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Pierre Le Beau (r.) spielt ereits seit 2000 für Erzgebirge Aue © getty

Dresden trifft auf Erzgebirge Aue. Dynamo entwickelt sich zur Torfabrik, bei Aue hapert es im Sturm. Schmitt verspricht Besserung.

Von Eric Böhm

München - Früher waren die Rollen klar verteilt.

Während zu Zeiten der DDR-Oberliga Dynamo Dresden meist die Nase vorn hatte, dominierte in der jüngeren Vergangenheit Erzgebirge Aue.

Die Ausgangslage vor dem ersten Sachsenderby in der Zweiten Liga seit 2006 (So., ab 13.15 Uhr im LIVE-TICKER) ist dagegen so offen wie lange nicht. Ein heißer Kampf um die Vorherrschaft ist garantiert.

"Wir werden ein interessantes und kampfbetontes Spiel erleben, bei dem wir im richtigen Moment die richtigen Entscheidungen treffen sollten" meint Dresden Trainer Ralf Loose.

Koch mit Vorfreude

Sein Aufsteiger kommt immer besser zu Recht - nur eine Niederlage aus den vergangenen fünf Spielen. Daran kann auch die bittere Last-Minute-Pleite in Düsseldorf nichts ändern.

Ein Grund dafür ist der stark auftrumpfende Mittelfeld-Renner Robert Koch, der mit Vorfreude in das Duell geht (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

"Wir sind offensiv gut aufgestellt und immer für ein Tor gut. Die spielerische Qualität ist in den letzten Wochen besser geworden. Irgendwie werden wir den Riegel schon knacken", ist der 25-Jährige sicher.

Gegensätze im Duell

Während die Dresdner auf ihre überdurchschnittliche Offensive - es gelangen schon dreimal mehr als drei Treffer - bauen, setzen die Erzgebirgler traditionell auf ihre Defensive.

In dieser Spielzeit kassierte Aue aber schon 20 Gegentore. Auch deshalb steht die Truppe aus dem Lößnitztal nur auf Rang zwölf und holten noch nicht einmal halb so viele Punkte (14) wie zum gleichen Zeitpunkt der vergangenen Saison (30).

Außerdem gelangen bisher lediglich elf magere Törchen. Sechsmal stand sogar die Null.

"Dynamo geht leichtfavorisiert in das Spiel. Wir wollen uns für unsere Leidenschaft endlich belohnen. Der letzte Biss muss entwickelt werden. Die Blockade wird gelöst", äußert sich Trainer Rico Schmitt optimistisch.

Fiel ist fraglich

Immerhin können die "Veilchen" personell aus den Vollen schöpfen. Bis auf den rotgesperrten Adli Lachheb sind alle Akteure einsatzbereit.

"Es wird in der Atmosphäre heiß hergehen. Wir müssen kühlen Kopf behalten, dann werden wir das Ding schon schaukeln", gibt Kapitän Rene Klingbeil die Marschroute vor.

Ob Dynamo auf Regisseur Cristian Fiel zurückgreifen kann, ist noch nicht sicher. Der ehemalige Bundesligaspieler laboriert an den Folgen seines Muskelfaserrisses.

"Es lässt sich abschließend noch nicht beurteilen, ob er spielen kann oder überhaupt im Kader steht", sagt Loose.

Wiedersehen für Funkel

Eintracht Frankfurt feiert derweil gegen Alemannia Aachen ein Wiedersehen mit Ex-Coach Friedhelm Funkel.

Von 2004 bis 2009 erlebte Funkel eine erfolgreiche Zeit in Hessen und hat mit seiner jungen Mannschaft eine schwierige Aufgabe vor der Brust.

"Sie haben eine sehr, sehr spielstarke Mannschaft, verfügen über einen absolut erstligareifen Kader. Sich nur auf ein 0:0 zu verlassen, das geht in Frankfurt nicht. Wir müssen auch das Spiel nach vorne suchen und versuchen ein Tor zu erzielen", fordert der 57-Jährige.

Die Eintracht hingegen könnte mit einem Sieg erstmals in dieser Saison die Tabellenspitze erobern, da Fortuna Düsseldorf am Samstag nicht über ein 0:0 bei Union Berlin hinauskam.

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SPORT1 hat die Sonntagspartien des 15. Spieltags im Überblick:

Eintracht Frankfurt - Alemannia Aachen:

Die in dieser Zweitligasaison noch ungeschlagenen Frankfurter haben ihre jüngsten drei Heimpartien gewonnen. In jedem ihrer vergangenen Spiele hat die Eintracht mindestens einen Treffer erzielt.

Aachen ist seit insgesamt neun Pflicht-Auswärtsbegegnungen sieglos. Den letzten Auswärtserfolg feierten die Alemannen 24. April beim 2:1 in Augsburg.

SpVgg Greuther Fürth - FSV Frankfurt:

Fürth erzielte in jedem seiner jüngsten sieben Pflichtspielen mindestens ein Tor. Von ihren bislang 17 Heim-Partien gegen Frankfurt haben die Fürther 13 gewonnen (drei Unentschieden, eine Niederlage).

Der FSV Frankfurt, der beim jüngsten 0:0 in Rostock erst zum zweiten Mal in dieser Saison ohne Gegentor blieb, holte in den jüngsten vier Liga-Begegnungen nur einen Zähler. (1:0 und 0:0)

Dynamo Dresden - Erzgebirge Aue: (alle So., ab 13.15 Uhr im LIVE-TICKER):

Dresden hat in jedem seiner vergangenen acht Liga-Spiele mindestens ein Tor erzielt. 35464(DIASHOW: Zweitliga-Torschützenkönige)

Aue wartet seit fünf Pflicht-Auftritten (inklusive DFB-Pokal) auf seinen vierten Saisonsieg. Von bislang 78 Duellen mit den Dresdnern gewannen die Erzgebirgler 22 (21 Unentschieden, 35 Niederlagen).

VfL Bochum - Energie Cottbus: (Mo., ab 19.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER)

Bochum hat von seinen jüngsten sechs Partien nur eine verloren (vier Siege, ein Unentschieden). Cottbus hat in seinen vergangenen neun Spielen nur sechs Zähler eingefahren (ein Sieg, drei Unentschieden).

Von bislang 16 Auftritten gegen Bochum konnten die Cottbuser nur fünf gewinnen (fünf Unentschieden, sechs Niederlagen). (1:0 und 1:2)

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