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Jens Wemmer (M.) traf für Paderborn zur frühen Führung gegen Dresden © imago

Dresden steht nach zwei Treffern von Dedic kurz vor dem Auswärtssieg in Paderborn. Joker Taylor schlägt spät für den SCP zu.

Paderborn - Der SC Paderborn droht den Anschluss an die Aufstiegsplätze der Zweiten Liga zu verlieren. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Eine Woche nach der 1:5-Abfuhr bei der SpVgg Greuther Fürth kamen die Ostwestfalen im Heimspiel gegen den kämpferisch starken Aufsteiger Dynamo Dresden nur zu einem 2:2 (1:1), retteten aber durch Moral in der Schlussminute den Punkt.

Jens Wemmer (3.) hatte die Gastgeber in Führung gebracht, bevor Zlatko Dedic mit seinen Saisontoren sieben und acht (18., Foulelfmeter und 80.) das Spiel zunächst drehte. (Zusammenfassung Fr., ab 22.30 Uhr Zusammenfassung im TV auf SPORT1)

Der neun Minuten zuvor eingewechselte Matthew Taylor sicherte Paderborn das Remis und sicherte das neunte ungeschlagene Heimspiel in Serie.

Dedic hadert, Schmidt zufrieden

"Es wäre ein großer Sieg gewesen, es ist sehr schade, dass wir den Vorsprung nicht bis zum Schluss gehalten haben", sagte Dresdens Doppel-Torschütze Dedic.

Paderborns Trainer Roger Schmidt resümierte: "Ich bin besonders mit der Art und Weise zufrieden, wie wir doch noch den Punkt erkämpft haben. Es entspricht nicht unserer Mentalität aufzugeben. Die Spielgeschichte war nicht auf unserer Seite. Es wollte nur eine Mannschaft gewinnen, und das waren wir."

Blitztor durch Wemmer

Paderborn dominierte vor 8066 Zuschauern in der ersten Viertelstunde, arbeitete sich einige gute Chancen heraus und kam schon nach 125 Sekunden durch Wemmer aus kurzer Distanz zur frühen Führung.

In der Folge häuften sich jedoch die Angriffsaktionen der hochmotivierten Dresdner, die nach einer Attacke von Florian Mohr an Dedic einen Strafstoß zugesprochen bekamen. Der Gefoulte selbst verwandelte sicher zum 1:1.

Paderborn will Wiedergutmachung

Die Ostwestfalen zeigten sich nach dem Gegentreffer zunächst irritiert und sichtlich beeindruckt, denn die Sachsen versteckten sich keineswegs und bemühten sich weiterhin um Wiedergutmachung für das 0:4 am vergangenen Wochenende bei Union Berlin.

Pech hatte Dynamo, als Robert Koch mit einem sehenswerten Volleyschuss (30.) nur den Pfosten traf.

Nach der Halbzeitpause stand bei Dynamo der 24 Jahre alte Benjamin Kirsten, Sohn des Ex-Nationalspielers und Bundesliga-Schützenkönigs Ulf Kirsten, für den verletzten Stammkeeper Wolfgang Hesl zwischen den Pfosten.

Dresden kontert

In einigen brisanten Situationen bewahrte Kirsten Ruhe und parierte souverän.

Nach etwa einer Stunde Spielzeit verstärkte Paderborn den Angriffsdruck und Dresden sah sich in der Rolle der Kontermannschaft. So fiel auch der zweite Treffer von Dedic.

Als alles nach einem Dynamo-Sieg aussah, schlug Taylor dann zu.

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