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Begraben unter jubelnden Mitspielern: Paulis Schachten erzielt gegen Bochum zwei Tore © getty

Dank eines Doppelpacks des Verteidigers gewinnt St. Pauli gegen den VfL. Azaouaghs Traumtor reicht nicht. Freier fliegt vom Platz.

Hamburg - Der FC St. Pauli bleibt auf Tuchfühlung zur Tabellenspitze.

Gegen den VfL Bochum kamen die überlegenen Hamburger in Überzahl zu einem 2:1 (1:1) und rangieren nun mit 42 Punkten auf Platz vier.

Bochum kassierte nach vier Spielen ohne Niederlage wieder eine Pleite, steht aber mit 27 Punkten im gesicherten Mittelfeld (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Matchwinner der Millerntor-Elf war Sebastian Schachten, dem in der 26. und 80. Minute ein Doppelpack gelang.

"Ein wichtiger Schritt"

"Wir sind sehr konzentriert aufgetreten und waren die Mannschaft, die über die gesamte Spielzeit Druck aufbauen wollte", sagte St. Paulis Trainer Andre Schubert. "Das war ein wichtiger Schritt für uns."

Bergmann bemängelt Konzentration

"Ich bin schon enttäuscht, weil wir einen Punkt verdient gehabt hätten. In der ersten Halbzeit haben wir sehr gut gegen den Ball gearbeitet und aus dem Spiel heraus kaum etwas zugelassen. Es ist natürlich dann nicht gut, wenn wir durch zwei Standards Gegentore kassieren, in den Situationen waren wir nicht wach genug", sagte Bochums Trainer Andreas Bergmann.

In einem umkämpften Duell mit hohem Tempo brachte Mimoun Azaouagh die Gäste mit einem kunstvollen Rechtsschuss in Führung (18.).

Verdienter Ausgleich

Nur acht Minuten später köpfte Schachten vor 24.257 Zuschauern am Millerntor den verdienten Ausgleich nach einer Ecke von Patrick Funk.

Bochums Paul Freier sah wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte (74.). Gegen die dezimierten Gäste traf Schachten erneut nach einem Standard zum Siegtor (So., ab 19.15 Uhr Zusammenfassung im TV auf SPORT1).

St. Pauli mit Wiedergutmachung

St. Pauli wollte nach dem 1:2 bei Alemannia Aachen Wiedergutmachung betreiben und bemühte sich sofort, das Bochumer Tor zu attackieren.

Die Elf von Trainer Andre Schubert wollte über die schnellen Außenstürmer Fin Bartels und Falk Schindler das Angriffsspiel ankurbeln und den Ex-Bochumer Mahir Saglik im Sturm bedienen.

Dies gelang erstmals in der 13. Minute, Sagliks Linksschuss fehlte jedoch Kraft und Präzision.

Traumtor von Azaouagh

Bochum konzentrierte sich anfangs darauf, St. Paulis Offensive einzubremsen und konnte das Vorhaben mit aggressiver Deckungsarbeit umsetzen.

Konterversuche der Westfalen fanden jedoch zumeist ein jähes Ende, bis Azaouagh mit der ersten wirklichen Angriffsbemühung kunstvoll vollendete.

St. Pauli reagierte jedoch prompt und verdiente sich den Ausgleich von Schachten.

Die Hausherren legen zu

Nach den beiden Treffern spielte der VfL deutlich besser mit, zeigte sich nun aggressiver im Offensivspiel und kämpfte wie St. Pauli fortan im Mittelfeld konsequent um jeden Ball.

Bartels versuchte es mehrfach aus der Distanz (46., 62.), zielte aber wie Verteidiger Markus Thorandt (67.) zu ungenau.

Bochum konzentrierte sich auf die gut funktionierende Rückwärtsbewegung, um bei Kontern für Gefahr zu sorgen. Dies gelang jedoch nur selten.

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