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Mimon Azaouagh brachte Bochum mit einem verwandelten Foulelfmeter in Führung © imago

Irres Spiel in Bochum: Die "Eisernen" machen in Unterzahl einen Zwei-Tore-Rückstand wett, aber der VfL hat den längeren Atem.

Bochum - Sechs Tore, drei Elfmeter, ein Platzverweis: Union Berlin hat in einem turbulenten Spiel die Chance verpasst, den Abstand zu den Aufstiegrängen der Zweiten Liga zu verkürzen.

Die Mannschaft von Trainer Uwe Neuhaus verlor beim VfL Bochum mit 2:4 (0:1) (So., ab 19.15 Uhr Zusammenfassung im TV auf SPORT1) und dümpelt nach 22 Spieltagen wie auch die Westfalen weiterhin im Niemandsland der Tabelle. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Mimoun Azaouagh (40.) und Giovanni Federico (63.) sorgten jeweils per Foulelfmeter die 2:0-Führung des VfL.

Die nach der Roten Karte gegen Christoph Menz wegen groben Foulspiels (61.) geschwächten Berliner glichen aber durch Patrick Zoundi (66.) und Chinedu Ede (72., Foulelfmeter) aus. 35464(DIASHOW: Zweitliga-Torschützenkönige)

Der eingewechselte Mirkan Aydin (76.) und erneut Federico (81.) besiegelten schließlich vor 11.501 Zuchauern den Heimsieg der Bochumer.

Berlin mit dem besseren Start

Die Führung des VfL war aufgrund der besseren Chancen zur Halbzeit verdient, obwohl die Berliner das optisch bessere Spiel zeigten.

Bei den Bochumern fehlte es an der Durschlagskraft, zudem ließen sie vor dem Tor die letzte Konsequenz vermissen.

So bedurfte es eines Strafstoßes zur Führung, nachdem Zoundi den Japaner Takashi Inui recht ungestüm im Strafraum zu Fall gebracht hatte.

Pech hatte zuvor Nikolos Gelaschwili, als Union-Torhüter Marcel Höttecke seinen Schuss an den Pfosten (19.) lenkte.

Federico mit Doppelpack

In der zweiten Halbzeit verpassten die Berliner den Ausgleichstreffer und wurden prompt bestraft.

Nach einer Attacke von Menz an Gelaschwili erhielt der VfL den zweiten Elfmeter zugesprochen. Diesmal verwandelte Federico sicher, Menz sah Rot. Anschließend nutzte Zoundi eine Unaufmerksamkeit der Bochumer zum Anschlusstreffer.

Berlin nutzte den Rückenwind zum Ausgleich, musste sich aber dennoch dem VfL in der Schlussphase beugen.

Torhüter Andreas Luthe und Torschütze Azaouagh waren die besten Akteure der Bochumer. Aufseiten der Berliner vermochten besonders Ede und Markus Karl zu gefallen.

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