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Gerald Asamoah (M.) bestritt 43 Länderspiele für die deutsche Nationalmannschaft © imago

Nach einem Schock zu Beginn spielt Greuther Fürth die Gäste aus Paderborn an die Wand. Startelf-Debütant Asamoah trifft doppelt.

Fürth - Pokal-Halbfinalist SpVgg Greuther Fürth hat die Erfolgsserie von Zweitligist SC Paderborn beendet und darf sich für gut 32 Stunden an der Tabellenspitze der 2. Liga sonnen.

Die Franken gewannen das Verfolgerduell mit den zuvor in 16 Spielen unbesiegten Ostwestfalen überraschend deutlich mit 5:1 (3:1) und verdrängten damit Fortuna Düsseldorf vom ersten Rang. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Allerdings muss Fürth die Spitzenposition am Montagabend nach dem Gipfeltreffen von Düsseldorf und Eintracht Frankfurt wieder an eine der beiden Mannschaften abgeben.

Doppelpack von Asamoah

Ex-Nationalspieler Gerald Asamoah mit seinen ersten beiden Saisontreffern für die Kleeblätter (6. und 45.+2), Sercan Sararer (11.), Olivier Occean (47.) und Mergim Mavraj (57.) bescherten Fürth den vierten Heimsieg in Folge. (So., ab 19.15 Uhr Zusammenfassung im TV auf SPORT1)

"Das war natürlich eine schöne Woche für uns", sagte Asamoah auch in Anspielung auf den Halbfinaleinzug im DFB-Pokal. "Es war wichtig, dass wir nach dem Pokalsieg nachsetzen und punkten. Wir haben gezeigt, was für eine Mannschaft wir sind."

"Genickbruch durch Scheißtor"

"Der Genickbruch war schon nach dem 1:1 durch solch ein Scheißtor zu spüren", sagte Schlussmann Lukas Kruse. Auch Verteidiger Mohr monierte Abwehrprobleme: "Fürth konnte viel zu einfach Tore machen."

Die Mannschaft von Trainer Mike Büskens erwies sich damit trotz ihres frühen Rückstands durch Nick Proschwitz (5.) für Paderborn, das im Falle eines Sieges selbst die Tabellenführung übernommen hätte, erneut als Angstgegner.

Dritte Pleite gegen Fürth in Folge

Sowohl bei ihrer zuvor letzten Liga-Niederlage am 13. August im Heimspiel gegen Fürth (0:1) als auch beim Pokal-Aus am 25. Oktober am Ronhof (0:4) hatte sich die beste Auswärtsmannschaft der Liga zuletzt den Franken geschlagen geben müssen.

Scheinbar beflügelt vom Pokal-Traumlos mit dem Heimspiel gegen den deutschen Meister Borussia Dortmund ließen sich die Hausherren vor 9000 Zuschauern auch von Paderborns Führung nicht schocken.

Entscheidend für den Erfolg der Fürther war nach weitgehend ausgeglichenem Spielverlauf der dritte Treffer in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit.

Paderborn streckt die Waffen

Im zweiten Durchgang waren die Gastgeber die tonangebende Mannschaft, zumal die Gäste nach dem 1:4 keine ernsthafte Gegenwehr mehr leisteten.

Beste Spieler der Gastgeber waren Sercan Sararer und Occean.

In Paderborns Mannschaft, die angesichts einer ansprechenden Leistung vor der Pause etwas unter Wert verlor, überzeugte besonders Torschütze Proschwitz.

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