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Martin Fenin wechselte im Sommer 2011 von Eintracht Frankfurt nach Cottbus © imago

Der Tscheche steigt nach fünf Monaten wieder ins Cottbuser Mannschaftstraining ein. Trainer Bommer mahnt allerdings zur Geduld.

Cottbus - Martin Fenin meldet sich zurück.

Der Tscheche ist nach seiner im Oktober erlittenen Hirnblutung und der Erkrankung an Depressionen ins Mannschaftstraining von Zweitligist Energie Cottbus zurückgekehrt. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Der Stürmer trainierte am Mittwoch erstmals wieder mit seinen Teamkollegen, nachdem ihm ein Spezialisten-Team des Unfall-Krankenhauses Berlin die Leistungssportlichkeit attestiert hatte.

"Für mich ist es ein Neustart. Darauf habe ich hingearbeitet. Ich bedanke mich bei allen, die mich dabei unterstützt haben", sagte der Tscheche, der zuletzt schon Einzeltraining betrieben hatte.

"Nun liegt es an mir, Spielpraxis, Wettkampfhärte, Rhythmus und Timing Stück für Stück auf ein höchstmögliches Niveau zu bringen."

Bommer erwartet "keine Wunderdinge"

Energie-Trainer Rudi Bommer warnte jedoch vor zu hohen Erwartungen.

"Für Martin war es ein extrem weiter Weg bis hier hin. Er hat ihn mit Hilfe des Vereins bewältigt, das allein ist schon eine tolle Leistung", sagte Bommer.

"Nun sollte er mit der gleichen Geduld und Zielstrebigkeit die nächsten Schritte gehen. Wir tun Martin Fenin gewiss keinen Gefallen, wenn wir sofort Wunderdinge von ihm erwarten."

"Flucht in Medikamente und Suchtmittel"

Der 24-jährige Fenin war im Oktober nach einem Sturz mit einer Hirnblutung ins Krankenhaus eingeliefert worden und gab anschließend bekannt, an Depressionsschüben zu leiden.

Außerdem räumte der frühere tschechische Nationalspieler eine "vorübergehende Flucht in Medikamente und Suchtmittel" ein.

Nach dem Unfall begab sich Fenin in psychologische Behandlung und unterzog sich einer weiteren neurologischen Physiotherapie in einem Cottbuser Reha-Zentrum.

Voll belastbar und gesund geschrieben

Voraussetzung für die Rückkehr ins Mannschaftstraining war das schriftliche Gutachten der Ärzte des Unfall-Krankenhauses, das besagte: Der Spieler ist voll belastbar und ab sofort gesund geschrieben.

Mannschaftsarzt Hartmut Thamke hatte Fenin zum Abschlussgespräch nach Berlin-Marzahn begleitet.

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