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Idrissou (2. v.r.) erzielte sein siebtes Saisontor © getty

Die Frankfurter behalten gegen Aachen die Oberhand und erobern Platz 1. In der Schlussphase fallen fünf Treffer in acht Minuten.

Frankfurt - Eintracht Frankfurt hat sich auf dem Weg zurück in die Bundesliga auch von Ex-Trainer Friedhelm Funkel nicht aufhalten lassen und ist in einem spektakulären Spiel mit einer fulminanten Schlussphase an die Spitze der Zweiten Liga gestürmt.

Die Hessen setzten sich am 15. Spieltag 4:3 (2:0) gegen die Funkel-Elf des Vorletzten Alemannia Aachen durch (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Mohamadou Idrissou (10.), Benjamin Köhler (12.), Erwin Hoffer (81.) und Karim Matmour (89.) trafen für die Eintracht. Benjamin Auer (78.), Sergiu Radu (82.) und Aimen Demai (87.) waren für Aachen erfolgreich.

"Sind zu doof"

Durch den Erfolg hat der Bundesliga-Absteiger wie Fortuna Düsseldorf 35 Punkte auf dem Konto.

"Im Fußball kann viel passieren, aber zu Hause darf diese Schlussphase nicht passieren. Da müssen wir besser stehen und das Spiel nach Hause bringen. Irgendwann ist das Glück aufgebraucht", sagte Eintracht-Torwart Oka Nikolov.

Die Aachener waren bedient. "Wenn man drei Tore bei einer Mannschaft macht, die sicher aufsteigt, muss man was mitnehmen. Aber dafür sind wir zu doof", sagte Auer.

"Die erste Hälfte werde ich nicht vergessen. Das wird Konsequenzen haben. Die zweite Hälfte behalte ich in angenehmer Erinnerung, so stelle ich mir das vor", äußerte Funkel.

Frankfurt mit kurioser Führung

Die bessere Tordifferenz spricht aber für die Eintracht, die wie die Fortuna weiter ungeschlagen ist.

Klubs, die zu diesem Zeitpunkt einer Spielzeit noch ohne Niederlage waren, sind in der bisherigen Geschichte der Zweiten Liga immer aufgestiegen.

Vor 38.500 Zuschauern in der WM-Arena verhalf Aachens Torwart Boy Waterman den Gastgebern zur Führung.

Der Niederländer trat in Slapstick-Manier am Ball vorbei, Idrissou musste den Ball nur noch ins leere Tor schieben. Für den Kameruner war es das siebte Saisontor.

Beim Treffer Köhlers machte die gesamte Aachener Abwehr keine gute Figur. Im Anschluss dominierten die klar überlegenen Frankfurter die Partie bis zur Pause.

Aachen kämpft sich ins Spiel zurück

Nach dem Seitenwechsel kamen die Aachener zwar besser ins Spiel, an der Überlegenheit der Gastgeber änderte sich jedoch nichts.

Die Frankfurter konnten in dieser Phase ihre Möglichkeiten zu weiteren Treffern aber nicht nutzen.

In der 65. Minute hatte die Eintracht allerdings auch Glück. Köhler musste nach einer Ecke der Aachener auf der eigenen Torlinie klären.

Matmour erzielt Last-Minute-Tor

In der Endphase ging es dann vor beiden Toren hoch her.

Benjamin Auer eröffnet mit einem tollen Hackentreffer den Torreigen und verkürzte auf 2:1. Die Eintracht reagierte postwendend und traf durch Hoffers Hammer zum 3:1.

Doch die Aachener hatten jetzt Lunte gerochen und schafften durch Sergiu Radu und Aimen Demai den Ausgeleich zum 3:3.

Vor allem der Freistoßtreffer des Franzosen war kurios, via Pfosten und Keeper Nikolov flog der Ball mit viel Effet über die Linie.

Dann kam aber wie gegen Ingolstadt der Auftritt von Last-Minute-Torschützen Matmour, der in der 89. per Kopf den Frankfurter Sieg doch noch sicherstellte.

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