislang 16 Duellen gegen St. Pauli haben die Rostocker zehn gewonnen (sechs Niederlagen). Die Hamburger haben ihre jüngsten drei Auswärts-Auftritte gewonnen.

Eintracht Frankfurt - Alemannia Aachen:

Die in dieser Zweitligasaison noch ungeschlagenen Frankfurter haben ihre jüngsten drei Heimpartien gewonnen. In jedem ihrer vergangenen Spiele hat die Eintracht mindestens einen Treffer erzielt.

Aachen ist seit insgesamt neun Pflicht-Auswärtsbegegnungen sieglos. Den letzten Auswärtserfolg feierten die Alemannen 24. April beim 2:1 in Augsburg.

SpVgg Greuther Fürth - FSV Frankfurt:

Fürth erzielte in jedem seiner jüngsten sieben Pflichtspielen mindestens ein Tor. Von ihren bislang 17 Heim-Partien gegen Frankfurt haben die Fürther 13 gewonnen (drei Unentschieden, eine Niederlage).

Der FSV Frankfurt, der beim jüngsten 0:0 in Rostock erst zum zweiten Mal in dieser Saison ohne Gegentor blieb, holte in den jüngsten vier Liga-Begegnungen nur einen Zähler. (1:0 und 0:0)

Dynamo Dresden - Erzgebirge Aue: (alle So., ab 13.15 Uhr im LIVE-TICKER):

Dresden hat in jedem seiner vergangenen acht Liga-Spiele mindestens ein Tor erzielt. Aue wartet seit fünf Pflicht-Auftritten (inklusive DFB-Pokal) auf seinen vierten Saisonsieg. Von bislang 78 Duellen mit den Dresdnern gewannen die Erzgebirgler 22 (21 Unentschieden, 35 Niederlagen).

VfL Bochum - Energie Cottbus: (Mo., ab 19.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER)

Bochum hat von seinen jüngsten sechs Partien nur eine verloren (vier Siege, ein Unentschieden). Cottbus hat in seinen vergangenen neun Spielen nur sechs Zähler eingefahren (ein Sieg, drei Unentschieden).

Von bislang 16 Auftritten gegen Bochum konnten die Cottbuser nur fünf gewinnen (fünf Unentschieden, sechs Niederlagen). (1:0 und 1:2)

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